Hijab

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Sonntag, 9. März 2014

Lebenszeichen,....

Ich habe hier schon seit einer langen Zeit nichts mehr gemacht. Das tut mir leid, da ich gern über mich und meine Geschichte und alles was damit zusammenhängt rede, berichte und diskutiere. Nun gut, allerdings hat mich wohl auch noch keiner wirklich vermisst - oder liege ich da falsch?!
Eigentlich hatte ich diesen Blog mal angefangen, weil ich gerne über mich, meine Art zu leben und mich zu kleiden berichten wollte und gehofft hatte so mit gleichgesinnten, interessierten oder zumindest mit anderen Kopftuch-tragenden Frauen in Kontakt zu kommen. Ich hielt es irgendwie für außergewöhnlich, daß ich Kopftuch trage und mich wie eine Muslima kleide (und im großen und ganzen auch wie eine lebe) - ohne eine Muslima zu sein. Wahrscheinlich ist es wohl auch außergewöhnlich, nur interessiert es anscheinend niemanden so wirklich. Und die, die es interessiert - interessiert es nur, damit sie ihre ablehnende Haltung zum Kopftuch zum Ausdruck bringen können, die sich meistens nur auf Vorurteile gründet - und wenn man genauer nachfragt, dann wissen diese Leute kaum etwas über das Kopftuch und dessen Hintergründe; nur halt das was sich auf die üblichen Vorurteile stützt: Kopftuch nur zur Unterdrückung der Frau da, Frauen werden dazu gezwungen es zu tragen, Kopftuch als Integrationsbremse, Kopftuch wird nur als religiöses oder gar politisches Symbol getragen - wer es trägt zeigt seine Unterstützung für radikales und fundamentalistisches Gedankengut, usw. und so fort.
Das eine Frau ein Kopftuch freiwillig und aus eigenem Antrieb tragen könnte, anstatt sich sexy und aufreizend zu kleiden und es gar ablehnt sich selbst für Fremde zur Schau zu stellen kommt den meisten dabei anscheinend gar nicht in den Sinn.

Aber für die, die es interessiert: Ja, ich lebe noch, bin immer noch mit meiner Partnerin zusammen und trage nach wie vor das Kopftuch und die Mode muslimischer Frauen mit großer Begeisterung, Liebe und Hingabe - und aus der Überzeugung heraus, daß es für mich so gut und richtig ist. Ja, ich betrachte es durchaus als Bereicherung für mich und mein Leben, mich wie eine Muslima zu kleiden und ein Kopftuch zu tragen - ich finde dies körperbedeckende Mode einfach toll und ein Kopftuch ist doch durchaus ein sehr schönes Accessoire, wenn es richtig gebunden ist und von Farbe und Muster zum Rest der Kleidung paßt. 

