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Freitag, 5. Januar 2018

Weihnachtsurlaub mit Kopftuch: Meine Ehefrau Nicole will es jetzt länger tragen,...

Weihnachtsurlaub mit Kopftuch: Meine Ehefrau Nicole will jetzt mal für längere Zeit ein Kopftuch tragen und denkt darüber nach es einige Monate lang zu tragen,...

Meine Ehefrau Nicole ist von ihren 3 Wochen Weihnachtsurlaub mit Kopftuch ganz begeistert, sie hätte nicht gedacht, dass ihr das so gut gefallen könnte, aber sie mag den Look, die Mode und Tragegefühl an sich selbst, aber auch daß es viel von ihr und ihrem Körper versteckt und es somit auch in der Öffentlichkeit ihre Privatsphäre schützt. Sie mag auch die Message, diie dahinter steht:
"Ich bin eine ehrbare und sittsame Frau, ich bedecke mich, weil ich für niemanden zur Verfügung stehe und nicht wegen meines Aussehens belästigt werden möchte
Nicole hätte auch nicht gedacht, daß Sie sich so schnell damit abfinden und arrangieren könnte, daß sie ein Kopftuch tragen muss und gar keine andere Wahl mehr zu haben als es ständig zu tragen. 
Die Vorstellung das Kopftuch tragen zu müssen und dazu verpflichtet zu sein es zu tragen und sich somit auch dazu verpflichtet zu fühlen es tatsächlich ständig zu tragen, ist zwar immer präsent, aber sie fand das sehr interessant und reizvoll und sie könnte mittlerweile mit der Vorstellung ein Kopftuch tragen zu müssen ganz gut leben. Sie meint, vorher hätte ihr der Gedanke daran ein Kopftuch tragen zu müssen, irgendwie Angst gemacht, obwohl sie es ja von mir kennt, aber jetzt wo sie es aus eigener Erfahrung kennt, ist nichts schlimmes oder erschreckendes mehr für sie dran, man muß es halt nur für sich zulassen und akzeptieren. Und wenn sie es wirklich tragen müsste, dann wäre das halt so und sie könnte ganz gut damit leben und umgehen.
Sie findet es Schade, daß der Weihnachtsurlaub mit Kopftuch jetzt für sie fast um ist, denn sie fand es toll, aber es war ihr leider zu kurz um wirklich erfahren, spüren und erleben zu können, wie es ist eine richtige Kopftuchträgerin zu sein. Sie meinte, die 3 Wochen reichten gerade mal aus, um sich daran zu gewöhnen, daß sie ein Kopftuch trägt und sich damit zu arrangieren, daß sie es tragen muss und dazu verpflichtet ist. Wenn sie es noch länger tragen würde, dann würde es jetzt gerade erst interessant und spannend werden, da es jetzt langsam normal und zur Gewohnheit für sie wird, es ständig zu tragen und man sich auf andere Eindrücke und Empfindungen konzentrieren kann. 
Sie möchte das Kopftuch gerne mal für eine längere Zeit tragen oder tragen müssen - halt nicht nur ein paar Wochen, sondern eher ein paar Monate, sie könnte sich schon vorstellen, es für 3, 6 oder auch mehr Monate zu tragen, weil sie gern selbst erleben und erfahren möchte, wie es ist eine Kopftuchträgerin zu sein, ständig ein Kopftuch zu tragen und mit dem Kopftuch zu leben, so wie ich das mache. Und wenn man am eigenen Leib erfahren will, wie es ist eine Kopftuchträgerin zu sein und ein Kopftuch zu tragen, dann muss man eben selbst - zumindest für eine bestimmte Zeit - zur Kopftuchträgerin werden. 

