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Samstag, 26. Dezember 2015

Weihnachten mit Kopftuch

Zwei Muslima Schönheiten in winterlicher Hijab-Mode. Und Nein, das sind nicht meine Liebste und Ich.

Weihnachten mit Kopftuch


Ich wünsche all meinen Lesern und Leserinnen fröhliche Weihnachten und ein Frohes und besinnliches Weihnachtsfest - auch wenn das Wetter weder Weihnachtlich und noch nicht mal winterlich ist.

Einige haben sich sicher schon gefragt, ob ich auch Weihnachten feiere, wo ich doch ein Kopftuch trage.
Na klar, denn auch wenn ich ein Kopftuch trage und mich nach der Mode muslimischer Frauen kleide, so bin ich doch immer noch eine Christin und somit hat das Weihnachtsfest für mich wie auch für alle anderen Christen eine ganz besondere Bedeutung.
Ich trage mein Kopftuch ja nun schon seit vielen Jahren - ich damit ja schon als Teenager angefangen, als ich noch bei meiner Mutter gewohnt habe und ich muß zugeben, die ersten Weihnachten mit Kopftuch waren irgendwie komisch und merkwürdig und auch an Heiligabend damit in den Weihnachts-Gottesdienst zu gehen, war irgendwie ein merkwürdiges Gefühl. Allerdings hat auch nie jemand was deswegen gesagt, oder sich gar bei mir beschwert - im Gegenteil, die Leute schienen sich teilweise sogar darüber zu freuen, daß ein anscheinend muslimisches Mädchen den Gottesdienst an Heiligabend besucht.

Ich weiß noch, als meine Mutter und mich vor vielen Jahren mal eine ältere Dame angesprochen hat und mich gefragt hat, wie mir denn der Gottesdienst und das Krippenspiel gefallen hat. Ich meinte etwas irritiert, daß ich es toll fand und das es mir sehr gut gefallen hat. Sie meinte dann, daß sie es schön findet, daß ich mich immer noch dafür interessiere, obwohl ich ja anscheinend konvertiert bin... Ich über legte gerade ob ich sie aufklären sollte, da wandte sie sich schon an meine Mutter und meinte, daß sie es toll findet, daß meine Mutter zu mir hält, obwohl ich zum Islam konvertiert sei und das Kinder nun mal ab einem bestimmten Alter selbst entscheiden können woran sie glauben möchten und das die Eltern das halt akzeptieren müßten - selbst wenn es der Islam ist.
Da meine Mutter nun auch etwas unsicher und irritiert guckte, beschloß ich das ganze aufzuklären und meinte dann zu der älteren Dame, daß ich zwar ein Kopftuch trage und mich wie eine Muslima kleide, weil ich diese Mode mag und auch die Gründe warum eine Muslima sich verhüllen und ein Kopftuch tragen sollte nachvollziehbar und richtig finde, aber daß ich nach wie vor immer noch eine evangelische Christin bin und daran auch nichts ändern möchte. Da guckte sie dann irritiert und brummelte nur noch sowas wie 'na wenn das so ist', drehte sich um und stapfte von dannen, so als wäre sie beleidigt darüber, daß wir ihre Toleranz umsonst beansprucht haben. Mir war das ganze total peinlich und ich entschuldigte mich tausendmal bei meiner Mum deswegen, aber sie meinte nur das es nicht so schlimm wäre und ich weiterhin tun solle, was mir gefällt und was ich für richtig halte. Später konnten wir dann auch über diesen Vorfall lachen.
Um die Geschichte komplett zu machen: im neuen Jahr traf ich dann die ältere beim Einkaufen wieder und trug dabei natürlich wie immer auch ein Kopftuch. Sie sah mich, erkannte mich und kam auf mich zu und ich dachte nur, Wunder wer weiß was da jetzt kommt, aber sie sagte nur freundlich 'Hallo' und meinte, das sie sich bei mir entschuldigen wollte, weil sie mich und meine Mum so stehen lassen hat, aber sie konnte mit dem was ich ihr da gesagt habe in dem Moment nicht so wirklich was anzufangen, aber sie hätte darüber nachgedacht und wenn es mir gefällt ein Kopftuch zu tragen und mich so zu kleiden und wenn ich das selbst für richtig halte dann soll ich es ruhig tun, früher haben Christinnen ja auch ein Kopftuch getragen und dafür Sorge getragen, daß sie sich sittsam und anständig kleiden, warum sollte es also schlimm sein, wenn sich Mädchen oder junge Frauen auch heute wieder auf solche Werte besinnen?!