Ich liebe es einfach lange Röcke zu tragen - wobei ich damit schon so knöchel- oder bodenlange Röcke meine - und dazu eine langärmelige Bluse oder ein langärmeliges Shirt und das Outfit ist perfekt. Ich muß keine superkurzen Röcke tragen und dazu noch mit nackten Armen rumlaufen um glücklich zu sein - meine lange, alles bedeckende Mode reicht mir vollkommen und ist perfekt für nahezu jede Gelegenheit. Das ich mich freizügig kleide kommt nur selten vor, und auch nur wenn ich mit meiner Partnerin allein zu Hause bin oder wenn gute Freundinnen zu Besuch sind, aber das macht es wiederum auch zu etwas besonderem für mich, wenn ich mal einen kurzen Rock anhabe. 
Es ist halt Geschmackssache wie lang der Rock und die Ärmel sein sollen und wieviel eine Frau in der Öffentlichkeit von ihrem Körper und seinen weiblichen Reizen zeigen möchte - bei mir steht die Kleiderlänge in jeder Beziehung auf maximum, da ich Fremden in der Öffentlichkeit möglichst wenig von meinem Körper zeigen will.
Und dass ich dazu nun noch zusätzlich meine Haare bedecke und ein Kopftuch trage, ist eben eine ganz persönliche Sache für mich, die mich zum einen kleidet und verhindert, daß andere mein unbedecktes Haupt und meine Haare sehen können - die Tücher sind mit ihren verschiedenen Bindetechniken, Mustern und Farben sowohl meine Frisuren als auch meine Haarfarben und mir stehen damit nahezu unendliche Trage- und Stylingmöglichkeiten offen. Ich mag es eben einfach Kopftücher zu tragen - ich finde das es einfach nur schön aussieht - und es fühlt sich einfach unbeschreiblich gut beim tragen an. Wobei das aber wohl nicht nur am Tragegefühl des Tuches um den Kopf allein liegt - es ist wohl auch die Symbolik und die Bedeutung, die für mich hinter dem Kopftuch steht, die das Tragen für mich zu einem unbeschreiblich schönem Gefühl machen.
Neben der Tatsache, dass ich die Muslima-Fashion so schön finde, daß ich mich gern selbst so kleide und dass ich finde, dass das Kopftuch ein wirklich schönes, kleidsames und vielseitiges Accessoire ist - bedeutet es mir persönlich auch unheimlich viel ein Kopftuch zu tragen. Es hat mittlerweile eine ganz besondere und tiefe Bedeutung für mich - es hat für mich fast schon etwas spirituelles es anzulegen und es zu tragen. Ich habe es mir mittlerweile als eine Art Pflicht auferlegt es immer zu tragen und mich niemals unbedeckt in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Kopftuch bedeckt mich, kleidet mich und schützt mich, auch wenn es nur vor Blicken ist. Das ich meinen Kopf und meine Haare bedecke, drückt meine Demut, meine Ehrfurcht, meinen Respekt und meine Liebe zu Gott aus und erinnert mich immer wieder daran, wie klein und unbedeutend ich in dieser großen Welt bin und das ich mich deswegen in Zurückhaltung und Bescheidenheit üben sollte - und ich glaube, das kann ich mit gutem Gewissen auch als evangelische und mittlerweile gläubige Christin tun. Das ich das Kopftuch trage hat mich in der Tat mit der Zeit meinem Glauben und Gott wieder näher gebracht. Das ich vielleicht zum Islam konvertiere habe ich in der Vergangenheit zwar schön überlegt und auch wenn mich vieles an den Lebensumständen und der Lebensweise muslimischer Frauen fasziniert, so war mir schnell klar, dass eine Konversion für mich nicht in Frage kommt. Allerdings wollte ich mich gern weiter so kleiden und so leben und ich hatte im Hinterkopf, dass ich ja auch immer noch Christin war und bin. Also suchte ich nach Mitteln und Wegen Kopftuch, Kleidung, Kleidervorschriften und die muslimischen Regeln, Vorschriften und Lebensweisen, die ich durch das Tragen des Kopftuches zwangsläufig kopiert und angenommen habe - mit meinem eigenen Glauben zu verbinden und zu vereinbaren. Und ich habe da mittlerweile auch einen Weg für mich gefunden, bei dem alles paßt. Ich habe mittlerweile meinen Glauben an Gott wiederentdeckt und bete morgens und abends - man könnte also sagen, dass ich eine gläubige und praktizierende Christin bin, die ein Kopftuch trägt. Ich sehe es als ein Geschenk an Gott und die Erfüllung seines Willens an, dass ich das Kopftuch trage. 

