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Montag, 8. Januar 2018

Kopftuch-Selbstversuch: Meine Frau trägt die nächste Zeit ein Kopftuch

Kopftuch-Selbstversuch: Meine Ehefrau wird die nächsten Monate selbst ein Kopftuch tragen!





Meine Partnerin Nicole hat sich jetzt endlich entschieden.
Sie wird jetzt für's erste die nächsten 3 Monate lang selbst ein Kopftuch tragen - mit der Option nach Ablauf der 3 Monate zu verlängern und es noch länger als 3 Monate zu tragen.
Wir haben gestern viel darüber geredet und diskutiert. Sie hatte viele Fragen, die ich ihr noch beantworten musste und sie hatte auch noch viele bedenken, die wir aber größtenteils zerstreuen konnten. Und schließlich hat sie sich dazu durchgerungen, daß sie es doch machen will. Sie findet es ganz reizvoll und interessant, selber mal für eine längere Zeit ein Kopftuch tragen zu müssen - zumal ich ja als ihre Partnerin und Lebensgefährtin auch eins trage.


Die Neugier hat also letzten Endes doch noch gesiegt. ;-) Sie möchte einfach mal spüren und erleben, wie es ist, für längere Zeit ständig ein Kopftuch zu tragen oder besser gesagt es tragen zu müssen. Sie möchte gerne mal am eigenen Leib erfahren, wie das für mich, als ihre Ehefrau, so ist - sie möchte mich (und andere Frauen mit Kopftuch) einfach besser verstehen können und möchte mal erleben, wie das so ist, im Alltag ständig ein Kopftuch zu tragen und selbst ein Kopftuchmädchen zu sein. Dass sie dafür, für einige Zeit, selbst zur Kopftuchträgerin werden muss, obwohl sie, so wie ich Christin✝ ist, war ihr ja von Anfang an klar.
Aber sie hatte ja in den letzten 3 Wochen, in unserem Urlaub, wo sie ständig ein Kopftuch getragen hat, schon Gelegenheit sich daran zu gewöhnen zu tragen und hat sich damit abgefunden arrangiert, ein Kopftuch zu tragen und vor allem es tragen zu müssen. Auch mit der Vorstellung, daß sie das Kopftuch unbedingt tragen muss und da# sie dazu verpflichtet ist, das Kopftuch zu tragen - und gar nicht mehr die Wahl hat es nicht zu tragen - hat sie, nach anfänglichen Unsicherheiten keine Probleme mehr. Denn wenn man das Kopftuch selbst tragen möchte und es freiwillig trägt und tragen will, dann ist die Tatsache, daß man es tragen muss doch eher nebensächlich.
Dadurch daß sie sich jetzt schon an das Kopftuch tragen gewöhnt und sich damit arrangiert hat, muß sie es jetzt einfach nur noch weiter tragen, ohne sich wieder neu daran gewöhnen zu müssen.

Sie wird das Kopftuch allerdings nur in ihrer Freizeit tragen, denn auf der Arbeit kann sie kein Kopftuch tragen - und auch keine langen Röcke. Sie wird ihr Kopftuch also auf der Arbeit nicht tragen und sie wird sich dort ‘normal’, so wie immer kleiden, was heißt das ihre Röcke, die sie dort trägt, auch nur höchstens knielang sein werden - die meisten enden ein bis zwei handbreit über dem Knie, dazu trägt sie normalerweise hautfarbene Strumpfhosen, ganz selten mal schwarze und schon gar nicht blickdichte - wobei schwarze, blickdichte Feinstrumpfhosen in ihrer momentanen Situation ja schon praktischer wären. Zum Rock trägt sie normalerweise noch eine Bluse und einen Blazer. Meistens gehören Rock und Blazer eigentlich zusammen, als Business-Kostüm - typischer Bürolook halt, wo es ja bekanntermaßen auch einen Dresscode gibt, an den sich auch Nicole halten muss. Das ist zwar nicht ganz Kopftuch-Konform, aber da sie auf der Arbeit kein Kopftuch tragen kann, muss sie diesen Kompromiss natürlich eingehen. Es gibt ja auch andere Kopftuchträgerinnen, die ihr Kopftuch auf der Arbeit ablegen und es dort nicht tragen und es eben nur außerhalb der Arbeit in ihrer arbeitsfreien Zeit tragen. Das ist wie ich finde auch vollkommen legitim, denn Geldverdienen geht nun mal vor und wenn man mit Kopftuch keinen Job findet, dann muss man da auch mal Kompromisse machen und im Job mal drauf verzichten, man kann sich ja, sofern es geht, so bedeckt wie möglich kleiden, dann ist es nicht ganz so “schlimm”, den Tag über auf der Arbeit ohne Kopftuch zu sein. Und was nützt es, das Kopftuch um jeden Preis ständig tragen zu wollen, wenn man deswegen keinen Job findet und somit seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann?! Das würde auch Gott nicht wollen. Von daher ist es absolut legitim es auf der Arbeit abzulegen um (s)einer Arbeit nachzugehen - zumal die Arbeit ja auch ein Ort ist, wo man primär hingeht, um zu arbeiten und NICHT um zu flirten oder Männer kennenzulernen. Wenn eine Frau für einen Disco- oder Bar-Besuch ihr Kopftuch ablegen würde, dann wäre das schon was anderes und nicht akzeptabel, aber für die Arbeit da ist es in absolut Ordnung es dort abzunehmen. Und man kann sich ja auch ohne Kopftuch anständig, bedeckt, sittsam und züchtig kleiden.
Und Nicoles Büro-Kleidung ist ja alles in allem auch sehr sittsam und anständig, wie ich finde. Wenn sie auf der Arbeit nur knielange oder knieumspielende Röcke trägt, dann wäre das schon okay - die würde ich auch mit Kopftuch tragen - und trage sie auch manchmal - allerdings nur mit ultrablickdichten schwarzen Strumpfhosen. Wenn sie dann noch die Haare hochgesteckt trägt, die Bluse etwas höher geschlossen als sonst trägt und darunter ein ärmelloses, weißes Top trägt, statt nur BH oder Hemdchen, damit nicht soviel Haut bzw. Unterwäsche durch die Bluse durchschimmert, dsnn wäre das schon okay, wenn sie auf der Arbeit kein Kopftuch trägt.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie in den nächsten 3 Monaten außerhalb der Arbeit immer und überall ein Kopftuch tragen muss, ganz egal, wo sie hingeht, ohne jede Ausnahme. Sie hat im Prinzip gar keine andere Wahl, als es zu tragen - sie hat sich mir gegenüber dazu verpflichtet.
Das war ihr, für ihr Selbsterfahrungs-Experiment mit Kopftuch, ganz besonders wichtig, daß sie es tragen muss und dazu verpflichtet ist, bzw. Sie die Vorstellung hat es tragen zu müssen und sich dazu verpflichtet fühlt, es zu tragen.
Außerdem wird sie zum Kopftuch nur lange Kleider und lange Röcke mit langärmeligen Oberteilen tragen, ganz so wie es sich gehört.

Nach Ablauf der 3 Monate bzw. in der letzten Woche der 3 Monate, werden wir zusammen über ihre Erfahrungen, Eindrücke und Gefühle mit dem Kopftuch und als Kopftuchträgerin sprechen und dann gemeinsam entscheiden, ob sie damit aufhört, oder ob sie es noch länger tragen sollte und tragen muss - was sie freilich auch nur machen muss, wenn sie es freiwillig macht und es auch wirklich will.

Zuerst wollte sie das Kopftuch gleich für 6 Monate tragen müssen und sich dazu verpflichten es 6 Monate lang ständig in ihrer arbeitsfreien Zeit zu tragen. Ich habe ihr allerdings davon abgeraten und meinte, daß sie sich für den Anfang nicht zuviel zumuten und aufbürden soll. 3 Monate würden auch erstmal ausreichen und wenn es ihr bis dahin gefallen hat und sie es dann noch länger tragen möchte, oder meint es noch längrr tragen zu müssen, dann könnte sie ihre Verpflichtung ja immer noch um 2, 3 Monate verlängern, wenn sie das unbedingt möchte.

Auf der Arbeit wird sie es nicht tragen. Ob sie auf dem Weg zur Arbeit ein Kopftuch trägt, es dann auf der Arbeit abnimmt und es dann nach der Arbeit wieder um macht - oder ob sie auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause auch kein Kopftuch trägt und sich dann nach der Arbeit erst zuhause umzieht, das bleibt ihr überlassen. Da muss sie selber sehen, wie es für sie am Besten passt und durchführbar ist und wie sie es selbst am liebsten machen möchte.