Und sie überlegt jetzt halt, ob sie das machen soll, denn jetzt wäre es ja gerade günstig, da sie sich schon an das Kopftuch gewöhnt und sich damit arrangiert hat und sie es jetzt einfach nur weiter tragen müsste. Sie könnte es halt nur auf der Arbeit nicht tragen und würde es auf der Arbeit ablegen und sich dort wie immer kleiden. Sie würde das Kopftuch also nur in ihrer arbeitsfreien Freizeit ständig tragen. Aber es gibt ja auch andere Kopftuchträgerinnen, die es während der Arbeit ablegen, es aber ansonsten ständig tragen. Ich finde das legitim und hätte kein Problem damit. Wenn sie das so machen möchte und meint, daß sie das so machen kann, dann wäre das vollkommen okay. 

Sie ist jetzt halt nur am überlegen, ob sie das wirklich machen soll und will, denn wenn sie erstmal damit angefangen hat, dann müßte sie das auch ihre gewählte Zeit durchziehen und könnte nicht so einfach aufhören - dazu ist es zu ernst und das weiß sie auch, denn sie nimmt das durchaus sehr ernst, weswegen sie jetzt auch ein wenig hin- und hergerissen ist. 

Wie ich das sehe: Ich denke, diese drei Wochen waren ganz toll, aber damit sollte sie es auch gut sein lassen - sie weiß jetzt, wie es ist, ständig ein Kopftuch zu tragen und wie es ist, wenn man es tragen muss, weil man sich dazu verpflichtet fühlt. Sie hat erlebt wie es ist, mit dem Kopftuch Verwandten und Freunden gegenüber zu treten und wie es ist sich mit dem Kopftuch in der Öffentlichkeit zu bewegen. Das sollte doch eigentlich reichen, um mal einen Eindruck davon zu bekommen.

Aber andererseits würde ich es natürlich auch total cool und schön finden, wenn sie als meine geliebte Partnerin, Lebensgefährtin und Ehefrau selbst mal für ein paar Monate ein Kopftuch tragen würde. Das wäre schon toll, wenn wir einige Monate lang als Paar zusammen ein Kopftuch tragen würden. Ich stelle mir das schon ganz schön und interessant vor, wenn wir beide Kopftuchmädchen und Kopftuchträgerinnen wären - auch wenn das erstmal schon etwas merkwürdig für mich wäre, denn bisher war ich das Kopftuchmädchen in unserer Beziehung. Aber wenn sie das unbedingt machen möchte und erleben will, wie es ist für längere Zeit ständig ein Kopftuch zu tragen und tragen zu müssen, dann würde ich das akzeptieren und respektieren. Sie hätte dann natürlich meine volle Unterstützung und ich würde ihr dabei helfen, wo ich nur kann. 
Und was hätte sie dabei schon zu verlieren?! Was andere von ihr denken ist ihr eh egal - sie ist lesbisch und mit einer kopftuchtragenden Frau zusammen, was läge da näher, als es selbst auch (mal) zu tragen. Sie kann eigentlich nur gewinnen und um einige wertvolle Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse reicher werden. Und wenn sie dieses Selbsterfahrungsexperiment unbedingt machen möchte, dann werde ich sie nicht davon abhalten. Ich bin ja eigentlich der Grund, warum sie selbst erfahren und erleben möchte, wie das so ist eine Kopftuchträgerin zu sein und ein Kopftuch tragen zu müssen - und ich hab sie im Prinzip ja auch dazu angestiftet, also sollte ich das auch mit ihr zusammen durch stehen, wenn sie das jetzt unbedingt machen will.

Nicole hatte dazu am Mittwoch auch was geschrieben - ich hab leider vergessen es zu veröffentlichen. Es ist etwas konfus und man merkt deutlich, daß sie hin und hergerissen ist, zwischen machen und nicht machen. 