Seitdem ich sichtbar ein Kreuz um den Hals trage kommen solche "Verwechslungen" kaum noch vor, allerdings werde ich jetzt auch öfter wegen dem Kreuz UND dem Kopftuch angesprochen. Allerdings habe ich auch kein Problem damit, wenn man mich für eine Muslima hält, denn es ist schließlich keine Schande eine Muslima zu sein - und mal abgesehen von Religionszugehörigkeit bin ich ja im Prinzip auch eine Muslima, was mein Denken, meine Kleidung, meine Einstellung usw. betrifft. Ich kläre solche Missverständnisse nur noch auf, wenn es unbedingt nötig ist, oder ich mit der Person noch öfter zu tun habe.

Aber zurück zu Weihnachten mit Kopftuch: mittlerweile ist es für mich normal, das Kopftuch auch an Weihnachten zu tragen und ich fühle mich insbesondere an diesen Tagen viel frommer und besinnlicher und kann mich auch mit meinen Tüchern und langen Kleidern (bzw. Abayas) festlicher und eleganter kleiden und zurecht machen. Die Feiertage mit Kopftuch und schön festlich gekleidet zu verbringen ist jedes Jahr aufs neue was besonderes für mich und das Kopftuch steht für mich auch nicht mehr im Widerspruch zum christlichen Weihnachtsfest, denn zum einen feiere ich Weihnachten nicht mit meiner Kleidung, sondern mit meinem Glauben und meinem Herzen und früher war es durchaus auch bei Christinnen üblich den Kopf zu bedecken und sittsame lange Kleidung zu tragen, die nichts vom Körper zeigte - insbesondere an so hohen Feiertagen.