Jetzt hat sie erstmal 14 Tage “Probezeit”, um zu sehen, ob das mit Kopftuch tragen in der Freizeit, mit ihren alltäglichen Lebensumständen und Gewohnheiten vereinbar ist, denn im Alltag ist das ja doch noch etwas anderes, als im Urlaub. Und da sie sich bisher noch nie damit befaßt oder auseinander gesetzt hat, wußte auch nicht wirklich, ob das alles so klappt und machbar ist. Wenn das alles soweit in Ordnung ist und es keine Probleme oder andere Gründe gibt, die dagegen sprechen, daß sie in ihrer Freizeit ein Kopftuch trägt, wird sie es nach Ablauf der Probezeit außerhalb der Arbeit fest tragen müssen und es ganz konsequent, ständig, immer und überall tragen müssen ganz egal wo sie ist und wo sie hingeht. Außerhalb der Arbeit kann und darf sie keinerlei Ausnahmen von ihrer Kopftuchpflicht machen und darf sich diese auch ich nicht erlauben. Darauf werde ich schon achten und das soll ich auch. Man könnte jetzt sagen, daß ein gewisser Zwang dahinter steht, aber dem ist nicht so. Es geht Nicole eher darum das Kopftuch in dieser Zeit ganz konsequent tragen zu müssen und gar keine andere Wahl mehr zu haben, sie will sich dazu verpflichtet fühlen ein Kopftuch zu tragen und ist diese Verpflichtung mir gegenüber für's erste jetzt 3 Monate lang eingegangen und ich soll aufpassen, dass sie sich auch wirklich konsequent an ihre Verpflichtung in ihrer Freizeit ein Kopftuch zu tragen hält. Da sie da aber ansonsten freiwillig macht und es gerne von sich aus tragen möchte und tragen will, sehe ich da kein Problem. Und wenn sie tatsächlich mal nicht tragen will ist so auch vornherein geklärt, daß ich sie dazu ermahnen darf es doch sie tragen, weil ich ja darauf achten soll - ich könnte sie also notfalls auch dazu zwingen ihr Kopftuch zu tragen, allerdings hat sie mir das für den Fall, das sie mal bockig ist auch ausdrücklich erlaubt. Ob ich das dann allerdings auch wirklich machen würde ist eine andere Sache.

Ihre Eltern und unsere Freundinnen wissen schon Bescheid, daß sie die nächsten Monate ein Kopftuch tragen wird. Sie finden das im allgemeinen ganz gut, daß sie einmal selbst erleben und erfahren möchte, wie es ist über längere Zeit ständig ein Kopftuch tragen zu müssen und selbst eine Kopftuchträgerin zu sein. Sie finden es gut, daß sie mal am eigenen Leib spüren möchte, wie das für mich als ihre Partnerin und Lebensgefährtin so ist, ständig ein Kopftuch zu tragen. Sie akzeptieren und unterstützen das und respektieren natürlich auch das Nicole das macht.

Ich sehe dem eher mit gemischten Gefühlen entgegen, einerseits finde ich es total toll und sehr schön, das sie jetzt für eine gewisse Zeit selber ein Kopftuch tragen wird - das ist irgendwie ziemlich cool, das wir es jetzt beide tragen und wir beide Kopftuchmädchen sind, so als Liebespaar.
Aber andererseits ist es bisher immer mein Part gewesen ein Kopftuch zu tragen, während sie keins getragen hat und in unserer Beziehung das Sagen hatte. So waren die Rollen - auch rein optisch - ganz klar verteilt, denn das ich ein Kopftuch trage, ist für mich auch ein Zeichen der Demut, des Respekts und der Unterordnung bzw. der “Unterwerfung” gegenüber meiner Partnerin - wenn wir jedoch beide ein Kopftuch tragen, dann neige ich eher dazu, uns als gleichberechtigte Partnerinnen zu sehen, obwohl Sie natürlich immer noch ganz klar das Sagen in unserer Beziehung hat und der Umstand, dass sie selbst ein Kopftuch trägt, daran auch nichts ändern wird. Dadurch, daß ich sie in der nächsten Zeit, in Punkto Kopftuch, in Bekleidungs- und Benimmfragen noch anleiten und führen muss, da sie mit den Bekleidungsvorschriften und Benimmregeln selbst nicht so vertraut ist, verschwimmt diese Grenze der “Machtverteilung” in unserer Beziehung natürlich zusätzlich.
Und was mache ich, wenn sie vielleicht in ein, zwei Monaten den “Kopftuch-Koller” kriegt? Ich kenne das von mir - insbesondere in der Anfangszeit hatte ich Phasen, wo mir das mit dem Kopftuchtragen alles zu viel wurde und ich plötzlich keine Lust mehr hatte es ständig zu tragen. Ich habe es dann trotzdem weiter getragen, auch wenn es mir schwer fiel und habe es dann nach ein, zwei Wochen überwunden gehabt und es dann auch wieder gern getragen. Nur was mache ich, wenn es Nicole so ergeht? Kann und soll ich sie dann dazu überreden, es weiter zu tragen oder sollte ich sie dann gar dazu zwingen es trotzdem weiter zu tragen oder sollte ich ihr dann lieber dazu raten ihren Selbstversuch abzubrechen?!

Außerdem wird es anfangs wohl etwas komisch für mich sein, wenn wir beide, mit Kopftuch, zusammen ausgehen, spazieren gehen oder Freundinnen besuchen oder sie uns besuchen kommen, wenn wir beide Kopftuch tragen. Klar werde ich mich daran gewöhnen und es wird bald ganz normal sein, aber jetzt am Anfang ist das schon komisch, denn bisher war immer nur ich das Kopftuchmädchen und sie die “Normale”. Und nun tragen wir beide ein Kopftuch.
Ich meine, ich hab mir das schon oft gewünscht, daß Nicole auch ein Kopftuch tragen würde und hab mir das wirklich ganz toll vorgestellt, wenn wir beide Kopftuch tragen würden und wir beide Kopftuchmädchen wären. Aber jetzt wo es - zumindest auf Zeit - endlich soweit ist, ist es irgendwie komisch und merkwürdig für mich. Wie sie es die 3 Wochen im Urlaub getragen hat, hab ich das noch anders gesehen, da war es aber auch noch was anderes - was besonderes. Jetzt wird es für die nächsten Monate fast normaler Alltag sein.
Naja, aber sie hat ja nicht vor “richtig” mit dem Kopftuchtragen anzufangen - sie möchte es ja nur für eine längere Zeit mal selbst tragen und ein Kopftuch tragen müssen. Wenn das irgendwann nach 3, 6, 9 oder 12 Monaten wieder vorbei ist, dann wird es natürlich nicht mehr tragen und sich wieder so wie vorher kleiden.

(Wobei es natürlich auch passieren könnte, dass sie durch das selber tragen des Kopftuchs erst auf den Geschmack kommt,... So wie es bei mir auch war,...)

Allerdings hat sie schon durchblicken lassen, daß sie sich vorstellen könnte, nach ihrem Selbsterfahrungs-Experiment, öfter mal in ihrer Freizeit ein Kopftuch zu tragen - insbesondere, wenn wir zwei etwas zusammen unternehmen - einfach nur 'just for fun’ als Freizeit-Outfit und Freizeitspaß, wenn man es so ausdrücken kann, weil es hin und wieder auch mal ganz schön ist, wenn wir beide ein Kopftuch tragen - was ja in nächster Zeit erstmal normaler Alltag bei uns sein wird.

Naja, wir werden das zusammen schon meistern und irgendwie finde ich das ja auch cool, daß wir jetzt beide ein Kopftuch tragen und ich sie dabei anleiten und ihr helfen muss. Wird sicher schön werden und ich bin gespannt, wie sie damit klarkommt und was sie so erlebt und für Erfahrungen macht und ich hoffe mal, daß sie daß herausfinden, erfahren, erleben und spüren kann, was sie sich davon erhofft hat und es nicht zum Desaster für Sie, Mich oder Uns wird. 




Freitag, 5. Januar 2018

Weihnachtsurlaub mit Kopftuch: Meine Ehefrau Nicole will es jetzt länger tragen,...

Weihnachtsurlaub mit Kopftuch: Meine Ehefrau Nicole will jetzt mal für längere Zeit ein Kopftuch tragen und denkt darüber nach es einige Monate lang zu tragen,...