Einfach unten auf "Weiterlesen" klicken, da ist dann auch Nicoles Text zu lesen





Zu Nicoles Text >>>>>



Mittwoch, 3.1.2018 

Nicole: 
Ich muss ja ganz ehrlich gestehen, daß es mir im Moment total gut gefällt ein Kopftuchmädchen zu sein und ein Kopftuch zu tragen. Daß ich zur Zeit gerade tragen muss ist mir dabei eigentlich egal, weil ich es gerade auch wirklich tragen will und möchte und es eigentlich ganz gerne trage. Es sieht eigentlich ganz gut an mir aus und steht mir auch ganz gut und es ist ein tolles Tragegefühl - insbesondere, wenn man bei diesem Wetter draußen unterwegs ist. Es fühlt sich echt total schön an, ein Kopftuch zu tragen. Ich finde es in modischer Hinsicht ganz schön, aber mir gefällt auch die Message dahinter und das nun halt nicht mehr jeder alles von mir sehen kann und man mich so halt nicht mehr “nur” nach meinem Aussehen reduzieren kann. Die weiblichen Reize meines Körpers sind gut verdeckt und versteckt und von meinem Aussehen und meiner Schönheit ist alles bis auf Gesicht und Hände bedeckt und verborgen. Das ist mal was anderes so “zugeknöpft” anstatt freizügig gekleidet in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein und sich keine Gedanken darüber machen zu müssen, was andere, fremde Leute / Männer alles von mir sehen können und wo sie gerade überall hin glotzen. Ich hab mir da sonst keine großen Gedanken drüber gemacht oder besser gesagt, es war mir egal - das gehörte für mich eben zum Frausein dazu, daß andere Leute eben gucken - hauptsächlich Männer - aber auch Frauen mit diesem abschätzenden und vergleichenden Blick. Dass ich das mit Kopftuch und langer Kleidung kaum habe, ist mir ziemlich schnell aufgefallen und ich muss ehrlich sagen, dass ich das auch nicht wirklich vermisse. Es macht nichts aus, weniger Aufsehen mit meinem Aussehen zu erregen und deswegen jetzt weniger wegen meinem Aussehen beachtet zu werden. Im Gegenteil, ich schätze diese Erweiterung meiner Privatsphäre sogar sehr.
Und ich fühle mich dadurch auch nicht eingeschränkt, unterdrückt oder entweiblicht, denn unter dem Kopftuch und der Kleidung, das bin ja immer noch ich - nur versteckt bzw. Verdeckt - und ich kann selbst bestimmen, wer was und wieviel von mir sehen kann und darf - und vor allem wo, nämlich nur da wo ich das Kopftuch abnehme und nur wer dann anwesend ist kann und darf mich ohne Kopftuch sehen - und da ich es im Moment nur Zuhause abnehme ist die Zahl der Anwesenden doch sehr begrenzt, überschaubar und vor allem kontrollierbar. Und das ist auch der springende Punkt: ich habe im Moment, was das angeht, die volle Kontrolle über meinen Körper und mein Aussehen und wer was und wieviel davon zu sehen bekommt - das gefällt mir irgendwie.