Dieses Jahr hat mir meine Partnerin eine besondere Freude gemacht, sie meinte ein paar Tage vor Weihnachten zu mir, daß sie an Weihnachten auch gerne ein Kopftuch tragen und sich wie ich kleiden möchte und da wir zwischen den Feiertage frei haben, würde sie sich so auch gern die ganze nächste Woche kleiden und mit mir auch so ins neue Jahr gehen. Das würde sie toll finden, und da sie indirekt von mir verlangt, daß ich mich für sie so kleide (was solange ich es selber so will allerdings keine große Rolle spielt), sollte sie zumindest mal ein paar Tage in meinen Schuhen oder besser gesagt 'in meiner Kleidung' laufen, um zu sehen, wie das so ist.
Sie hat schon des öfteren selbst ein Kopftuch getragen, aber meistens beschränkte sich das eher auf einen Nachmittag oder einen Abend, manchmal auch ein ganzer Tag - ganz selten aber mal an zwei oder mehr Tagen nacheinander. Und nun wollte sie es gleich elf Tage am Stück tragen?
Natürlich hab ich ihr sofort bereitwillig Klamotten, wie lange Röcke, Kleider, Blusen und Tücher von mir rausgesucht und ihr Outfits zusammengestellt und diese dann für sie in den Kleiderschrank im Gästezimmer gehängt. Wir sind ja zum Glück gleich groß und haben dieselbe Größe.
Und Heiligabend hatte sie dann morgens als sie zum Frühstück runterkam auch schon einen langen Rock und ein langärmeliges Shirt an und dazu ein Kopftuch auf, was sie mittlerweile auch selbst binden kann.
Nach dem Frühstück fuhren wir ganz selbstverständlich zusammen so Einkaufen und gingen auch Abends zusammen so in die Kirche. Danach zogen wir uns beide eine festliche Abaya und ein dazu passendes Kopftuch an und machten Bescherung und aßen zu Abend und danach machten wir es uns auf dem Sofa bequem und sahen fern.
Gestern am 1.Weihnachtsfeiertag als meine Mum und meine Schwester zum Essen und zum Kaffee da waren trugen wir die festlichen Abaya-Kleider wieder. Natürlich wunderten sich meine Mum und meine Schwester schon ein wenig, daß Nicole auch Kopftuch trägt, aber nachdem wir ihnen erzählten was sie vor hat, fanden sie die Idee toll.
Heute sind wir etwas legerer gekleidet, lange Röcke, Blusen zum Rock passende Blazer und einfache Kopftücher. Wir fahren heute Nachmittag, am 2. Weihnachtsfeiertag noch zu Nicoles Eltern zum Kaffee. Sie hat sie am Telefon schon auf ihr Outfit vorbereitet - mich kennen sie ja nur so.
Es ist schon ein wenig komisch meine Liebste so zu sehen - ich meine daß sie immer nur Röcke und Kleider trägt, bin ich ja schon gewohnt, sie hat vor anderthalb Jahren mir zuliebe aufgehört Jeans und Hosen anzuziehen und angefangen nur noch Röcke und Kleider zu tragen. Da sie im Job eh nur Röcke trägt und Jeans und Hosen eh nur in der Freizeit in Frage kamen, war das keine große Umstellung für sie.
Aber sie jetzt auch noch jeden Tag mit Kopftuch zu sehen und das noch bis nächste Woche Sonntag, ist schon etwas komisch für mich. Denn bisher war ich in unserer Beziehung das Kopftuchmädchen bzw die Kopftuchträgerin, während sie "normal" gekleidet war und eben kein Kopftuch trug, weil sie keines tragen brauchte, mußte oder wollte, je nachdem wie man es sieht. Das Kopftuch unterschied uns, jetzt wo wir im Moment beide eins tragen, stellt uns das auf dieselbe Stufe und macht uns gleich obwohl wir es nicht sind. Meine Partnerin hat bei uns in der Beziehung das Sagen, sie bestimmt alles was es zu bestimmen gibt, sie leitet, dirigiert und regiert, wenn man das so sagen kann und das ist auch vollkommen okay so, denn in einer Beziehung muß einer das Sagen haben, wenn beide gleichviel zu sagen haben, dann funktioniert es nicht. In der Beziehung symbolisiert das Kopftuch (wie ich finde) Unterwürfigkeit, Unterordnung und Gehorsam dem Partner gegenüber, was für mich selbst und für unsere Beziehung auf jeden Fall zutrifft. Jetzt, wo sie momentan auch ein Kopftuch trägt ist die Rollenverteilung zwar dieselbe geblieben und mit Kopftuch achte und respektiere ich sie genauso wie ohne Kopftuch. Es ist halt nur komisch, weil es nach außen hin nicht mehr erkennbar ist, wer das Sagen bei uns hat.
Da wir uns aber in der Öffentlichkeit eigentlich nie als lesbisches Paar zu erkennen geben, da ich zum einen muslimische Schwestern nicht in Misskredit bringen möchte, indem ich als, nach muslimischer Mode gekleidete Frau, meine lesbischen Neigungen offen bzw. öffentlich auslebe und ich zum anderen finde, das der Austausch von Zärtlichkeiten und anderen Intimitäten nichts in der Öffentlichkeit verloren hat und nur zu Hause in der eigenen vier Wänden stattfinden sollte.
Aber wenn wir z.B. in einem Geschäft, Restaurant oder Café sind, wenn sie einen knielangen Rock und kein Kopftuch trägt, dann ist grundsätzlich sie diejenige, an die das Wort gerichtet, mich lässt man als Kopftuchträgerin erstmal außen vor, was mir zum einen ganz Recht ist und mir zum anderen auch wieder das Gefühl gibt, daß meine Partnerin über mir steht. Wie das ist, wenn wir beide ein Kopftuch tragen weiß ich nicht, aber wäre mal spannend das rauszufinden.
Meine Partnerin könnte das Kopftuch nicht wie ich ständig tragen, schon allein wegen ihrer Arbeit nicht, weil es in ihrem Job sicher nicht akzeptiert werden würde, wenn sie ein Kopftuch trägt. Außerdem paßt ein Kopftuch nicht so wirklich zu Buisness-Kostümen, selbst wenn es eins mit langem Rock ist, wovon Nicole auch ein paar besitzt. Allerdings hat sie schon mal die Option geäußert, daß sie es ja immer in der Freizeit und an den Wochenenden tragen könnte. Aber ob mir das so recht wäre? Eigentlich möchte ich in der Beziehung für Kopftuchträgerin sein, während sie tragen kann was sie will und auch die Freiheit hat zu tragen was sie will.
Naja, aber ich finde es auf jeden Fall ganz toll, daß sie es mal über einen etwas längeren Zeitraum tragen will und es wird bestimmt schön. Danach sehen beide klarer, Sie, ob es was für sie wäre ständig ein Kopftuch zu tragen und ich ob es was für mich wäre, wenn meine Ehefrau auch Kopftuch und muslimischen Damen Hijab-Mode trägt.