Meine Ehefrau Nicole ist von ihren 3 Wochen Weihnachtsurlaub mit Kopftuch ganz begeistert, sie hätte nicht gedacht, dass ihr das so gut gefallen könnte, aber sie mag den Look, die Mode und Tragegefühl an sich selbst, aber auch daß es viel von ihr und ihrem Körper versteckt und es somit auch in der Öffentlichkeit ihre Privatsphäre schützt. Sie mag auch die Message, diie dahinter steht:
"Ich bin eine ehrbare und sittsame Frau, ich bedecke mich, weil ich für niemanden zur Verfügung stehe und nicht wegen meines Aussehens belästigt werden möchte
Nicole hätte auch nicht gedacht, daß Sie sich so schnell damit abfinden und arrangieren könnte, daß sie ein Kopftuch tragen muss und gar keine andere Wahl mehr zu haben als es ständig zu tragen. 
Die Vorstellung das Kopftuch tragen zu müssen und dazu verpflichtet zu sein es zu tragen und sich somit auch dazu verpflichtet zu fühlen es tatsächlich ständig zu tragen, ist zwar immer präsent, aber sie fand das sehr interessant und reizvoll und sie könnte mittlerweile mit der Vorstellung ein Kopftuch tragen zu müssen ganz gut leben. Sie meint, vorher hätte ihr der Gedanke daran ein Kopftuch tragen zu müssen, irgendwie Angst gemacht, obwohl sie es ja von mir kennt, aber jetzt wo sie es aus eigener Erfahrung kennt, ist nichts schlimmes oder erschreckendes mehr für sie dran, man muß es halt nur für sich zulassen und akzeptieren. Und wenn sie es wirklich tragen müsste, dann wäre das halt so und sie könnte ganz gut damit leben und umgehen.
Sie findet es Schade, daß der Weihnachtsurlaub mit Kopftuch jetzt für sie fast um ist, denn sie fand es toll, aber es war ihr leider zu kurz um wirklich erfahren, spüren und erleben zu können, wie es ist eine richtige Kopftuchträgerin zu sein. Sie meinte, die 3 Wochen reichten gerade mal aus, um sich daran zu gewöhnen, daß sie ein Kopftuch trägt und sich damit zu arrangieren, daß sie es tragen muss und dazu verpflichtet ist. Wenn sie es noch länger tragen würde, dann würde es jetzt gerade erst interessant und spannend werden, da es jetzt langsam normal und zur Gewohnheit für sie wird, es ständig zu tragen und man sich auf andere Eindrücke und Empfindungen konzentrieren kann. 
Sie möchte das Kopftuch gerne mal für eine längere Zeit tragen oder tragen müssen - halt nicht nur ein paar Wochen, sondern eher ein paar Monate, sie könnte sich schon vorstellen, es für 3, 6 oder auch mehr Monate zu tragen, weil sie gern selbst erleben und erfahren möchte, wie es ist eine Kopftuchträgerin zu sein, ständig ein Kopftuch zu tragen und mit dem Kopftuch zu leben, so wie ich das mache. Und wenn man am eigenen Leib erfahren will, wie es ist eine Kopftuchträgerin zu sein und ein Kopftuch zu tragen, dann muss man eben selbst - zumindest für eine bestimmte Zeit - zur Kopftuchträgerin werden. 

Und sie überlegt jetzt halt, ob sie das machen soll, denn jetzt wäre es ja gerade günstig, da sie sich schon an das Kopftuch gewöhnt und sich damit arrangiert hat und sie es jetzt einfach nur weiter tragen müsste. Sie könnte es halt nur auf der Arbeit nicht tragen und würde es auf der Arbeit ablegen und sich dort wie immer kleiden. Sie würde das Kopftuch also nur in ihrer arbeitsfreien Freizeit ständig tragen. Aber es gibt ja auch andere Kopftuchträgerinnen, die es während der Arbeit ablegen, es aber ansonsten ständig tragen. Ich finde das legitim und hätte kein Problem damit. Wenn sie das so machen möchte und meint, daß sie das so machen kann, dann wäre das vollkommen okay. 

Sie ist jetzt halt nur am überlegen, ob sie das wirklich machen soll und will, denn wenn sie erstmal damit angefangen hat, dann müßte sie das auch ihre gewählte Zeit durchziehen und könnte nicht so einfach aufhören - dazu ist es zu ernst und das weiß sie auch, denn sie nimmt das durchaus sehr ernst, weswegen sie jetzt auch ein wenig hin- und hergerissen ist. 

Wie ich das sehe: Ich denke, diese drei Wochen waren ganz toll, aber damit sollte sie es auch gut sein lassen - sie weiß jetzt, wie es ist, ständig ein Kopftuch zu tragen und wie es ist, wenn man es tragen muss, weil man sich dazu verpflichtet fühlt. Sie hat erlebt wie es ist, mit dem Kopftuch Verwandten und Freunden gegenüber zu treten und wie es ist sich mit dem Kopftuch in der Öffentlichkeit zu bewegen. Das sollte doch eigentlich reichen, um mal einen Eindruck davon zu bekommen.

Aber andererseits würde ich es natürlich auch total cool und schön finden, wenn sie als meine geliebte Partnerin, Lebensgefährtin und Ehefrau selbst mal für ein paar Monate ein Kopftuch tragen würde. Das wäre schon toll, wenn wir einige Monate lang als Paar zusammen ein Kopftuch tragen würden. Ich stelle mir das schon ganz schön und interessant vor, wenn wir beide Kopftuchmädchen und Kopftuchträgerinnen wären - auch wenn das erstmal schon etwas merkwürdig für mich wäre, denn bisher war ich das Kopftuchmädchen in unserer Beziehung. Aber wenn sie das unbedingt machen möchte und erleben will, wie es ist für längere Zeit ständig ein Kopftuch zu tragen und tragen zu müssen, dann würde ich das akzeptieren und respektieren. Sie hätte dann natürlich meine volle Unterstützung und ich würde ihr dabei helfen, wo ich nur kann. 
Und was hätte sie dabei schon zu verlieren?! Was andere von ihr denken ist ihr eh egal - sie ist lesbisch und mit einer kopftuchtragenden Frau zusammen, was läge da näher, als es selbst auch (mal) zu tragen. Sie kann eigentlich nur gewinnen und um einige wertvolle Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse reicher werden. Und wenn sie dieses Selbsterfahrungsexperiment unbedingt machen möchte, dann werde ich sie nicht davon abhalten. Ich bin ja eigentlich der Grund, warum sie selbst erfahren und erleben möchte, wie das so ist eine Kopftuchträgerin zu sein und ein Kopftuch tragen zu müssen - und ich hab sie im Prinzip ja auch dazu angestiftet, also sollte ich das auch mit ihr zusammen durch stehen, wenn sie das jetzt unbedingt machen will.

Nicole hatte dazu am Mittwoch auch was geschrieben - ich hab leider vergessen es zu veröffentlichen. Es ist etwas konfus und man merkt deutlich, daß sie hin und hergerissen ist, zwischen machen und nicht machen. 

Einfach unten auf "Weiterlesen" klicken, da ist dann auch Nicoles Text zu lesen





Zu Nicoles Text >>>>>

Sonntag, 24. Dezember 2017

Weihnachtsurlaub mit Kopftuch: Der 1. Bericht meiner Frau Nicole

Meine Frau Nicole trägt jetzt seit einer Woche ein Kopftuch und hat gestern einen ersten Bericht über ihre Eindrücke und Gefühle verfasst und hat darüber geschrieben, wie es für sie ist, es einerseits freiwillig zu tragen, weil sie es tragen möchte und es andereseits tragen muss, weil sie sich dazu verpflichtet fühlt, die drei Wochen lang ein Kopftuch zu tragen und somit keine andere Wahl hat als es zu tragen.
Eigentlich wollte sie mal so berichten, was die erste Woche so alles passiert und wie es ihr mit Kopftuch ergangen ist, aber stattdessen hat sie mehr über ihre Gefühle, Gedanken und Eindrücke beim Tragen des Kopftuches geschrieben - was mir persönlich viel besser gefällt.
Sie hat es gestern schon geschrieben, allerdings bin ich erst heute dazu gekommen, es zu veröffentlichen.


