Hijab

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Sonntag, 10. Oktober 2010

Ein Gedanke zum Kopftuch tragen...

Eine muslimische Autorin antwortete in einem Interview, ob sie Kopftuch trage wie folgt:


"Tragen Sie Kopftuch?"


"Nein. Für mich persönlich erfüllt die Verhüllung, die einst für muslimische Frauen vorgesehen war, nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Sie sollte in der Entstehungszeit des Islam Belästigungen durch Männer abwehren, signalisieren, dass man nicht zu den Prostituierten gehörte, und zeigen, dass man Muslima und zu respektieren war. Heute brauchen wir keine Verhüllung, um entsprechend behandelt zu werden. Ein angemessenes Auftreten reicht meines Erachtens völlig aus."


Eine tolle Sichtweise die sie da hat und eine tolle Einstellung. Ich bin auch der Meinung, das eine Muslima nicht unbedingt ein Kopftuch tragen muß und wenn, dann ist es ihre Entscheidung und sie sollte es freiwillig und von sich aus tun, weil sie es eben möchte.

Ich trage es ja auch, weil ich es schön finde und es tragen möchte - ganz freiwillig und von mir aus - auch wenn mir bewußt ist, daß ich weiterhin tragen muß. Es ist nun mal so: hat man einmal damit angefangen, so gibt es kein zurück mehr, aber das war mir auch schon damals vor 10 Jahren, wie ich angefangen habe es zu tragen bewußt.

Wie dem auch sei, sie hat natürlich recht, daß die Gründe ein Kopftuch zu tragen - als Schutz vor der Belästigung durch die Männer und als Zeichen daß man als Frau respektiert werden möchte und zu respektieren ist - mittlerweile ein wenig antiquiert sind. Es stimmt schon: ein angemessenes Auftreten und ein vernünftiges verhalten der Frau - und der Männer - sollte eigentlich ausreichen um als Frau nicht belästigt und respektiert zu werden.

Leider ist dem nicht ganz so, die Männer gaffen den Frauen immer noch hinterher, machen sie dumm an, machen dumme Sprüche und machen die Frauen blöd an. Von daher hat das Kopftuch als Schutz vor Belästigung und als Zeichen, daß man als Frau geachtet und respektiert werden möchte immer noch seine Berechtigung.

Und wenn es aus diesen Gründen getragen wird, dann kann es doch eine nicht-muslimische Frau wie ich auch tragen, wenn sie es denn mag und gern ein Kopftuch tragen möchte.


In diesem Sinne

LG Amirah

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

woww , ich hab glaub ich fast alles durch gelesen und ich finde es richtig gut das du kopftuch von dir aus trägst schon anfangen es abzulegen weil ich dachte ich schränk mich dadurch ein aber ich hab gemerkt das ich falsch liege. Und ich hab eine frage ist deine partnerin Muslima ?

Amirah (Diana) hat gesagt…

Ich finde es wirklich schön, daß Du alles so begeistert gelesen hast und es gut findest, daß ich das Kopftuch als nicht-muslima von mir aus trage - ich finde es gut und bin überzeugt davon, außerdem fühle ich mich sehr wohl damit es ist ein tolles Gefühl sich so zu kleiden und sieht auch noch gut aus, wie ich finde.
Es freut mich, das mein Blog Dich als Muslima in Deiner Ansicht gefestigt hat, daß es gut und richtig ist, das Kopftuch zu tragen - und das obwohl ich eine nicht-Muslima - eine "Ungläubige" - bin.
Das macht mich einerseits ein wenig stolz und zeigt mir andererseits auch, dass ich mit meinen Ansicht zum Kopftuch, zum tragen dessen und zum Leben als Muslima gar nicht allzu falsch liegen kann.

Und was meine Partnerin angeht, nein, sie ist keine Muslima, sie toleriert, akzeptiert und respektiert meine Entscheidung Kopftuch zu tragen und mich wie eine Muslima zu kleiden und nach ähnlichen Regeln zu leben wie eine Muslima. Sie hat mich allerdings auch schon so kennengelernt.
Sie findet meinen Muslimastyle toll und findet es schön, daß ich mich ohne Kopftuch hauptsäachlich ihr und anderen ausgewählten - weiblichen - Personen zeige. Sie mag die Symbolik dahinter und es gefällt ihr sehr, das mich kein Mann auf der Straße ohne Kopftuch zu sehen bekommt oder sonst irgendwas als mein Gesicht von mir sehen kann. Sie hat sich damit arrangiert und es gefällt ihr, auch wenn sie sich das für sich selbst nicht vorstellen kann. Allerdings kleidet sie sich mir zuliebe hin und wieder auch mal so, wenn wir zu Hause sind oder gemeinsam was unternehmen.