Ich muss schon sagen, daß es mich echt überrascht hat, wie schnell ich mich daran gewöhnt habe, jeden Tag, den ganzen Tag und ständig, immer und überall ein Kopftuch zu tragen. Da hatte ich mich eigentlich schon in der ersten Woche dran gewöhnt und es war da auch nichts besonderes oder ungewöhnliches mehr für mich - es fühlt sich mittlerweile sogar fast schon normal und vertraut an, als ob ich es schon länger, als nur knapp 2½ Wochen tragen würde. Ich dachte immer man bräuchte viel länger, um sich daran zu gewöhnen, daß man ein Kopftuch trägt.
Und ich hätte nicht gedacht, daß ich mich doch relativ schnell mit dem Gedanken oder der Vorstellung anfreunden konnte, dass ich (m)ein Kopftuch tragen muss unzu dazu verpflichtet bin es zu tragen (zumindest diese drei Wochen lang) und so auch gar keine andere Wahl mehr habe. Ich hatte mich eigentlich ziemlich schnell damit abgefunden, dass ich ein Kopftuch tragen muss und nicht ohne eins zu tragen aus dem Haus gehen darf. Ich hab mich eigentlich ziemlich schnell mit diesem Umstand arrangieren können und hab auch ziemlich schnell nur noch die positiven Seiten und die neuen Möglichkeiten für mich daran gesehen. Hier hätte ich auch gedacht, daß es länger dauern würde, sich mit diesem Umstand oder der Vorstellung ein Kopftuch tragen zu müssen anzufreunden und sich damit abzufinden und zu arrangieren.
Ich muss allerdings sagen, dass ich da von vornherein mit einer eher positiven Pro-Kopftuch Einstellungen herangegangen bin und es unbedingt diese drei Wochen lang ständig tragen wollte, so daß ich es trotz Verpflichtung und der Tatsache, daß ich es diese drei Wochen lang tragen muss, immer noch komplett freiwillig getragen habe, weil ich halt tragen wollte. Klar hatte ich dabei immer irgendwie im Hinterkopf “Du musst das Kopftuch jetzt gerade tragen - Du bist dazu verpflichtet - Du hast gar keine andere Wahl mehr als es zu tragen” aber das war mir eigentlich egal, auch wenn es ständig präsent war und ich hab das für mich eher als zusätzlichen Anreiz gesehen, es auch wirklich ständig zu tragen. Ist etwas schwer zu erklären - man gibt sich dieser Verpflichtung halt einfach hin, fügt sich und macht es einfach, ohne dran zu denken es nicht zu machen. Ich finde diese Hingabe und dieses sich fügen wollen und müssen irgendwie reizvoll und faszinierend. Es ist irgendwie schon ein überwältigendes Gefühl, keine andere Wahl mehr zu haben und das Kopftuch einfach tragen zu müssen. Man fühlt sich ein wenig machtlos, klein und demütig dabei. Wobei ich das, aber jetzt allerdings nicht unbedingt als negativ empfinde - ich fühle deswegen jetzt also nicht unterdrückt oder gar als Frau gedemütigt, weil ich ein Kopftuch tragen muss und mir meine Verpflichtung keine andere Wahl lässt.
Ich stelle mir gerade vielmehr die Frage, warum ich mich in der Öffentlichkeit vor Fremden überhaupt unverhüllt zeigen sollte oder muss - welches Recht haben sie dazu mehr von mir zu sehen, als wie unbedingt nötig und notwendig ist? Wenn mein Gesicht zu sehen ist, reicht das doch vollkommen, um mich als 'Nicole’ zu erkennen und es reicht auch auch um mit mir zu kommunizieren und zu interagieren - man kann meinen Mund sehen wenn ich spreche und meine Mimik ist eindeutig erkennbar, wenn ich spreche oder einfach nur zuhöre. Wozu muß man dabei meine Haare, oder gar meine Beine, meinen Po oder meine Brüste sehen?!
Wäre es denn so verkehrt, diese weiblichen Reize meines Körpers und die Vorzüge meines Aussehens nur im privaten Bereich, vor ganz bestimmten Menschen zu enthüllen und das nur diesen zu zeigen und zugänglich zu machen?! Ich weiß es nicht, aber es wäre zumindest mein gutes Recht, denn es ist mein Körper und ich bestimme selbst, was ich damit mache und was ich davon zeigen will. Außerdem ist mein Körper - insbesondere die weiblichen Reize meines Körpers - Teil meiner Sexualität und diese hat bekanntlich in der Öffentlichkeit nichts zu suchen, sondrrn sollte nach Möglichkeit nur im privaten Bereich, in den eigenen Vier Wänden ausgelebt werden - demzufolge sollten vielleicht auch diese speziellen weiblichen Reize in der Öffentlichkeit vor Fremden verborgen bleiben.
Ich finde diese Überlegungen und Gedankengänge für mich selbst auf jeden Fall sehr interessant und das mit Kopftuch wäre etwas was ich vielleicht mal ausprobieren sollte und für mich selbst ausprobieren und erfahren möchte.