Nicole: 
Yeah, ich habe meine erste Urlaubswoche mit Kopftuch hinter mir und ich muss sagen, daß es gar nicht mal so schlimm ist, es ständig tragen zu müssen - man gewöhnt sich doch recht schnell daran, daß man es immer und überall, den ganzen Tag über trägt. Und man findet sich recht schnell damit ab, daß man es tragen muss und gar keine andere Wahl (mehr) hat. Wie Mira schon erwähnte will ich das Kopftuch ja die ganzen 3 Wochen lang (freiwillig) tragen müssen und bin deswegen auch bereit mich zu fügen und das Kopftuch für diese Zeit für mich anzunehmen - und auch absolut dazu bereit bin es ständig zu tragen.
Ich muss aber ehrlich zugeben dass es mir die ersten Tage schon ein wenig schwer gefallen ist ein Kopftuch zu tragen, es war mir irgendwie lästig, es morgens um machen zu müssen und dann den ganzen Tag damit rumzulaufen - was aber wohl eher daran lag, daß es für mich auch ziemlich ungewohnt war es zu tragen. Das ist es zwar auch wenn ich es hin und wieder mal einfach so trage, wenn ich was mit Mira unternehme und einfach gern mit ihr zusammen ein Kopftuch tragen möchte.
Ich trage es dann ja auch einen Nachmittag und/oder einen Abend lang, manchmal auch eineen ganzen Tag oder das ganze Wochenende über - das macht mir dann gar nichts aus, aber ich trage es dann auch einfach nur 'just for fun’ weil es mir Spaß macht und weil ich es gerne tragen möchte und nicht, weil ich es unbedingt tragen muss.
Und ich habe dabei auch nicht ständig im Hinterkopf, daß ich es jetzt die nächsten 3 Wochen (ohne jede Ausnahme) tragen muss. Aber wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, daß man ein Kopftuch trägt und sich damit abgefunden hat, daß man es jetzt die nächsten Wochen erstmal tragen muss, dann ist es gar nicht mehr so lästig. Ich habe ja im Moment eh keine andere Wahl und muss es tragen - auch wenn ich das freiwillig mache - da wäre es kontraproduktiv, das Kopftuch als lästig zu empfinden, man muss also zwangsläufig ein positives Gefühl dazu entwickeln.
Und mittlerweile finde ich es wirklich sehr schön und angenehm ein Kopftuch zu tragen - es ist wirklich ein tolles Tragegefühl. Und wenn mich die Leute - insbesondere Männer - ansehen, dann ist mittlerweile auch vollkommen bewußt, daß sie nicht alles von mir sehen können, sondern nur das, was ich sie sehen lasse. Ich bin zwar immer noch als Frau und Persönlichkeit erkennbar, aber meine Kleidung und das Kopftuch lassen es nicht zu, daß man mich beim betrachten auf mein Aussehen und meinen Körper reduziert. Meine Schönheit und die weiblichen Reize meines weiblichen Körpers sind gut bedeckt und versteckt und ziehen keine Aufmerksamkeit mehr auf sich - nach außen hin bin ich in der Öffentlichkeit komplett 'entsexualisiert’ - und was ich von meinem Aussehen und meiner Weiblichkeit zeige ist auf das nötigste beschränkt.
Ich fühle mich durchaus ein wenig wie unter einer Tarnkappe, da ich kaum wahrgenommen werde und auch so gut wie keine anzüglichen Blicke von Männern bekomme, wie sonst so oft. Ich merke ganz deutlich “Mein Aussehen und mein Körper gehören jetzt ganz mir allein und ich bestimme ganz allein, wer was und wieviel von mir sehen kann und darf.” Ich fühle, das meine Privatsphäre, in der Öffentlichkeit, auf ein maximum erweitert ist und das durch Kleidung und Kopftuch auch mein Aussehen und mein Körper in der Öffentlichkeit Teil meiner Privatsphäre sind und meine persönliche Intimsphäre ist in der Öffentlichkeit auf meinen ganzen Körper ausgedehnt ist.
Das ist zur Abwechslung mal ein richtig tolles und geniales Gefühl, daß ich mal nicht mit meinem Aussehen und meinem Körper die Blicke auf mich ziehe (was für uns Frauen ja eigentlich ganz normal ist), sondern was das angeht in Ruhe gelassen werde. Das kann durchaus auch mal sehr angenehm und entspannend sein.
Das dafür jetzt mein Kopftuch die Aufmerksamkeit und den Missmut gewisser Leute auf sich zieht, ist eine andere Geschichte, die mir nicht so unbedingt gefällt. Das Kopftuch ist ja an sich für einige schon ein rotes Tuch, aber trotz Kopftuch sieht man meinem Gesicht sehr deutlich an, daß ich eine Deutsche bin, sodass mich diese Leute zwangsläufig für eine Konvertitin halten müssen - etwas was für sie wohl fast schon an Hochverat grenzt. Das ich eine katholische Christin bin, die sich inoffiziell der evangelischen Kirche angeschlossen hat, sieht man mir ja leider nicht an - und es fragt auch keiner, man wird wegen des Kopftuches einfach in irgendeine Schublade gesteckt, was ich irgendwie schade finde. Aber solche Begegnungen sind zum Glück eher selten und auch meist ohne irgendwelche Anfeindungen - aber die Blicke reichen schon.

Ein andere Sache, die ich etwas kritisch sehe und die mir ein wenig Probleme bereitet und mich in einen Zwiespalt drängt, ist diese:
In meinen Augen ist es ein Zeichen von Disziplin und Stärke, wenn eine Frau sich freiwillig dafür entscheidet ständig ein Kopftuch zu tragen und das auch konsequent durchzieht.
Für die meisten Menschen ist es aber ein Zeichen von “Schwäche” ein Kopftuch zu tragen. Außerdem symbolisiert es Unterordnung, Unterwerfung und Demut und es steht für eine devote Haltung und Lebensweise der Trägerin.
Ich habe nichts gegen solche Eigenschaften, bei  meiner Frau Mira mag ich sie sogar sehr, aber das bin ich selbst nicht.
Ich bin nicht schwach, unterwürfig, demütig und devot und ich ordne mich auch nicht gern unter.
Ich bin eigentlich eher eine starke und selbstbewusste Frau, die eher dominant ist und gern bestimmt. Aber jetzt wo ich ein Kopftuch tragen muss und gar keine andere Wahl habe als es zu tragen, fühle ich mich damit in der Tat schwach, machtlos und demütig, weil ich es jetzt tragen muss - ich muss mich unterordnen und mich den gängigen Bekleidungsvorschriften und Benimmregeln, die jetzt für mich als Kopftuchträgerin gelten unterwerfen und sie befolgen.
Es zwingt mir also Charakter-Eigenschaften auf die ich eigentlich gar nicht habe und drängt mir eine ganz neue Rolle auf, nämlich die, der schwachen, schüchternen, unterwürfigen und demütigen Frau, die einen devoten Lebensstil hat, was durch das Kopftuch ausgelöst, verstärkt und nach außen hin symbolisiert wird.
Es macht mir nichts aus mich so zu fühlen, oder das andere mich so sehen, es ist nur ungewohnt für mich - und am Anfang hab ich mich ein wenig dafür geschämt, daß ich mir freiwillig diese eher unfeministischen und unemanzipierten Eigenschaften aufzwingen lasse. Dabei sind das doch Eigenschaften, die man naturgemäß uns Frauen zuschreibt oder zumindest von uns erwartet.
Und manchmal hat es ja auch was gutes, wenn man diese Rolle für sich annimmt und so seine wahren Charaktereigenschaften und Persönlichkeit vor anderen verbirgt. Und ich muss den Leuten noch nicht mal was vormachen, denn durch das Kopftuch sehen sie mich so und ich fühle mich, dadurch das ich das Kopftuch trage, auch selbst irgendwie so.

Es ist schon sehr interessant, was das Kopftuch mit mir macht, wenn ich es den ganzen Tag trage und da ich es tragen muss, weil ich es versprochen habe und mich deswegen dazu verpflichtet fühle es zu tragen, habe ich auch gar keine andere Wahl als es zu tragen und kann mich der Wirkung, die das Kopftuch auf mich auch nicht entziehen. Man beschäftigt sich automatisch mit dem Kopftuch, wenn man es selbst trägt und wenn man es tragen muss, dann sucht man automatisch nach den positiven Seiten des Kopftuches, was es einem “leichter” macht es zu tragen bzw. es tragen zu müssen.
Wenn man sich damit beschäftigt, dann hilft einem das doch sehr dabei sich damit abzufinden ein Kopftuch tragen zu müssen. Hat man sich dann erstmal damit abgefunden es tragen zu müssen und sich daran gewöhnt, daß man es trägt, dann denkt man eigentlich kaum noch daran, daß man es trägt, es ist mir fast schon egal, daß ich es trage (bzw. es tragen muss) und es ist fast schon etwas völlig normales für mich.
Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden momentan ein Kopftuch tragen zu müssen und habe mich schon so daran gewöhnt, daß ich es trage, daß ich gar nicht mehr daran denke, daß ich ein Kopftuch trage, wenn ich mit Mira unterwegs bin. Ich vergesse total, daß ich ein Kopftuch trage und denke gar nicht mehr daran, daß mich die Leute ja mit Kopftuch sehen. Deswegen wunder ich mich manchmal, wenn ich blöd oder überrascht angesehen werde - bis mir dann einfällt, daß ich ja ein Kopftuch trage und das es wohl daran liegen muss.

Dabei hab ich mich in den ersten Tagen mit Kopftuch noch dafür geschämt, daß ich ein Kopftuch trage und es war mir irgendwie peinlich, daß ich es tragen muss. Wenn ich es nur just for fun zu meinem und Amirahs Vergnügen getragen habe, war das nie so - da hab ich mir aber um das Kopftuch oder was andere deswegen von mir denken, auch keine großen Gedanken gemacht. Aber nun, wo ich es 3 Wochen lang tragen muss und keine andere Wahl habe, mache ich mir schon mehr Gedanken darüber. So habe ich in den ersten Tagen gedacht, daß mir jeder zweite oder dritte doch förmlich ansehen muss, daß ich das Kopftuch im Moment tragen muss und sie sich ihren Teil dazu denken. Das ist zwar Blödsinn, aber mir diese Vorstellung trotzdem unangenehm und peinlich und ich hab mich irgendwie dafür geschämt ein Kopftuch zu tragen, nicht zuletzt auch, weil es zur Zeit so einen schlechten Ruf hat und weil man mir halt ganz genau ansieht, daß ich Deutsche bin. Dabei wollte ich mich eigentlich gar nicht dafür schämen oder daß es mir peinlich ist ein Kopftuch zu tragen, im Gegenteil: ich bin sogar Stolz darauf, daß ich es trage und daß ich mich überhaupt traue das durchzuziehen, insbesondere, weil dabei für mich auch ein großes MUSS ohne Wahlmöglichkeit im Raum steht.
Naja, aber jetzt wo ich mich damit abgefunden habe, daß ich momentan ein Kopftuch tragen muss und mich daran gewöhnt habe, daß ich gerade ein Kopftuch trage, schäme ich mich auch nicht mehr dafür und es ist mir auch nicht mehr peinlich ein Kopftuch zu tragen.
Ich finde es schon erstaunlich, daß dieser Abfindungs- und Gewöhnungsprozess nur eine Woche gedauert hat - auch wenn er noch nicht ganz abgeschlossen ist, aber ich hätte echt nicht erwartet, daß das so schnell geht.