Außerdem ist es ein Geschenk für meine Partnerin, dass ich das Kopftuch trage, denn ich trage es auch für sie, als Beweis für meine Liebe und Hingabe ihr gegenüber - kein Fremder in der Öffentlichkeit, keine Frau und erst recht kein Mann darf mich ohne Kopftuch sehen - nur sie und ein paar enge vertraute Verwandte und Freundinnen dürfen mich ohne Kopftuch sehen. Ich finde die Vorstellung unheimlich romantisch mein Aussehen in der Öffentlichkeit teilweise vor anderen zu verbergen und nur ihr alles zu zeigen.
"Alle können mich ansehen, aber nur sie kann mich sehen, wie ich wirklich aussehe."
Mein Aussehen gehört mir und ist meine Privatsache - somit dient das Tragen des Kopftuches auch ein wenig dem Schutz meiner Privatspähre. Und seien wir doch mal ehrlich: anderen, mehr oder weniger fremden Leuten in der Öffentlichkeit sollte es doch reichen, wenn sie mein Gesicht sehen können. Und die restlichen Kleidung, wie die langen Röcke schützen meinen Körper vor neugierigen Blicken - ich finde, das zur Schau stellen körperlicher Reize wie Bauch, Beine, Po, Brüste und Dekolleté hat nichts in der Öffentlichkeit verloren - zumindest für mich nicht, das sollte man auf den privaten Bereich beschränken und nur die Menschen sehen lassen, die es auch sehen sollen.
Außerdem möchte ich nicht nach meinem Aussehen beurteilt werden, sondern nach dem was ich tue, meinem Charakter und meinem Verhalten anderer gegenüber. Ich möchte nicht nach meinem Outfit, meiner Frisur oder meinem Makeup beurteilt werden - selbst wenn das das erste ist was andere von mir sehen, aber ich möchte bei diesem täglichem Schönheitswettbewerb und dem buhlen um die Aufmerksamkeit anderer allein durch das Aussehen nicht mit machen und habe dem schon lange durch das Tragen meines Kopftuches entsagt.
Und nicht zuletzt möchte ich mit meinem Kopftuch ein Zeichen setzen - es heißt doch: "Sagt Euren Frauen sie sollen ihre Tücher über sich ziehen, damit sie erkannt und nicht belästigt werden."
Ich möchte als ehrbare und sittsame Frau erkannt werden, die nicht zum flirten (mit Männern) bereit ist und deshalb sorgsam ihre weiblichen Reize und einen Teil ihres Aussehens verbirgt, damit sich niemand genötigt sehen muß sie wegen ihres Aussehens zu belästigen. Und ich muß sagen, durch diese Art der Kleidung hält man die Angriffsfläche für männliche Flirtversuche und Anmachen möglichst gering. 
Wie dem auch sei, ich kann auch mit Kopftuch hübsch sein und gut aussehen und fühle mich ausgesprochen wohl, wenn ich es trage.