Ich könnte mich im Moment tatsächlich mit dem Gedanken anfreunden ständig ein Kopftuch tragen zu müssen, zwar nicht für immer oder auf unbestimmte Zeit, so wie meine Frau das macht - aber ich würde doch gerne mal länger als nur 3 Wochen lang ein Kopftuch tragen oder es sogar tragen müssen. Vielleicht für so mindestens 6 Wochen oder ein paar Monate lang.
Das wäre jetzt nichts schlimmes für mich, wenn ich es zum Beispiel mal für 2, 3, 6 oder gar 12 Monate tragen müsste, das wäre irgendwie vollkommen okay für mich, wenn ich das auch machen könnte - es ginge halt bei mir nur auf der Arbeit nicht, aber wenn das geklärt wäre und ich es auf der Arbeit auch tragen könnte oder ich es aber zumindest während der Arbeit ablegen dürfte und es nur in meiner Freizeit außerhalb der Arbeit tragen müsste, dann würde ich das tun. Es gibt ja auch Kopftuchträgerinnen, die es für die Arbeit ablegen und es auf der Arbeit nicht tragen, es aber ansonsten in der übrigen Zeit dennoch ganz konsequent und ständig tragen. Das könnte ich mir für mich auch vorstellen, denn bei mir auf der Arbeit ein Kopftuch zu tragen, das wäre utopisch und nicht machbar. Aber wenn ich es außerhalb der Arbeit in meiner Freizeit ständig tragen würde, das würde gehen.


Ich würde das irgendwie total interessant finden, mal für eine längere Zeit ein Kopftuch tragen zu müssen. In 3 Wochen hat man sich gerade mal daran gewöhnt es zu tragen - vor allem daran gewöhnt es ständig zu tragen - und man hat sich gerade einmal damit abgefunden und sich damit arrangiert, daß man es unter allen Umständen tragen muss und keine andere Wahl mehr hat. Ich würde aber gerne weitergehen und möchte es mal länger tragen müssen, als nur diese 3 Wochen. Ich möchte herausfinden, wie ich mit dieser Gewöhnung an das Kopftuch und das ich es tragen muss umgehe, wenn ich mich denn schon mal damit abgefunden und arrangiert habe es tragen zu müssen.


Bleibt das so? Kann ich mich weiterhin damit abfinden und arrangieren, ein Kopftuch zu tragen und es tragen zu müssen?!
Hält das an, kann ich mich auch noch in ein paar Wochen oder gar Monaten damit abfinden und arrangieren, daß ich es tragen muss?! Wie gehe ich mit dieser Verpflichtung, ein Kopftuch tragen zu müssen auf Dauer um?!
Hält das positive Gefühl für das Kopftuch an?!
Gefällt es mir auf Dauer auch immer noch ein Kopftuch zu tragen oder wird es mir irgendwann lästig?!
Könnte ich damit Leben konsequent und ständig ein Kopftuch tragen zu müssen?!
Verändert es mich und meine Einstellung in irgendeiner Form, wenn ich es länger trage oder tragen muss?!
Hat es Einfluss auf meine Gefühle und Empfindungen oder meine komplette Selbsterfahrung im allgemeinen, wenn ich ein Kopftuch trage oder tragen muss?!
Könnte ich mich, wenn ich es längere Zeit trage, so sehr daran gewöhnen ein Kopftuch zu tragen, dass ich förmlich abhängig davon oder süchtig danach werde?!


Das sind alles sind so Überlegungen und Fragen, die mir so im Kopf rumgeistern, jetzt, wo ich gerade selbst ein Kopftuch trage und die ich gerne näher ergründen würde. Ich möchte gerne erfahren, erleben und spüren, wie es ist für längere Zeit ein Kopftuch zu tragen und wie es ist eine Kopftuchträgerin zu sein - und insbesondere, wie es für MICH wäre und ist selbst ein Kopftuchmädchen zu sein. Das kann ich jedoch nur herausfinden, wenn ich selbst ein Kopftuchmädchen / Kopftuchträgerin werde und es selbst für längere Zeit trage.


