Hijab

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Sonntag, 23. August 2015

Neues Buch: Unter dem SCHLEIER DIE FREIHEIT


KHOLA MARYAM HÜBSCH - Unter dem Schleier die Freiheit

Khola Maryam Hübsch - Unter dem Schleier die Freiheit

Was der Islam zu einem wirklich emanzipierten Frauenbild beitragen kannDass ausgerechnet der Islam etwas zu einem emanzipierten Frauenbild beitragen kann, scheint mehr als abwegig. Gilt doch gerade er als einer der letzten Bastionen der Unterdrückung und Entwürdigung von Frauen. Khola Maryam Hübsch wehrt sich gegen diese in ihren Augen falsche und verkürzte Sicht auf den Islam. Klug hält sie unserer Gesellschaft einen Spiegel vor: Wie frei und gleichberechtigt sind Frauen in unserer sexualisierten Gesellschaft wirklich?

Kann das Tragen eines Kopftuches – wenn es freiwillig geschieht – nicht gerade ein Zeichen für weibliche Emanzipation und Freiheit sein? Und könnte sich ein modernes islamisches Frauenbild nicht auch positiv auf das Verhältnis der Geschlechter und das Gelingen von Partnerschaften auswirken? Ein scharfsinniges und streitbares Buch, das gängige Klischees infrage stellt und neue Perspektiven auf den Islam eröffnet.*** einzigartiges Beitrag zu einer aktuellen Diskussion.


Noch ein paar Gedanken und Ansichten von mir dazu.