Ich bin ja mal gespannt wie es wird und ob sie es die nächste Woche durch hält. Ich werde dann berichten.

Liebe Grüße
Amirah (Diana)

Freitag, 20. Juli 2012

Ein Wochenende mit Kopftuch (Meine Liebste)


Ich liebe die Outfits der Beiden, das sieht total toll aus - und so, oder so ähnlich
kann man sich meine Liebste und mich am Wochenende wohl vorstellen.

Nicole's Kopftuch-Wochenende

Samstag

Samstag wachten meine Frau Nicole und ich in unserem gemeinsamen Schlafzimmer auf, wo wir die Nacht gemeinsam verbracht haben.

Sonst haben wir eigentlich getrennte Schlafzimmer - mit Bett, Couch, Schreibtisch, Kleiderschrank, fast schon so Mädchenzimmer-mäßig, wo man sich auch mal zurückziehen kann und jede mehr oder wenige ihr eigenes Reich hat. Ständig ein gemeinsames Schlafzimmer miteinander teilen, wollen wir beide nicht - paßt auch irgendwie mit unseren Schlafgewohnheiten und Aufstehzeiten nicht. Aber wir haben eben trotzdem noch ein gemeinsames Schlafzimmer, in dem wir durch unsere getrennten Zimmer auf einen großen Kleiderschrank verzichten können und so etwas mehr Platz haben. Da steht natürlich im Gegensatz zu unseren eigenen Zimmern auch ein großes Bett. Das "große Schlafzimmer" nutzen wir hauptsächlich am Wochenende oder unter der Woche, wenn es sich mal so ergibt ;). Ich find es alles in allem so viel schöner, als wenn man ständig aufeinander hängt - so kann man sich auch mal zurückziehen, hat sein eigenes Reich und es ist eben nicht selbstverständlich, daß man nebeneinander einschläft und aufwacht. Irgendwie freu ich mich deswegen schon immer aufs Wochenende und wenn unter der Woche mal Kuschelbedarf besteht - muß man das halt dem anderen sagen - und wird sich da dann meißt einig *lach*. So spricht man wenigstens drüber und geht nicht ganz selbstverständlich abends ins Bett und kuschelt sich einfach an - oder macht was auch immer... ;) Naja und zur Not kann man ja auch immer noch zu der anderen ins Zimmer huschen und in ihr Bett krabbeln ;) Bei Gewitter mach ich das oft (ja, ich geb's ja zu,...) 
Aber ich schweife ab....

Wir wachten also auf, kuschelten noch ein bißchen, bis ich dann meinte, daß ich langsam mal aufstehen, das Frühstück vorbereiten und den Tisch decken will, denn wir wollten noch in die Stadt, ein wenig bummeln einkaufen und irgendwo Mittagessen. Da meinte sie dann, ich solle ihr vorher doch noch ein paar Klamotten von mir raussuchen, einen schönen langen Rock, ein Shirt und ein Tuch was dazu paßt.

Ich hab sie wohl eine Spur zu überrascht angeguckt, denn sie wurde rot und meinte dann verlegen, daß sie auch mal wieder ein Kopftuch tragen möchte und so könnten wir auch mal im Partnerlook gehen - was mich zum schmunzeln brachte.