Wenn ich das Kopftuch auf der Arbeit nicht tragen müßte und es während der Arbeit ablegen könnte und dürfte und es so nur in meiner Freizeit, außerhalb der Arbeit, tragen muss, dann wäre das für mich machbar und es wäre auch vollkommen okay für mich ein Kopftuch zu tragen bzw. es über die gewünschte oder gewählte Zeit tragen zu müssen.
Es gibt ja, wie gesagt, auch andere Kopftuchträgerinnen, die es für die Arbeit abnehmen. Eine Freundin von Mira macht das zum Beispiel so, sie meint, das ist akzeptabel für sie und ihr lieber, als wenn sie wegen dem Kopftuch gar keine Arbeit finden würde. Mittlerweile macht sie es sogar so, das sie morgens mit Kopftuch zur Arbeit kommt, es dann auf der Arbeit abnimmt und es dann wenn Feierabend ist wieder ummacht und mit Kopftuch wieder nach Hause geht, das ist auch für Kolleginnen und Chefin okay so.


Nur wenn ich das so machen und ausprobieren will, dann wäre es ja eigentlich ganz sinnvoll, wenn ich es gleich im Anschluss an den Urlaub machen würde, wo ich es jetzt ja sowieso schon 3 Wochen lang ständig getragen habe, so daß ich es einfach nur weiter tragen müßte, ohne mich wieder neu daran gewöhnen zu müssen. Ich habe mich ja jetzt schon an das Kopftuchtragen gewöhnt und habe mich damit arrangiert und abgefunden, daß ich es trage bzw. tragen muss. Es wäre also eigentlich unsinnig, jetzt erstmal wiedrr damit aufzuhören und in ein paar Wochen oder Monaten wieder neu damit anzufangen. Ich bin ja jetzt quasi schon in dem Kopftuch-trage-Trott drin.


Ich müßte mich also schnell entscheiden, ob ich das machen will oder nicht. Es ist halt nur blöd, daß ich selbst nicht so viele Kopftuch geeignete Klamotten habe, zumindest was lange Röcke und Kleider angeht. Aber das wäre ja ein guter Grund mal shoppen zu gehen - lange Röcke kann man ja immer sehr gut tragen und wenn ich ein paar mehr davon hätte, könnte mir das ja nicht schaden, zumal ich sie manchmal eh lieber, als kurze Röcke trage.
Und mal für ein paar Wochen oder Monate in meiner Freizeit ständig ein Kopftuch zu tragen oder tragen zu müssen, könnte mir auch nicht unbedingt Schaden, im Gegenteil, es würde mich vielleicht um ein paar wertvolle Erfahrungen reicher machen und meinen Horizont erweitern.
Naja, ich muss mir das nochmal überlegen und nochmal mit Amirah darüber sprechen.