Allerdings muß ich zugeben, dass ich im letzten Jahr oft an mir gezweifelt habe und mir nicht mehr sicher war, ob ich das richtige tue - ob es das richtige für mich ist das Kopftuch zu tragen und mich auch sonst wie eine Muslima zu kleiden. Das Muslime nichts dagegen haben, wenn man als andersgläubige das Kopftuch trägt und sich nach der Mode der Muslimas kleidet, weiß ich durch einige Freundinnen - im Gegenteil, viele freuen sich sogar darüber, wenn man sich als andersgläubige dafür interessiert oder sich entschließt sich ganz nach den Regeln ihres Glaubens zu kleiden, allerdings wird dann auch viel Wert darauf gelegt, dass man sich dann auch dementsprechend verhält, was aber ja eigentlich auch selbstverständlich sein sollte - für mich zumindest.
Nein, vielleicht war es eher die Angst was zu verpassen, wenn ich mich nicht zeige und zur Schau stelle bzw. mich nicht sexy und aufreizend kleide solange ich noch jung bin oder mir irgendwann was fehlt, wenn ich mich nicht wenigstens in jungen Jahren "normal" gekleidet habe. 
Und so habe ich immer mal wieder Klamotten von meiner Partnerin angezogen - kurze Röcke und Kleider, Kostüme mit kurzen Röcken, die Haare unbedeckt und offen oder hochgesteckt und bin dann nach der Arbeit oder am Wochenende so spazieren gegangen, hab mich in ein Café gesetzt und einen Kaffee getrunken und bin dann wieder nach Hause.
Wenn man so will also quasi ein umgekehrtes Kopftuchexperiment. Klar war es aufregend so auszugehen, wenn man sonst immer nur lange Kleidung und Kopftuch gewohnt ist, aber es war auch frustrierend, was ich teilweise erlebt habe: mir wurden Blicke zugeworfen, die ich so gar nicht kannte, wildfremde Männer glotzten meine Beine an oder versuchten mir im sitzen oder beim hinsetzen verstohlen unter den Rock zu gucken, manche kamen auch zu mir an den Tisch, machten mich nett an, oder auch weniger nett und das ein oder andere eindeutige Angebot war auch dabei- Und was mir teilweise auf der Straße zu- oder hintergerufen wurde möchte ich hier gar nicht wiederholen, dabei war ich gar nicht mal aufreizend gekleidet - kurzer Rock ja, aber sonst alles ganz normal. Und ich habe mich immer wieder gefragt, wie das eine normale Frau tagtäglich so aushält mit Kopftuch passiert mir sowas nie - da sind es eher die Kopftuch und islamfeindlichen Sprüche, die man sich gefallen lassen hat, was aber auch abgenommen hat, seitdem ich sichtbar eine Kette mit einem Kreuz um den Hals trage.
Nach solchen Ausflügen war ich immer frustriert, zum einen wegen der Reaktion der Leute und zum anderen auch Wegen der Erkenntnis das mein Kopftuch und meine Muslima-Mode eben doch am besten für mich sind - als wenn ich das nicht schon vorher gewußt hätte...
Noch schwerer wog danach allerdings das schlechte Gewissen, weil ich ohne Kopftuch rausgegangen bin, mich nicht an meine Kleidervorschriften gehalten zu haben und mich zur Schau gestellt und Teile meines Körpers gezeigt zu haben die sonst bedeckt sind. Hauptsächlich hatte ich dieses schlechte Gewissen natürlich mir selbst gegenüber, weil ich meine eigenen Prinzipien, Ansichten, Regeln und Vorschriften in Frage gestellt und verraten hatte. Aber auch Gott und meiner Partnerin gegenüber hatte ich ein schlechtes Gewissen, sind sie es doch neben mir selbst, die für die ich mich so kleide.
Schließlich kam es aber zu dem Schluß, dass es okay ist mal auszubrechen um seinen Weg zu finden - das Kopftuch hatte ich ja damals auch sehr oft ausprobiert, bis ich mir sicher war, dass es das richtige für mich ist und das es das ist, was ich will, ehe ich mich dafür entschieden habe es dauerhaft zu tragen.
Ich weihte schließlich auch meine Partnerin ein, sie war zwar zuerst etwas enttäuscht, das ich das hinter ihrem Rücken gemacht habe, aber sie sagte mir schließlich ihre Unterstützung zu, ganz egal was passiert - selbst wenn ich das Kopftuch ablegen sollte. Und so machte ich dann solche Spaziergänge ohne Kopftuch und im kurzen Rock fortan nur noch in Ihrer Begleitung. Der Zweifel am Kopftuch und der Reiz es abzulegen verloren sich so mit der Zeit auch wegen der Reaktion der Leute, die zwar in Begleitung meiner Partnerin nicht mehr so penetrant, aber trotzdem noch vorhanden waren.
In langer bedeckender Kleidung und mit dem Kopftuch fühle ich mich einfach besser, wohler und angezogener, als "normal" gekleidet und ich weiß jetzt, das das Kopftuch für mich das Beste und richtigste ist - ohne fehlt mir einfach was.
Allerdings gehe ich mit meiner Partnerin trotzdem hin und wieder noch mal "normal" gekleidet, mit kurzem Rock und ohne Kopftuch aus, wenn mir oder ihr danach ist, ganz einfach um den Bezug zu dem was unsere Gesellschaft als normal erachtet nicht zu verlieren und um dafür gewappnet zu sein, falls ich es doch mal ablegen will oder muss.
Das mit dem Kopftuch tragen, mit dem wie ich es trage, was ich dazu trage und meine Meinung, meine Ansichten dazu, die Hintergründe und die Regeln und Vorschriften, die ich für mich ausgewählt habe, um danach zu leben und sie in mein Leben einzubauen, mein Verhältnis zu Gott und zu meinem eigenen Glauben - auch im Zusammenhang mit dem Kopftuch - das hat sich ja alles über die Jahre entwickelt. Das nimmt man nicht von heute auf morgen für sich an - und legt es auch nicht einfach von heute auf morgen ab. Was nicht heißen soll dass ich das Kopftuch ablegen will - im Gegenteil ich trage es mit noch mehr Begeisterung, Liebe und Hingabe als vorher und ich glaube auch nicht, dass mich die Faszination und die Überzeugung mit der ich es trage je wieder los lassen. Ich bin stolz darauf, das ich ein Kopftuch trage und das ich eine sog. "Non-muslim Hijabi" bin.
Ich möchte nur vorbereitet sein für den Fall, dass ich es doch mal ablegen muß oder aus irgendwelchen Gründen Ablegen will.