Weiter lesen...>>>

Sonntag, 15. Juli 2012

Für meine Liebste,... ♥♥♥♥♥

Dieses Gedicht möchte ich Nicole, meiner Frau, widmen :


Die Liebe...

Sie ist wie ein Segen, Sie ist wie ein Fluch
Die Liebe erzählt Worte, Sie ist wie ein Buch.


Du kannst Sie nicht sehn, doch Sie spricht zu Dir
Du wirst Dich fragen, warum passiert das mir?


Sie ist wie Dein Schicksal, Sie ist dazu bestimmt
Sie ist wie eine Droge, weil Sie Dich gefangen nimmt!


Mit Ihr ist alles schön, solange Sie Dich in Ihre Arme nimmt,
Doch wird Sie zerstört, so ist es Leid was Dich gewinnt.


Sie ist wie eine Rose, sie ist wunderschön
Doch wenn Sie verwelkt, wird wird alles vergeh'n.


Das kann nicht sein, das ist doch Magie,
Bitte meine LIEBE verlasse mich NIE!!!






Nicki, meine Liebste, 


hiermit möchte ich mich einmal von ganzem Herzen bei Dir bedanken, dass Du immer für mich da bist und immer zu mir
stehst und an meiner Seite bist, wenn ich Dich brauche.
Du akzeptierst mich, wie ich bin und nimmst mich hin, mit all meinen Fehlern und Macken. 
Du hast nie etwas dagegen gesagt, dass das Weib an Deiner Seite ein Kopftuch trägt, obwohl sie gar keine Muslima ist.
Im Gegenteil, es gefällt Dir sogar, dass ich es trage.
Du magst und verstehst meine Gründe es zu tragen und Dir gefällt es, dass ich es unter anderem auch für Dich trage,
aber was noch viel wichtiger ist: Ich gefalle Dir damit!!! ♥♥♥
Du magst, dass mich zwar jeder ansehen kann, mich aber keiner so sehen kann wie Du es darfst.
Du fängst mich auf, wenn ich am zweifeln bin und ermunterst mich immer wieder mein Leben so zu leben, wie ich es
möchte und meinen Weg so weiter zu gehen, wie ich es für richtig halte. 
Du hast nie von mir verlangt, daß ich mich Dir unterwerfe, Dir unterordne, Dir gehorche oder mich selbst gar als Dein
Eigentum betrachte - aber aus Liebe zu Dir tue ich all dies, denn in meinen Augen gibt es nichts schöneres als sich dem
Partner aus Liebe zu unterwerfen und sich ihm aus Liebe voll und ganz hinzugeben und sein wertvollster Besitz zu sein
und alles zu tun, was der andere verlangt ohne Fragen zu stellen nur um ihm zu gefallen.
Du hast dies so akzeptiert und dieses Geschenk angenommen, ohne es jemals auszunutzen oder die Macht die ich Dir
damit über mich gegeben habe jemals zu missbrauchen.
Du hast die Regeln, nach denen ich Leben will, zu denen gemacht nach denen Du mir vorschreibst zu Leben und verlangst
nie Dinge von mir, die ich absolut nicht will. 
Mit den Regeln, die Du mir setzt stellst Du sicher, daß ich mein Leben so führe und lebe, wie ich es möchte und hilfst mir so
ungemein mich daran zu halten, durchzuhalten und mir selbst treu zu bleiben.
Ich habe Dir geschworen nie wieder einen Mann zu begehren so lange ich mit Dir zusammen bin und nur noch meine
Lesbische Seite auzuleben - Du hast das nie von mir verlangt, aber ich stehe nach wie vor dazu und es macht mir nichts
auf Männer zu verzichten oder vor anderen zu sagen, dass ich Lesbisch bin, denn es stimmt ja auch so wie es im Moment
ist und da wird sich auch so schnell nichts dran ändern.
Du stehst mit allem was ich tue immer hinter mir und stehst immer zu mir, egal was ist und egal was andere sagen -

und dafür Liebe ich Dich mein Schatz ♥♥♥ !!! . 