Es ist schon irgendwie ein sehr überwältigendes Gefühl (freiwillig) ein Kopftuch zu tragen, weil man es tragen will und möchte - es gleichzeitig aber auch tragen muss, weil man sich dazu verpflichtet hat und sich so dazu verpflichtet fühlt es zu tragen und keine andere Wahl mehr hat, als es zu tragen und gar nicht mehr anders kann (und darf). Das ist schon irgendwie ein faszinierend Zwiespalt das Kopftuch auf der einen Seite freiwillig zu trage, weil man es tragen möchte, es auf der anderen Seite aber auch tragen zu müssen, weil man dazu verpflichtet ist und sich dazu verpflichtet fühlt.
Au#erdem ist es sehr faszinierend, was das Kopftuch mit mir macht, wenn ich es trage. Als ob es mich zu einem ganz anderen Menschen macht und mir die Eigenschaften, die man von einer Kopftuchträgerin erwartet, förmlich aufzwingt, bzw. kommt es mit dem anlegen des Kopftuches ganz automatisch, daß ich mich schüchtern, klein, unterwürfig, demütig - ja geradezu schon ein wenig devot fühle - Eigenschaften die normalerweise nicht auf mich zutreffen, die ich ich aber automatisch für mich zusammen mit dem Kopftuch anlege. Außerdem finde ich es schön, daß ich durch das Kopftuch und die lange, bedeckende, bescheidene Muslima-Mode in der Öffentlichkeit stets anständig, züchtig und sittsam gekleidet bin, weil mein Aussehen, meine Schönheit und mein Körper mit seinen weiblichen Reize stets sorgsam bedeckt sind. Das erweitert, selbst in der Öffentlichkeit meine Privatsphäre auf meinen ganzen Körper und mein Aussehen - mein Körper und mein Aussehen gehören mir ganz allein und ich kann selbst bestimmen, wer meinen Körper oder Teile davon zu sehen bekommt und wer mich ohne Kopftuch sehen darf. Etwas wohltuendes, in einer Zeit, wo jede Frau versuch, sich selbst, ihr Aussehen und ihren Körper bestmöglich zur Schau zu stellen.

Naja, mal schauen, was die nächsten beiden Wochen mit Kopftuch, als Kopftuchträgerin und Kopftuchmädchen noch für mich bereithalten. Die Weihnachtsfeiertage und Silvester werden sicher nochmal etwas besonderes für mich sein. Heiligabend wollen wir allein verbringen, das wird sicher toll, wenn wir beide schöne Kleider und Kopftuch tragen, allerdings wollen wir abends in die Kirche zum Gottesdienst, das wird für mich sicher komisch sein mit Kopftuch - Mira war ja schon öfter mit Kopftuch in der Kirche.
Am ersten Weihnachtstag sind wir bei Mira’s Mutter zum Essen eingeladen - ihre Schwester wird auch da sein. Die Beiden haben mich schon öfter mit Kopftuch gesehen, von daher wird das nichts besonderes sein.
Am 2. Weihnachtstag sind wir bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und mein Bruder (vermutlich mit Freundin) wird auch da sein. Sie kennen Amirah nur mit Kopftuch und sind gewohnt sie mit Kopftuch zu sehen und sie wissen auch daß ich das Kopftuch in diesem Weihnachtsurlaub konsequenterweise ständig, imm und überall trage und daß ich deswegen auch mit Kopftuch zum Essen komme. Sie haben kein Problem damit, sie kennen das ja schon vom letzten Jahr und sind schon ganz gespannt, mich wieder mit Kopftuch zu erleben - aber mich wird es trotzdem irgendwie komisch sein. Mal schauen wie es wird.
Und dann ist da ja noch die Silvesterparty mit unseren Freundinnen. Sie wissen zwar schon Bescheid, daß ich Kopftuch tragen werde, die meisten haben mich aber noch nie mit Kopftuch gesehen. Mal sehen wie das so wird. Außerdem werde ich mich auf der Party mit Alkohol zurückhalten müssen, denn es ist schon etwas unpassend als Kopftuchträgerin Alkohol zu trinken und außerdem wäre es auch unpassend als Kopftuchmädchen angetrunken oder gar betrunken zu sein. So wird sich das also auf ein paar Gläschen beschränken und ansonsten werde ich mich an Anti-alkoholische Getränke halten. Mal sehen, wie das so wird.


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Meine Ehefrau mit Kopftuch im Weihnachtsurlaub

Meine Partnerin: Kopftuch tragen im Weihnachts-Urlaub




Meine Frau und ich haben jetzt 3 Wochen Urlaub: diese Woche, also die Woche vor Weihnachten, die Woche nach Weihnachten und die Woche nach Sylvester & Neujahr, welches ja die erste Woche vom neuen Jahr ist.



Sie trägt jetzt unseren ganzen Urlaub über ein Kopftuch und Muslima-Mode, also zum Kopftuch passende lange, bedeckende und bescheidene Kleidung - auch über Weihnachten, wenn wir uns mit unseren Familien treffen - aber halt auch bei Treffen und Unternehmungen mit unseren Freundinnen und auch zu der Sylvesterparty mit unseren Freundinnen, zu der wir eingeladen sind, wird sie ein Kopftuch tragen und sich so kleiden.
Sie überlegt schon länger, ob sie das in diesem Weihnachtsurlaub wieder machen soll, denn im letzten Weihnachts-Urlaub hat sie auch schon die ganze Zeit über ein Kopftuch getragen.



Anfang des Monats hat sie sich dann endlich dazu entschieden, in unserem Weihnachts-Urlaub auch wieder ein Kopftuch tragen zu wollen und hat mich gebeten, für sie schon mal ein paar lange Kleider,  Röcke, Oberteile und Kopftücher heraus zu suchen und ihr ein paar schöne Kopftuch-Outfits zusammen zu stellen, die sie in ihren 3 Wochen als Kopftuchmädchen tragen kann.
Natürlich hat sie auch selbst ein paar passende Röcke, Kleider und Oberteile, die sie tragen wird, aber obwohl sie schon seit ca. 3 Jahren selbst nur noch Röcke und Kleider trägt hat sie nicht allzu viel lange Sachen, die geeignet wären, da sie sich ja eben eher wie eine ganz “normale” Frau kleidet und deswegen auch hauptsächlich knielange und kürzere Röcke und Kleider bevorzugt - lange Röcke und Kleider sind bei ihr eher die Ausnahme.
Sie könnte auch ohne Probleme einen knielangen Rock mit einer blickdichten, schwarzen Strumpfhose zum Kopftuch tragen - das ist aus meiner Sicht vollkommen okay (trage ich ja selbst auch manchmal) - aber meine Frau möchte halt lieber das volle Programm haben und lange Kleidung tragen, damit bei ihr auch “das richtige Feeling aufkommt” wie sie sagt.



Sie hat sogar extra ihren Kleiderschrank umgeräumt: auf der einen Seite sind die Sachen, die sie als Kopftuchmädchen nicht tragen kann und auf der anderen Seite sind Pullis, Shirts, Blusen, Röcke und Kleider, die sie auch auch Kopftuchträgerin tragen kann und darf - ist allerdings nicht viel, abgesehen von den Shirts und Pullis, sodaß auch noch Platz für meine Klamotten, die ich für sie rausgesucht habe, war. Die hatte ich im Kleiderschrank im Gästezimmer untergebracht - die habe ich dann am Wochenende in den Kleiderschrank meiner Frau eingeräumt.
Die Türen von den Fächern, wo ihre “normale” Kleidung drin ist, die sie als Kopftuchträgerin nicht tragen kann, hat sie am Samstag abgeschlossen und sie hat mir die Schlüssel zur Aufbewahrung gegeben, mit der Order sie ihr unter keinen Umständen vor Ende unseres Urlaubs und der 3 Wochen wieder zu geben - sie möchte nämlich gar nicht mehr die Möglichkeit haben, ihre “normale” Kleidung zu tragen, denn dieses Jahr soll es für Sie etwas anders laufen mit dem Kopftuchtragen. 


Letztes Jahr hat sie das Kopftuch die drei Wochen über nur “just for fun” getragen, weil es ihr Spaß gemacht hat mit mir zusammen Kopftücher zu tragen - es war für Sie ein rein modisches Ding und absolut freiwillig - sie hätte auch jederzeit was anderes anziehen oder ohne Kopftuch weggehen können. Sie war nicht dazu verpflichtet es zu tragen und es wäre vollkommen okay gewesen, wenn sie ihr Kopftuch mal nicht getragen hätte und eventuell was ganz anderes, wie einen kurzen Rock angezogen hätte. 