Outfits wie dieses machen für mich die Faszination des Kopftuches aus: 
Ein superschönes langes Kleid mit einem in der Farbe und der Bindetechnik dazu passendem Kopftuch von http://www.inayahcollection.com



Maxikleid mit passendem Hijab by http://www.inayahcollection.com

Maxikleid mit passendem Hijab by http://www.inayahcollection.com

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Kommentare:

Amal hat gesagt…

Liebe Amirah (Diana),

heute habe ich zum ersten Mal einen deiner Artikel gelesen. Ich bin deinem Blog eher zufällig auf bloglovin begegnet und hab einfach mal "follow" gedrückt. Natürlich war das kein Zufall, denn daran glaube ich nicht ;)
Ich selbst bin Deutsche und Muslimin und trage seit einigen Jahren Kopftuch. Ich finde du bist eine sehr interessante Persönlichkeit und würde mich sehr freuen, wenn ich dich für ein Interview auf meinem Blog gewinnen könnte. Um was es genau geht, kann ich dir bei Interesse sehr gerne erklären.
Nun wünsche ich dir erst einmal einen sonnigen Start in die neue Woche!
Viele Grüße
Amal vom Hijabi Blog

Anonym hat gesagt…

Hey , ich finde deinen Blog sehr interessant, würde auch gerne persönlichen Kontakt zu dir aufbauen..

Amirah (Diana) hat gesagt…

@Anonym: Es freut mich, daß Du meinen Blog interessant findest. Und es schmeichelt mir, daß Du gerne einen persönlichen Kontakt zu mir aufbauen würdest. Nur wie bitte soll das funktionieren, da Du mir doch anonym geschrieben hast und mir weder den Link zu Deinem Blog, noch Deine Email-Adresse oder eine andere Möglichkeit Dich zu erreichen hinterlassen hast?! Ich weiß ja noch nicht mal Deinen Namen und ob Du männlich oder weiblich bist - was bei einem näheren Kontakt für mich ja nicht ganz unerheblich wäre.
Und hellsehen kann ich ja leider noch nicht - auch wenn ich manchen vielleicht wie eine Heilige erscheinen mag. Somit ist das also nicht der Beste Start. Eine andere Frage ist auch, wie Du Dir diesen persönlichen Kontakt vorstellst - Ich könnte mir allenfalls eine Konversation per Email vorstellen.
Kontaktiere mich am Besten noch einmal, lass mir Deine Email-Adresse zukommen, stell Dich kurz vor und lass mich wissen, was Dich interessiert und ich sehe, was ich für Dich tun kann.

From Anna with love hat gesagt…

Das sind sehr schöne und ausdrucksstarke Fotos :-)

Svenja hat gesagt…

Liebe Diana,

Ich bin gerade durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und lese seit etwa einer Stunde deine Beiträge der letzten Jahre. Vielen Dank dafür.