Mittwoch, 11. Juli 2012

Liebe und Gottgefälligkeit - Lesbischsein und Religion


Diesen Text habe ich durch Zufall beim googeln gefunden - und ich finde ihn so schön und gut geschrieben, das ich ihn einfach posten muß. Das sollten sich wirklich mal die, die immer gegen lesbische und schwule wettern zu Gemüte führen und mal drüber nachdenken. Und ich spreche da aus eigener Erfahrung: nur weil ich eine Frau liebe bin ich kein anderer oder schlechterer Mensch.
Aber lest selbst:


Liebe und Gottgefälligkeit

Hilal Sezgin - SWRinfo - Islamisches Wort - Januar 2010

Eine Bekannte von mir war lange mit ihrem Leben nicht zufrieden. Zwar studierte sie, war in der Gemeinschaft aktiv. Aber sie suchte einen Mann, der sie liebte und den sie liebte, und glaubte ab und zu, einen gefunden zu haben; aber nie wurde eine richtige Beziehung daraus. Wir verloren uns aus den Augen, viele Jahre später sah ich sie wie-der. Sie hielt den Kopf ganz anders als früher, ihre Augen strahlten, sie schob einen Kinderwagen vor sich her, sie war wie verwandelt; immer, wenn man sie von nun an auf der Straße sah, merkte man: Das, was vorher in ihrem Leben gefehlt hatte, war jetzt da. Und zwar hatte sie endlich Liebe und Familie gefunden - mit einer anderen Frau.

Sie war lesbisch "geworden". Und sie ist Muslima. Lesbischsein und Schwulsein ist nicht gerade das, was man mit gläubigen Muslimen üblicherweise verbindet. Der Koran gibt an mehreren Stellen die Geschichte Lots und des Volkes von Sodom wieder, in dem Männer mit Männern verkehrten (Sure 7:80-84; 15:57-77; 26:159-174; 27:54-58). Lot nannte sie ein „schändliches“, „hemmungsloses“ und „dummes“ Volk. Vom Himmel ging ein Steinhagel auf sie nieder. Irdische Strafen für Homosexualität im Speziellen benennt der Koran nicht, sagt aber an anderer Stelle, Unzucht aller Art sei zu bestrafen (Sure 4:16). Damit ist wohl auch Homosexualität gemeint. Traditionell lehnt der Islam die Homosexualität genauso ab wie es das orthodoxe Judentum oder Christentum tun (vgl. Levitikus, 18:1-22). Tatsächlich ist es ja dieselbe Tradition, die Geschichte von Sodom und Gomorrha stammt aus der Bibel. Nach klassischer muslimischer Auffassung ver-stößt Homosexualität gegen die von Gott gewollte Art von Liebe und Sexualität, nach der immer ein Mann und eine Frau, und nicht zwei Menschen gleichen Geschlechts zusammen gehören.

Und ehrlich gesagt, bin ich nicht überzeugt, dass das auch heute noch muslimische Auffassung sein muss. Unsere Gesellschaften haben sich gewandelt, Familien sind anders strukturiert. Die Kindersterblichkeit ist viel geringer, und es ist nicht mehr Hauptzweck liebender Beziehungen, im physischen Sinne fruchtbar zu sein. Heutige Paare stehen nicht mehr vor der Aufgabe, möglichst viele eigene Kinder aufzuziehen, um die Gemeinschaft und das eigene Alter zu sichern; man kümmert sich mit um die Kinder des Partners aus einer früheren Ehe, man versucht, in schwierigen Zeiten seinen Job zu behalten oder einen zu finden; bemüht sich, ein paar Träume zu verwirklichen, gleichzeitig realistisch zu sein und in dem ganzen Chaos halbwegs anständig zu bleiben. All das tun viele Menschen lieber zu zweit als allein; und wieso soll es nicht mit einem Partner gleichen Geschlechts möglich sein?