Diesmal möchte Sie das Kopftuch gerne konsequent die ganzen 3 Wochen lang tragen “müssen” - ohne jede Ausnahme, also keinen Tag ohne Kopftuch und auch an keinem Tag irgendwas anderes tragen. Außerdem wird sie ihr Kopftuch von morgens bis abends tragen, auch wenn wir Zuhause sind, sie wird das Haus nicht verlassen, ohne ein Kopftuch zu tragen und sie wird es die ganzen 3 Wochen nur Zuhause abnehmen und nur vor mir, ihrer Ehefrau - ich bin in den ganzen 3 Wochen die Einzige, die sie ohne Kopftuch sehen sollte und sehen darf.
Sie möchte die Gelegenheit nutzen, mal für eine etwas längere Zeit ein Kopftuch zu tragen. Und drei Wochen sind ja doch schon eine lange Zeit, für eine Frau, die sonst eigentlich kein Kopftuch trägt.
Sicher trägt sie es hin und wieder auch selbst einmal, wenn wir etwas zusammen unternehmen, aber das ist dann nur mal für einen Abend oder vielleicht auch mal für einen Tag - seltener mal ein ganzes Wochenende über. Aber ein paar Wochen lang ständig, immer und überall ein Kopftuch zu tragen, das macht sie sonst ja eigentlich nicht. Außerdem findet sie es schön, mit mir zusammen ein Kopftuch zu tragen, das findet sie toll und das macht ihr Spaß.
Sie möchte mal wissen, wie das so ist 3 Wochen lang ganz konsequent immer und überall ein Kopftuch zu tragen und nicht ohne Kopftuch aus dem Haus zu gehen und wie das so ist, wenn man es 3 Wochen lang (auf freiwilliger Basis) tragen muss, weil man dazu verpflichtet ist und sich dazu verpflichtet fühlt - was sie ja ist, weil sie sich freiwillig dazu verpflichtet hat das Kopftuch die 3 Wochen lang ständig zu tragen. 



Was möchte sie damit bezwecken?

Zum einen möchte sie das machen, weil sie Spaß daran hat, mal für 3 Wochen etwas tun zu müssen, was sie normalerweise eben nicht tut bzw. sich mal für 3 Wochen so kleiden zu müssen, wie sie sich normalerweise nicht kleidet.
Sie mag das Kopftuch zwar an mir sehr gerne und versteht auch meine Beweggründe, es zu tragen, aber sie kann es sich für sich selbst - außer halt hin und wieder mal nen Tag oder auch mal für ein Wochenende - gar nicht so recht vorstellen, zumindest nicht als ständigen Begleiter.
Sie möchte wissen, wie es ist, ein Kopftuch mal über eine längere Zeit jeden Tag zu tragen und möchte wissen, wie es ist, wenn man es (auf freiwilliger Basis) tragen muss, weil man sich eben - warum auch immer - dazu verpflichtet fühlt, es zu tragen.


Sie möchte mal am eigenen Leib erfahren, wie das ist ständig ein Kopftuch tragen zu müssen und gar keine andere Wahl mehr zu haben, weil man dazu verpflichtet ist bzw. sich dazu verpflichtet fühlt. Sie möchte wissen, was das mit ihr selbst macht, wie sich das anfühlt und wie andere Menschen auf sie mit dem Kopftuch reagieren und sie behandeln.
Außerdem möchte sie herausfinden ob man sich unter diesen Umständen, aus dieser (freiwillig) eingegangenen Verpflichtung heraus, (schneller) daran gewöhnen und damit abfinden kann ein Kopftuch zu tragen oder es halt tragen zu müssen.
Und sie möchte herausfinden ob nach dieser, für sie doch recht langen Zeit, schon ein Gewöhnungseffekt an das Kopftuch bzw. das Kopftuchtragen eintritt.


(Ich habe mal erwähnt, das ich mich mittlerweile schon so sehr an das Kopftuch gewöhnt habe, daß ich gar nicht mehr ohne Kopftuch sein könnte - und daß ich mich schon gleich am Anfang recht schnell an mein Kopftuch als neue ständige Kopfbedeckung und Kopfschmuck gewöhnt habe. Dem möchte sie natürlich bei der Gelegenheit auch gleich nachgehen.) 







Sie möchte selber mal erleben, was man so erlebt, wenn man ein Kopftuch trägt und nicht mehr zur Mehrheit der Gesellschaft gehört.
Sie möchte selbst spüren, wie Menschen auf sie mit Kopftuch reagieren und wie sie Sie behandeln, wenn sie selbst ein Kopftuch trägt.
Sie möchte spüren, wie es ist selbst mal ständig ein Kopftuch zu tragen und sie möchte erleben, wie es ist, ein Kopftuch (freiwillig) tragen zu müssen, weil man sich dazu (aus verschiedenen Gründen) verpflichtet fühlt.
Sie möchte selbst erleben und erfahren, wie es für sie ist, für eine gewisse Zeit mal keine andere Wahl und keine andere Möglichkeit zu haben, als ein Kopftuch tragen, ganz egal was sie tut und wo sie hingeht, weil sie sich dazu verpflichtet fühlt, es zu tragen und es deswegen auch tragen muss - und auch gar nicht anders kann.
Sie möchte selbst mal eine Weile unter dem Kopftuch “eingesperrt” sein und die Welt unter dem Kopftuch erleben um mal eine Weile in meine Welt einzutauchen.



Sie möchte halt mal wissen, wie das für mich, als ihre Partnerin so ist. Sie akzeptiert und respektiert es zwar, dass ich ein Kopftuch trage und es gefällt ihr auch sehr gut, daß ich es trage:
sie mag wie ich damit aussehe und findet es toll, daß mich eben nicht jeder ohne mein Kopftuch sehen kann und darf.
Sie weiß über die Hintergründe bescheid und sie kennt meine Beweggründe ein Kopftuch zu tragen und sie weiß aus welchen Gründen ich mich zum Tragen meines Kopftuchs verpflichtet fühle und warum es mir persönlich gefällt es zu tragen und es tragen zu müssen - oder mir zumindest vorzustellen, daß ich ein Kopftuch tragen muss.
Sie kennt auch viele meiner Erlebnisse mit dem Kopftuch und die Reaktionen der Leute auf mich mit Kopftuch, aus meinen Erzählungen. Aber sie kennt es eben nur vom hören-sagen und nicht aus ihrer eigenen Erfahrung heraus - und das möchte sie jetzt halt mal nachholen indem sie es selbst mal erlebt und und am eigenen Leib spürt, wie das so ist.
Sie möchte mich besser verstehen können und sich in manchen Situationen besser in mich hinein versetzen können und das kann sie eben nur, wenn sie es selbst mal erlebt hat und aus der eigenen Erfahrung kennt. Das find ich wirklich toll.


Sie möchte in Zukunft in der Freizeit öfter mal ein Kopftuch tragen - oder könnte sich das zumindest für sich vorstellen - und möchte jetzt die Gelegenheit nutzen, es einmal ganz intensiv für sich auszuprobieren und zu erleben - und sie möchte sich vorab schon mal ein wenig daran gewöhnen es zu tragen.
Allerdings ist sie sich noch nicht so sicher, ob sie es nur dann öfter tragen möchte, wenn sie mit mir zusammen ist und mit mir zusammen etwas unterwegs ist und etwas unternimmt oder ob sie  generell für sich selbst öfter ein Kopftuch tragen würde - auch wenn sie allein unterwegs ist.


Klar ist auf jeden Fall, das sie es nicht, wie ich, immer und ständig tragen könnte, das würde wegen ihrem Job schon gar nicht gehen, wo sie auf gar keinen Fall ein Kopftuch tragen könnte. Allein deswegen wäre das Kopftuchtragen bei ihr nur auf die Freizeit beschränkt. Aber, sie möchte es ja auch gar nicht ständig tragen - sie würde es in Zukunft halt nur gerne in der Freizeit ein wenig öfter tragen als bisher und möchte jetzt diese 3 Wochen auch dazu nutzen, herauszufinden, ob das überhaupt etwas für sie wäre. 



Wie dem auch sei, mir gefällt das total gut, daß sie die nächsten 3 Wochen, genau wie ich, ein Kopftuch tragen will und das mit mir zusammen erleben will. Ich freu mich schon total darauf, sie so zu erleben, sie dabei zu unterstützen und ihr dabei zu helfen.
Es werden bestimmt 3 sehr schöne und interessante Wochen für uns werden - ich finde das total faszinierend und reizvoll, das mit ihr zusammen zu erleben, vor allem auch über Weihnachten.