Deine Sehnsucht danach, dich zu verhüllen und eben nicht jeden alles sehen zu lassen, kann ich gut nachvollziehen und beschäftigt mich auch seit einer Weile. Den Schritt hin zum "dauerhaften" Kopftuch würde ich nicht tun, aber verstehen kann ich es sehr wohl. Ich selber bin weder Muslima, noch traditionell-konservativ erzogen. Ich trage gelegentlich ein Kopftuch als Accessoire, wenn es passt. Zum einen weil es schick ist und zum anderen, weil ich mich weigere anzuerkennen, dass Kleidungsstücke als politische, religiöse oder sonst wie geartete Symbole dienen.

Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass deine Geschichte ein Paradebeispiel der Emanzipation, der Gleichberechtigung und der Freiheit im Allgemeinen ist. Es ärgert mich fürchterlich, dass Feminismus und Emanzipation immer wieder mit freizügiger Kleidung, freier Liebe und der Aufgabe einer klassischen Frauenrolle zugunsten einer Männerrolle gleichgesetzt wird. Eine Frauenbewegung sollte stattdessen hinführen zu einem Zustand, in dem jede Frau und jeder Mann frei und ohne gesellschaftliche Zwänge seinen eigenen bevorzugten Lebensstil wählen kann. Eine Frau, die eine klassische Rolle als Hausfrau und Mutter wählt, sollte von der Gesellschaft ebenso geachtet werden, wie eine, die Karriere in der Geschäftswelt anstrebt. Leider ist das, glaube ich, nirgends auf diesem Planeten der Fall und so müssen wir wohl weiter hoffen, dass die Leute irgendwann verstehen, dass Freiheit nicht Gleichschaltung bedeutet.

Deine Wahl eines sittsamen Äußeren und eines gleichgeschlechtlichen Liebeslebens ist faszinierend. Danke also für dein ermutigendes Beispiel!

Nachgefragt hat gesagt…

Toller Blog, meine Frau trägt auch Kopftuch und wir sind keine Muslime. Es ist eben "unser Ding"
Hoffentlich geht's hier weiter,wäre schade wenn Du aufhören solltest.

Tom

Anonym hat gesagt…

Ja. Es wäre schade, wenn dieser Blog einschlafen sollte.

Tom. Toll, dass Du eine Frau hast, die "euer Ding" lebt. Ist eher selten, deshalb umso schöner.

Summasummarum

Fasziniert hat gesagt…

Da kann man nur sagen "ma sha'allah"!
Auch, oder gerade weil du keine Muslima bist!
Ich bin total begeistert von deiner Geschichte. Dich kann man sich hinsichtlich der Bekleidung absolut als Vorbild nehmen. Ich selbst bin (deutsche) Muslima, allerdings (noch) ohne Kopftuch. Meine Kleidung ansonsten ist aber absolut kopftuchtauglich, ich trage nur lang.
Ich häng irgendwie zwischen den Kulturen fest und lebe deshalb diesen (faulen) Kompromiss...und das zerreißt mich manchmal.
Ich wusste gar nicht, dass es Personen wie dich gibt, die das muslimische Kopftuch tragen, ohne Muslima zu sein. Ich bin fasziniert!
Mach weiter so :)
Ich bin stolz auf dich! Du hast denn umfassenden Sinn der muslimischen Kleidung absolut erfasst und sicherlich besser als so manche Muslima. Und das Beste: es hat dich näher zu Gott gebracht.
Ein ganz dickes "ma sha'allah" für dich!!!

Derya hat gesagt…

Dein Blog ist wirklich sehr interessant!
Ich finde es toll, wie du das durchziehst und, dass du so viel Unterstützung erhältst:)
Ich verstehe nur nicht warum du dich so wehement gegen die Einordnung in den Islam wehrst. Islam bedeutet Hingabe zum Schöpfer und ein Muslim ist ein, seinem Schöpfer ergebener Mensch.
So wie du das alles hier schilderst, vorallem, weshalb du dich für das Hijab entschieden hast und den Zusammenhang von Kopftuch und Gebet sind vollkommen identisch mit der muslimischen Überzeugung.
Ich würd das alles gar nicht so eng sehen^^ Wollt ich einfach nur loswerden.
Ich wünsche dir alles Gute und bleib stark!