Eben deswegen kann ich mir so schlecht vorstellen, dass Gott etwas dagegen haben soll, wenn sich zwei Menschen lieben. Egal, wie ihre Körper aussehen. Was zählt, denke ich, ist, wie sie miteinander umgehen: ob sie ehrlich sind, vertrauensvoll, zärtlich, hilfsbereit. Das ist wichtig. Und dass sie sich gut miteinander fühlen, dass sie einander helfen, die Menschen zu werden, die sie sein sollen, und das Leben zu leben, das ihnen bestimmt ist. Bei der Bekannten, von der ich eingangs erzählte, war es genau so: Man merkte, hier war etwas ins Lot geraten, das vorher nicht stimmte. Hier hatte ein Mensch endlich den anderen Menschen gefunden, der zu ihm passt, sogar: der zu ihm gehört.

Keiner sollte es wagen, ein so glückliches, stabiles Paar und Elternpaar zu missbilligen, weil ihr Verhalten angeblich nicht gottgefällig wäre. Woher wissen wir das? Wer sind wir, dass wir jemand anderen, der im Begriff ist, so etwas Anspruchsvolles wie eine Lebenspartnerschaft aufzubauen, entmutigen dürften?! Respektieren sollten wir vielmehr jede Familie und jedes Paar mit ernsten Absichten, egal, welchen Geschlechts die beiden sind. Und wenn ein Sohn oder eine Tochter zu den Eltern kommt und ihnen sagt: Ich glaube, ich liebe einen Menschen von meinem eigenen Geschlecht – dann können die Eltern stolz und dankbar sein für das Vertrauen und die Offenheit, die in ihrer Familie herrschen. Sie sollten nichts darauf geben, was die Nachbarn vielleicht Abfälliges sagen, sondern ihren Kindern beistehen, ihren Weg zu finden und zu gehen.

Weil Homosexualität nicht automatisch „Unzucht“, sondern eine Form von Liebe ist.



Islamisches Wort: Liebe und Gottgefälligkeit - Hilal Sezgin - Januar 2010 - PDF-Dokument

SWR Mediathek - Islamisches Wort: Liebe und Gottgefälligkeit



Montag, 28. März 2011

Bin ich "Eine Schande für die westliche Emanzipation der Frau"? ... zu einem Kommentar...

Vor einiger Zeit bekam ich mal folgenden Kommentar:
Quoting Kommentar:
Du bist ja absolut verrückt. Eine Schande für die westliche Emanzipation der Frau. Ich verstehe Dich nicht... Wahrscheinlich ist es wohl nur der typische unterbewusste Männerhass, den doch alle Lesben irgendwie in sich tragen... Und dann soll man euch bitteschön nicht lächerlich finden? Lustig.



Ich mußte ja schon schmunzeln, denn was hat es mit Emanzipation zu tun, wenn Frau kurze Röcke, knappe Tops trägt und sich bis zur unkenntlichkeit schminkt? Oder ist es vielleicht emanzipierter hautenge Jeans und Leggings zu tragen?! Ist demnach also JEDE Frau, die Röcke trägt unemanzipiert und eine Schande für die weibliche Emanzipation?! Umso länger der Rock und umso öfter welche getragen werden, desto unemanzipierter und unselbstständiger?! So ein Quatsch....

Gerade, weil ich frei bin, die Kleidung zu wählen, die ich gern tragen möchte, habe ich mich für lange Röcke und Kopftuch entschieden. Gerade weil ich eine Frau bin, trage ich ausschließlich Röcke. Männer tragen Hosen und Frauen Röcke. Für mich ist das zumindest so und ich bin auch so erzogen worden - ich finde nun mal, dass beide Geschlechter sich auch in der Kleidung unterscheiden sollten und deswegen sind für mich Hosen nun mal tabu andere können sie ja gern tragen.

Und was das Kopftuch angeht, so war es meine eigene freie Entscheidung es zu tragen - keiner zwingt mich dazu, weder meine Familie, noch meine Religion oder irgendwelche Traditionen, selbst meine Partnerin verlangt es nicht von mir,...

Die einzige, die mich dazu "zwingt" und die will, daß ich es trage, das bin ich selbst!!! Und das aus den unterschiedlichsten Gründen.