Ich finde es auf jeden Fall toll, das meine Frau die nächsten 3 Wochen auch eine Kopftuchträgerin sein wird und das wir dann beide Kopftuchmädchen sind - so als Liebespaar eben.
Wir kriegen das zusammen schon hin, da bin ich ganz zuversichtlich.
Vielleicht kann ich sie ja dazu bringen, hier mal ein wenig von ihren Eindrücken und Erfahrungen zu berichten - aber Versprechen kann ich noch nichts, das hat ja beim letzten Mal leider auch nicht geklappt.

Hier zum Schluss noch ein paar winterlich, weihnachtlich Kopftuch-Stylings und Kopftuch-Mode Ideen (Winter Hijab-Fashion): 




































Montag, 14. August 2017

Wer darf mich ohne mein Kopftuch sehen?

Wer darf mich ohne Kopftuch sehen?
Das ist generell etwas kompliziert. Als Kopftuchträgerin darf und will ich mich generell Männern nicht unbedeckt ohne mein Kopftuch zeigen - ausgenommen mit mir verwandte Männer oder eben mein Partner, Verlobter oder Ehemann. Da ich keine Beziehung mit einem Mann habe, gibt es keinen Mann, für den ich es abnehmen würde. Und das ich es vor Verwandten Männern extra abnehme kommt eher selten vor. Wenn Verwandte mich Zuhause besuchen und ich gerade kein Kopftuch trage, dann würde auch nicht extra eins aufsetzen und würde sie ohne mein Kopftuch empfangen, da sie mich ja ruhig ohne Kopftuch sehen können und dürfen. Kommt aber auch eher selten vor.
Ich kann also sagen, daß mich Männer eigentlich generell nicht ohne Kopftuch zu sehen bekommen, weil ich eben eine Kopftuchträgerin bin und es sich für mich nicht gehört, mich Männern ohne Kopftuch zu zeigen oder es in Gegenwart von Männern abzunehmen oder keins zu tragen. Das ist halt so und ich will es auch gar nicht anders. Außerdem lebe ich in einer lesbischen Beziehung und bin mit einer Frau verheiratet, da ist es sowieso nicht angebracht, mich vor Männern in irgendeiner Form zur Schau zu stellen, erst recht nicht ohne Kopftuch, das macht ein Kopftuchmädchen halt nicht.
Als ich noch mit meinem Ehemann bzw. Dauer-Verlobten (wir haben Ringe getauscht und uns eine Art Eheversprechen gegeben, aber das nur im privaten Rahmen und nicht offiziell - wir waren also nur unter uns “symbolisch” verheiratet) zusammengelebt habe, da war er der einzige Mann, vor dem ich mein Kopftuch abgenommen habe - er war der einzige Mann, der mich überhaupt ohne mein Kopftuch sehen durfte - und natürlich noch mehr.
Ihn hat das unheimlich Stolz gemacht und er fand es toll, das nur er mich ohne mein Kopftuch sehen durfte und andere Männer nicht - er fand es toll, daß er diesen Anblick nicht mit anderen Männern teilen mußte und das ihm das ganz allein gehörte.
Für mich war es okay, mich nur ihm, als einzigem Mann, ohne Kopftuch zu zeigen, denn ich vertraute ihm und das was das Kopftuch verbarg war ja auch einzig und allein für seine Augen bestimmt, da er mein Geliebter und fester Partner war. Für ihn hab ich Zuhause auch zu besonderen Gelegenheiten oder wenn mir danach war, kurze Röcke und Kleider getragen und wenn ihm gefiel, was er sah oder ihn das sogar erregt hat, dann war das okay, er durfte das ja, denn er war ja mein Partner und “Ehemann”.
Allerdings hab ich auch Zuhause oft einen langen Rock oder ein langes Kleid und dazu ein einfaches Kopftuch (Al-Amirah Easy-to-wear Two-Piece Hijab) getragen - er mußte mich manchmal schon förmlich bitten, das Kopftuch für ihn abzunehmen, mir was leichteres anzuziehen oder mich einfach nur für ihn auszuziehen.
Zum einen fand ich es bequem und gemütlich, auch zu Hause lange Kleider und ein einfaches Kopftuch zu tragen - und zum anderen bin ich der Meinung, daß der Partner irgendwann abstumpft, wenn Er die Partnerin zu oft freizügig und leicht bekleidet sieht. Dieser Anblick ist fast immer verfügbar und irgendwann hat er sich dann daran sattgesehen, sodaß ihn auch kurze Röcke und Kleider oder scharfe Dessous nicht mehr oder nur selten vom Sofa locken.
Wenn ich allerdings von mir aus mal das Kopftuch Zuhause abgenommen habe und ein kurzes Kleid für ihn angezogen habe, dann hat ihn das immer gefreut und er konnte sich kaum an mir satt sehen. Er hat das natürlich als Einladung gesehen - und das war es ja im Prinzip auch….
Naja, aber genug zu meinem Intimleben.
Nachdem ich angefangen habe Kopftuch zu tragen und auch in der Zeit als ich mit meinem “Mann” zusammen war, hab ich mein Kopftuch immer bedenkenlos abgenommen oder gar nicht aufgesetzt, wenn ich nur mit anderen Mädchen oder Frauen zusammen war - wozu auch?! Aber obwohl ich selber Bi-sexuell bin, hab ich mir nie so wirklich Gedanken darüber gemacht, was denn eigentlich mit Frauen ist, die an anderen Frauen interessiert sind: sprich also bisexuelle Frauen, die nicht mit einem Mann zusammen sind oder lesbische Frauen?! Da habe ich nie so wirklich drüber nachgedacht, bis ich vor Jahren, nachdem mein “Mann” und ich uns getrennt haben mal eine interessante Diskussion mit ein paar Freundinnen zu dem Thema hatte.
Streng genommen muss man als Kopftuchträgerin, Frauen, die an anderen Frauen interessiert sind wie Männer betrachten, da sie sich, wenn ihnen eine Frau, und das was sie von ihr sehen, gefällt ähnliche Gedanken und Fantasien zu dieser Frau machen wie Männer, vielleicht nicht ganz so extrem, aber sie machen sich schon sündige erotische Gedanken. Bei einer Hetero-Frau ist das vielleicht nicht ganz so schlimm, da die andere bei ihr eh keine Chancen hätte - auch wenn der Inhalt dieser Gedanken und Fantasien vielleicht peinlich und beschämend für sie wäre, erst recht, wenn sie selbst nicht auf Frauen steht,...
Nur was ist mit mir, als Bi-Frau?! Ich wäre, wenn das Interesse der anderen erstmal geweckt ist, für Verführungsversuche aller Art anfällig und würde nicht zuletzt auch in erotischen Fantasien die Hauptrolle spielen, in denen ich gar nicht mitspielen will.
Also, wenn man weiß, dass Frauen, die lesbisch oder Bi-sexuell und an Frauen interessiert sind, daß Kopftuch lieber auflassen oder schnell eins aufsetzen?! Sicher, das könnte man machen, aber ganz so einfach wollte ich es mir nicht machen, denn man kennt sich ja und so habe ich es dann eher davon abhängig gemacht, wie diejenige so drauf ist. Wenn ich wußte, daß sie nicht an mir interessiert ist oder mich nur als gute Freundin sieht, konnte sie mich auch gerne ohne Kopftuch sehen - warum auch nicht?!
Vorsichtiger war ich da dann schon bei anderen, die gerne mal Annäherungsversuche hier und da machten, ohne dass ich Interesse an mehr als nur Freundschaft hatte - diese hab ich dann wirklich wie Männer gesehen und mein Kopftuch lieber aufbehalten.
Wie wäre es aber in größeren Gruppen, wo man nur die Hälfte oder wenige der anwesenden Frauen kennt? Man weiß ja nicht, welche vielleicht an Frauen interessiert, also lesbisch oder Bi sind - man sieht das den Frauen ja nicht unbedingt an, welche sexuelle Orientierung sie haben. Und man kann ja auch schlecht in die Runde fragen, ob lesbische oder bisexuelle Frauen anwesend sind, da man gern das Kopftuch abnehmen würde - man würde vermutlich eh keine ehrliche Antwort bekommen, sondern nur verständnislose Blicke ernten.
Da war die einhellige Meinung unserer kleinen Diskussionsrunde, daß es in so einer Situation, wenn möglich und angebracht, das Kopftuch aufzubehalten - und wenn sowieso größtenteils eher fremde oder entfernt bekannte Frauen anwesend sind, warum sollte ich es dann überhaupt abnehmen und sie mich ohne mein Kopftuch sehen lassen?!
Ich habe über diese Diskussion noch oft nachgedacht und sie hat mein Verhalten doch sehr geprägt und beeinflusst, denn danach habe ich nicht mehr so leichtfertig und ungezwungen mein Kopftuch vor anderen Frauen abgenommen.