Gestern ist mein bestelltes Buch "Unter dem Schleier die Freiheit" von KHOLA MARYAM HÜBSCH bei mir eingetroffen. Ich habe schon viel gutes über dieses Buch gehört und gelesen und habe die Autorin auch schon in ein paar Talkshows gesehen - ich mag ihre selbstbewusste Art und ihre moderne und selbstbewusste Einstellung zum Kopftuch.
Allerdings habe ich auch schon viele geteilte und auch oft negative Meinungen über dieses Buch gelesen, die mir aber oftmals eher von Vorurteilen gesteuert schienen.
Ich möchte es nun gern selbst mal lesen, um zu sehen, wie es ist und wie ich es selbst finde.
Außerdem bin ich mal gespannt, was ich vielleicht als nicht-muslimische, Kopftuch-tragende Frau, daraus für mich mitnehmen kann. 
Ich trage zwar ein Kopftuch und kleide mich wie eine Muslima körbedeckend, nach der selben Mode, die ich auch gern als "Muslima-Style" bezeichne, aber ich bin selbst keine Muslima, sondern Christin - und Deutsche. Um das Kopftuch und diese Mode zu tragen, ist es wie ich finde nicht unbedingt notwendig, die Religion zu wechseln und einen anderen Glauben anzunehmen, zumal Christen und Muslime ja eh an den selben Gott glauben - nur die Art den Glauben zu praktizieren und zu Leben ist eben eine andere. 
Dennoch denke ich, daß auch eine Christin das Kopftuch und die Hijab-/ Kopftuch-/ Muslima-Mode tragen kann, wenn sie es möchte. Zumal ich es ja auch aus ähnlichen Gründen, wie eine Muslima trage. Meine Beweggründe sind dabei ähnlich. 
Und die Gründe und Hintergründe, warum eine Frau ein Kopftuch tragen und sich und ihren Körper bedecken und vor Fremden Blicken schützen sollte, kann ich sehr gut verstehen und nachvollziehen. Und mit der Art und Weiße, wie muslimische Frauen sich selbst sehen, kann ich mich gut identifizieren. Wir Frauen sind nun einmal das schwache und hübschere Geschlecht, welches in einer von Männern dominierten und von den Medien, Industrie und Werbung sexualisierten Welt einen besonderen Schutz benötigt - es ist keine Schande sich das einzugestehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, die zum einen aus einer Bedeckung der weiblichen Reize vor fremden Blicken, einer entsprechenden Einstellung und besonderen Verhaltensregeln und Vorschriften bestehen. 
Und danach kann man sich auch richten, ohne eine Muslima zu sein, wenn man das gern möchte.
Ich vergleiche das gern mit dem "Recht am eigenen Bild": Wenn mich jemand ohne meine Erlaubnis fotografieren will, dann ich das demjenigen verbieten, oder dagegen vorgehen. denn ich habe alle Rechte an meinem Körper und meinem Aussehen. Wenn ich unterwegs bin und mich jemand genauer betrachtet verhält sich das ähnlich, allerdings kann ich es demjenigen nicht verbieten, mich genauer anzusehen, aber ich kann Maßnahmen ergreifen, um andere daran zu hindern Dinge von mir und meinem Körper zu sehen, die sie nicht sehen sollen. Es ist mein gutes Recht selbst zu bestimmen und zu entscheiden, was und wieviel andere von mir sehen können und sehen sollen. 
Und wenn ich die weiblichen Reize meines Körpers, die insbesondere fremde Männer interessieren, bedecken bzw. bedecken will, um sie daran zu hindern, genauer hinzuschauen, dann ist das mein gutes Recht. Und wenn ich meinen Kopf bedecke um anderen nicht mein komplettes Ausehen zu offenbaren, was auch insbesondere wieder die Männer interessiert - aber auch Frauen, die sich gern mit anderen vergleichen und messen wollen - dann ist das auch mein gutes Recht, sie daran zu hindern, alles von mir zu sehen. 
Ich bin frei selbst zu entscheiden, wie ich mich kleiden will und möchte. Und das ist jede andere Frau auch. 
Dennoch finde ich nicht, daß jede Frau sich so kleiden soll oder muß - es ist die freie Entscheidung einer jeden Frau sich so zu kleiden, wie sie es gerne möchte. Wenn sich eine Frau freizügig kleiden möchte und ihren Körper zeigen und präsentieren möchte, dann kann und soll sie das auch gerne tun - das ist ihr gutes Recht, denn sie kann ja selbst entscheiden, was sie anziehen will.
Aber wenn eine Frau die weiblichen Reize ihres Körpers nicht so gern zeigen möchte und sie lieber bedeckt hält und auch ihr komplettes Aussehen nur bestimmten Menschen zugänglich machen möchte, dann sollte sie das auch tun können und ihre Kleidung entsprechend wählen dürfen.
Von daher finde ich, dass es viel mit Freiheit, Emanzipation und Selbstbestimmung zu tun hat, wenn man sich als Frau dazu entscheidet ein Kopftuch zu tragen und seinen Körper zu bedecken - solange es eine Frau tut, weil sie es wirklich wirklich will und es ihre freie Entscheidung ist und sie es aus ihrem freien willen heraus trägt. 
Es war auch meine freie Entscheidung es zu tragen und mich so zu kleiden. Ich habe freiwillig damit angefangen es zu tragen und mache es auch weiterhin aus meinem freien Willen heraus. Ich bin davon überzeugt, dass es gut und richtig für mich ist es zu tragen und mir geht es gut damit und ich fühle mich wohl darin. Wenn ich das Kopftuch und die Muslima-Mode trage, dann fühle ich mich darin beschützt und geborgen, als wenn ich ein Schutzschild tragen würde. 
Außerdem mag ich die Mode - sie sieht so elegant, chic, schön, zeitlos und weiblich aus und ich mag das Tragegefühl dieser Mode - von oben bis unten in schöne Stoffe eingehüllt zu sein ist einfach wunderschön - und es erinnert mich immer darin, dass niemand etwas von mir sehen kann, was ER oder SIE nicht sehen soll. 

Da Frau HÜBSCH zu den modernen Muslimas gehört, die zwar Kopftuch tragen, aber ansonsten für einen modernen und gemässigten Islam stehen und diesen auch Leben, würde mich insbesondere ihre Meinung und Ansicht zum Kopftuch und zur weiblichen Bedeckung interessieren, der sie hier ja ein ganzes Buch gewidmet hat, in dem auch das was sonst noch so dazugehört, wie Liebe, Beziehung, Sexualität und Gesellschaft mit all ihren Randerscheinungen, wenn man sich als Frau so kleidet und Kopftuch trägt nicht zu kurz kommen.




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