Ich stelle mir es auf jeden Fall irgendwie faszinierend und spannend vor, wenn ich für die nächsten 3 oder vielleicht auch 6 Monate weiterhin ein Kopftuch tragen würde und es tragen müsste - zumindest außerhalb der Arbeit.
Ich fände es schon irgendwie reizvoll und interessant, es tragen zu müssen und gar keine andere Wahl mehr zu haben, als es ständig zu tragen - ohne jede Ausnahme. Das wäre echt spannend für mich und ich würde auch nicht als Zwang empfinden, sondern es eher als eine Pflicht oder Verpflichtung ansehen, aus der heraus ich es dann konsequenterweise ständig tragen müsste und auchngar nicht anders kann oder darf.
Ich möchte halt gern herauszufinden und erfahren, wie das für mich so ist und was das mit so macht. Mir ist in der ersten Woche, wo ich es getragen habe bewußt geworden, daß ich selber so gut wie gar nichts über das Kopftuch weiß und auch kaum Erfahrungen mit dem Kopftuch oder dem Kopftuchtragen selber habe und daher auch nicht weiß, wie das so ist.
Meine Frau und Partnerin ist selbst eine Kopftuchträgerin und da ist das etwas blöd, das ich selbst kaum weiß, wie das für sie so ist und es mir auch nur begrenzt vorstellen kann. Ich meine, es gefällt mir auf jeden Fall sehr gut, dass sie ein Kopftuch trägt, ich mag das und sie sieht toll damit aus. Ich akzeptiere und respektiere, dass Mira ein Kopftuch trägt und mir gefällt dieses ganze drumherum, wie nicht ohne Kopftuch aus dem Haus gehen, sich Männern (und anderen Frauen) nicht ohne Kopftuch zeigen, usw. - wodurch ich ja auch einen gewissen Vorteil habe. Aber wie das ist, wie sich anfühlt und wie man sich dabei fühlt, wenn man ständig ein Kopftuch trägt oder tragen muss, darüber weiß ich kaum etwas. Das war bisher immer Mira’s Sache, weil sie ja das Kopftuch trägt und es auch tragen will - also muss sie auch selber damit klar kommen es zu tragen, auch wenn ich es in jeder Hinsicht unterstütze, wertschätze und fördere.
Aber es war mir halt bisher kein Begriff, wie es ist, selbst ständig ein Kopftuch zu tragen und die Vorstellung zu haben es tragen zu müssen, weil man dazu verpflichtet ist und sich dazu verpflichtet fühlt und so auch keine andere Wahl mehr zu haben, als es zu tragen. Dazu habe ich es bisher immer nur zu kurz getragen und habe mir was das angeht, dabei auch keine Gedanken gemacht - es war eher 'just for fun’.
Aber wenn man es ein paar Wochen mal selbst Tag für Tag ständig trägt und es tragen muss, dann denkt man schon mal darüber nach und beschäftigt sich damit und ich bekomme so langsam ein Gefühl dafür, wie das für Mira so ist ständig ein Kopftuch zu tragen und was es für sie bedeutet es tragen zu müssen - alleine schon die Vorstellung es tragen zu müssen und zum Tragen des Kopftuches verpflichtet zu sein, gibt einem ein ganz anderes Tragegefühl, als wenn man es komplett freiwillig tragen würde - ohne Druck von außen oder sich da selbst Druck zu machen.
Aber um wirklich herauszufinden, wie es ist und was es mit mir macht auf Dauer ständig ein Kopftuch zu tragen bzw. Es auch wirklich tragen zu müssen, dafür muss ich für diese Zeit schon selbst zur Kopftuchträgerin werden. Nur wenn ich es für einige Monate konsequent selber trage, kann ich wirklich erfahren und erleben, wie es ist, eine Kopftuchträgerin zu sein, die ständig ein Kopftuch trägt.
Schaden könnte es mir auf jeden Fall nicht und Amirah würde es bestimmt auch gefallen, wenn ich, als ihre Ehefrau und Lebensgefährtin, auch mal für eine längere Zeit ein Kopftuch tragen würde.
Naja, ich habe ja noch ein paar Tage Zeit, mir das zu überlegen, ob ich das tatsächlich machen will. Klar ist nur, wenn ich das Kopftuch nach dem Urlaub weitertrage und damit erstmal angefangen habe es für eine längere Zeit zu tragen, dann gibt es kein zurück mehr - dann muss ich es auch solange tragen, wie festgelegt und dss dann auch bis zum Ende durchziehen.
Und auch wenn es mir nichts ausmachen würde ein Kopftuch zu tragen, oder es tragen zu müssen, so will das gut überlegt sein, denn das ist für mich doch eine sehr ernste Sache und sollte deswegen von mir auch sehr ernst genommen werden, denn wenn ich das nicht täte, würde ich der Sache nicht gerecht werden und es wäre meiner Frau gegenüber nicht fair, die das selber sehr ernst nimmt und sich selbst, weil sie ständig ein Kopftuch trägt, als 'Christina’ bezeichnet und sieht. (Eine Wortverschmelzung aus ‘Christin’ und ‘Muslima’, was zum Ausdruck bringen soll, daß sie eine Christin ist, die - wie eine Muslima - ständig ein Kopftuch trägt.)
Wie man sieht, bin ich hin- und hergerissen, ob ich das mit dem Kopftuchtragen über eine längere Zeit, also für ein paar Monate, wirklich machen soll oder nicht. Es gibt viele Gründe dafür, aber auch dagegen. Ich muß mir das noch mal sehr genau überlegen.
Wie das ausgeht, wird man sicher hier lesen.
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