Lustigerweise ist die Beziehung zu meiner jetzigen Ehefrau​ eigentlich nur dadurch zustande gekommen, weil ich mein Kopftuch vor ihr abgenommen habe - ich wußte, daß sie lesbisch ist, habe mir aber nichts weiter dabei gedacht, weil ich sie zum einen nur als gute Freundin sah und zum anderen war ich ja auch ihre Untermieterin und Mitbewohnerin. Aber ihr gefiel was sie sah. Wir landeten schließlich mehrmals zusammen im Bett, bis wir beschlossen es als Liebespaar mit einer richtigen lesbischen Beziehung zu versuchen, wir wohnten ja auch schon zusammen. Es klappte mit uns ganz gut, sodaß wir uns verlobten und schließlich heirateten (naja, verpartnert, aber das ist oder war ja heiraten).
Und damit begann für mich ein neues Kopftuch Dilemma: ich bin ja eigentlich Bisexuell, also sowohl Heterosexuell, als auch Lesbisch, sprich ich will und kann mit Männern und Frauen, je nachdem wo die Liebe hinfällt. Mit anderen Worten, mir ist das Geschlecht meines Liebes- bzw. Lebensgefährten eigentlich egal, ich verliebe mich eher in die Person und das kann halt Männlein oder Weiblein sein. Einige Leute, die sich nicht als Bisexuell bezeichnen wollen, haben dafür auch mal den Begriff “Pansexuell” geprägt um deutlich zu machen, das dabei eben nicht das Geschlecht des anderen im Vordergrund steht.
Durch meine Hochzeit mit einer Frau habe ich jedoch meine sexuelle Orientierung auf Lesbisch festgelegt und mich so auch für alle Zeiten für Leute, die wissen oder erfahren, daß ich mit einer Frau verheiratet bin, als Lesbisch geoutet, was aber für mich vollkommen okay ist, denn wenn ich eine lesbische Beziehung mit einer Frau habe, bin ich nun mal per Definition Lesbisch. Und da ich nie etwas mit einem Mann anfangen würde, wenn ich mit einer Frau zusammen bin, erst recht nicht, wenn ich mit ihr verheiratet bin, kann ich auch nicht mehr Bisexuell oder Heterosexuell sein.
Kopftuchmädchen und Lesbisch, da ist es natürlich absolut Tabu für mich, das mich irgendein Mann ohne Kopftuch sehen darf, geschweige denn dass ich mein Kopftuch vor Männern oder in Gegenwart von Männern abnehme oder zulasse, daß ich erst gar nicht eins aufziehe, wenn männlicher Besuch kommt.
Das war schon mal der erste Punkt - nicht sonderlich dramatisch, da ich als Kopftuchträgerin mein Kopftuch eh nicht vor Männern abnehme und zulasse, daß sie mich ohne Kopftuch sehen.
Aber mir drängte sich noch eine andere Überlegung auf: wenn ich mit einem Mann verheiratet oder in einer ähnlichen festen Beziehung bin, dann ist er der einzige Mann, der mich ohne Kopftuch sehen darf, während andere Männer mich nicht ohne Kopftuch sehen dürfen.
Wie ist es aber wenn ich lesbisch und mit einer Frau verheiratet oder fest liiert bin? Hat sie dann nicht auch ein Anrecht oder einen Anspruch darauf, daß sie die einzige Frau ist, die mich, ihre Ehefrau unbedeckt und ohne Kopftuch sehen darf, während andere Frauen mich nicht ohne Kopftuch sehen dürfen und ich es in Gegenwart anderer Frauen trage?!
Ich habe mal wieder mit Freundinnen darüber diskutiert, die mir bestätigt haben, daß meine Überlegung natürlich im Ansatz richtig ist - bei genauer Betrachtung gilt das aber hauptsächlich eigentlich nur für Frauen, die auf Frauen stehen, also Bisexuelle und Lesben, die ja aber nicht die Norm sind und somit nicht so häufig vorkommen - während es sich natürlich bei den Männern anders verhält: die stehen fast alle auf Frauen, sodaß es hier natürlich sinnvoll ist in ihrer Gegenwart generell ein Kopftuch zu tragen um keine falschen Signale zu senden oder Begehrlichkeiten zu wecken.
Da man es den Frauen aber ja nicht ansieht, daß sie auf Frauen stehen bzw. ob sie bi, lesbisch oder hetero sind ist es vielleicht in der Regel doch besser, das Kopftuch bei Fremden, nicht näher oder nur entfernt bekannten Damen lieber aufzulassen oder sich eins umzubinden.
Generell ist es natürlich meiner Frau gegenüber nur fair, wenn sie als meine Ehefrau die einzige Frau ist, die mich ohne mein Kopftuch sehen darf - so wie ich es andersrum ja auch bei meinem Ehemann und mit anderen Männern machen würde.
Ich sprach natürlich mit meiner Frau darüber. Sie meinte aber nur, das sie es ja toll findet, daß ich ein Kopftuch trage und so - und daß sie es auch ganz sü# findet, daß ich mir da solche Gedanken darüber mache, aber wenn ich mein Kopftuch vor Männern trage und es in Gegenwart von Männern nie abnehme, dann sollte das doch eigentlich reichen. Sie kann und will nicht von mir verlangen, daß ich es auch vor anderen Frauen trage, was in ihren Augen auch etwas übertrieben wäre.
Ich habe mich aber letztendlich dennoch dazu entschieden, mein Kopftuch auch vor anderen Frauen zu tragen und es nur vor mit mir verwandten Frauen und einigen wenigen guten Freundinnen und natürlich meiner Ehefrau abzunehmen und mich ihnen unbedeckt ohne Kopftuch zu zeigen.
Tja, als lesbisches Kopftuchmädchen hat man es schon nicht einfach. ;-) Also, Männer dürfen mich generell nicht ohne Kopftuch sehen, weil ich mich als Kopftuchträgerin Männern nicht unbedeckt ohne Kopftuch zeigen darf und weil ich in einer lesbischen Beziehung lebe - da gibt es für Männer eben nichts zu gucken.
Und Frauen dürfen mich, bis auf wenige Ausnahmen, auch nicht ohne Kopftuch sehen, weil ich lesbisch bin und mit einer Frau verheiratet bin.
Mich dürfen nur meine Mama, meine Schwester, meine Tanten und Cousinen, meine Oma, meine Schwiegermama und einige wenige ausgewählte sehr gute Freundinnen und natürlich meine Ehefrau ohne mein Kopftuch sehen. Und genau dieser Personenkreis dürfte mich auch bedenkenlos leicht bekleidet oder sogar nackt sehen.
Es sind zwar wirklich nur sehr wenige, die mich überhaupt ohne Kopftuch sehen dürfen, aber mir macht das nichts aus, ich finde das ganz okay so - und ich will es ja letztendlich auch so, weil ich das so beschlossen und festgelegt habe.
Ich bin der Meinung, daß mein Aussehen mir gehört und meine Privatsache ist - und wer sich daran erfreuen oder gar erregen darf, das bestimme letzten Endes immer noch ich selbst und das Kopftuch gibt mir die Macht und die Möglichkeit dazu - und wer das nicht darf, der/die bekommt eben nur mein Gesicht und ein hübsches Kopftuch zu sehen. Außerdem würden meine knallrot gefärbten Haare ohne Kopftuch eh zu viel Aufsehen und Aufmerksamkeit erregen, da ist es ganz gut es zu tragen. Ich liebe diese Farbe einfach und meine Partnerin auch und als Kopftuchträgerin kann ich mir so eine auffällige Farbe ja auch erlauben.
Als Kopftuchträgerin bin ich ein wenig in meiner eigenen Einstellung dazu und in meinen eigenen Vorstellungen vom Kopftuchtragen gefangen, ich habe mich mittlerweile so sehr an das Kopftuch gewöhnt, daß ich damit vermutlich gar nicht wieder aufhören könnte oder davon loskommen würde - es gehört jetzt einfach zu mir und ich muß das Beste draus machen und richte es mir halt so ein, wie es mir am Besten gefällt. Was aber nicht heißen soll, daß ich mein Kopftuch nicht gerne trage - ich trage es sogar sehr gerne - ich liebe es einfach. Ich will und möchte es immer nochh ständig tragen und würde nicht damit aufhören wollen - und könnte das auch gar nicht. Ich will gar nicht mehr ohne sein. 

Deswegen gibt dieser Beitrag auch nur meine persönliche Meinung und meine eigenen Vorstellungen dazu wieder. Sicher wird es auch andere Meinungen und Vorstellungen dazu geben, vielleicht auch von offizieller Seite, aber das Kopftuch ist eben meine Sache, die ich nach meinen Vorstellungen händeln möchte.

Und zum Schluss möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich keine Muslima bin, sondern eine Christin(a), die ein Kopftuch trägt, deshalb kann ich mir auch einige Freiheiten, Ausnahmen und eigene Vorstellungen erlauben. Und ich darf unter anderem auch lesbisch sein und mich der gleichgeschlechtlichen Liebe hingeben, das ist keine Sünde, denn Gott hat mich so gemacht und mir die Möglichkeit dazu gegeben, das erleben und leben zu können.
Deswegen möchte ich auch darum bitten, auf Kommentare zu meiner lesbischen Beziehung oder meiner sexuellen Orientierung zu verzichten, denn das ist ganz alleine meine Sache und das hab ich selbst zu verantworten.