Schon früher fand ich muslimische Frauen mit Kopftuch faszinierend und hübsch anzusehen und wollte selbst irgendwann mal eins tragen und mich so kleiden. Ich dachte nur immer das geht nicht, weil ich ja gar keine Muslima bin und wegen der Kleidung extra die Religion wechseln?! Nein, das kam für mich nicht in Frage, außerdem bin ich nicht wirklich gläubig und der Islam wäre definitiv keine Religion für mich.

Ich hab es aber dann doch mal ausprobiert, mit dem Kopftuch und den langen Röcken und es hat mir gefallen - da ging ich noch zur Schule. Zuerst hab ich mich nur gelegentlich zu Hause so angezogen - später bin ich dann auch so rausgegangen. Und einige Zeit später hab ich dann das Experiment gewagt und über mehrere Wochen hinweg tagein tagaus von morgens bis abends das Kopftuch getragen und es teilweise nur zum Schlafen abgenommen.

Dabei wurde mir sehr schnell klar, das es DAS ist, was ich will. Es fühlt sich so schön an es zu tragen und es ist ein tolles Gefühl, wenn die Menschen um herum mich zwar ansehen können aber keiner mich wirklich "SEHEN" kann. Das ist so ein gewisses Machtgefühl, ich ganz allein bestimme wer wieviel von mir sehen darf, wer mich ohne Kopftuch sehen darf und wer nicht. Ich für mich selbst muß nicht ohne Kopftuch sein, ich weiß wie ich aussehe und von daher stört es mich nicht, es denn ganzen Tag zu tragen und es gibt auch nur sehr wenig Menschen, für die ich es abnehme.

So warf ich dann zum Ende meines Experiments meine bedenken schnell über Bord, denn zum einen ist es doch nur Kleidung und ein bestimmter Modestil und andererseits, wieviele Muslimas gibt es, die zwar Kopftuch tragen, aber ihre Religion nur teilweise oder gar nicht praktizieren? Und so stand dann mein Entschluß schnell fest weiterhin Kopftuch zu tragen und mich zu bedecken - sprich nur lange Röcke und langärmelige Oberteile zu tragen.

Ich habe mich nun mal dafür enschieden und nehme diese Entscheidung auch sehr ernst, denn in meinen Augen gibt es kein zurück mehr, wenn man erst einmal damit angefangen hat. Aber ich habe diese Entscheidung bisher auch noch nie bereut und stehe dazu.

Diese Kleidung gibt mir eine Art von Geborgenheit, sie ist wie ein Schutzschild, der mich vor allzu aufdringlichen Blicken beschützt, meine Privatspähre schützt, meine Sittsamkeit (und die anderer) bewahrt und mich von allerlei Zwängen des Alltags befreit.

So muß ich mir z.B. keine Gedanken um meine Frisur oder Haarfarbe machen, denn meine Haare sieht eh keiner und wenn ich sie mir schön zurechtmache oder färbe, dann tue ich das für mich selbst oder eben für meine Freundin. Im moment sind sie knallrot gefärbt, weil sie das so sehr mag - zwar nicht so ganz mein Fall, weil es mir zu auffällig wäre, aber es sieht ja außer Ihr und mir niemand ;) Und was die Kleidung angeht, so brauch ich mir da auch keine großen Gedanken machen, da es durch den Stil ja sowieso schon fest vorgegeben ist, was ich anziehe: langer Rock (Hosen sind ja tabu und kurze Röcke sowieso), langärmeliges Oberteil - also Bluse oder Shirt bzw. Pullover und das natürlich das Kopftuch. So bleiben nur noch die Auswahl welche Farbe, mit Muster oder ohne, Bluse oder Shirt und ob ich eine Strickjacke oder einen Blazer anziehe.

Selbst das Schminken ist nicht so das Problem - ich schminke mich zwar sehr gerne und versuche mir dabei auch einen leicht orientalischen touch zu geben, damit es nicht ganz so auffällt, das ich keine echte Muslima bin und ich nicht wie eine konvertierte Deutsche aussehe *lach* was ich ja definitiv nicht bin. Aber selbst wenn ich mich mal nicht schminke - who cares? so wie ich mich kleide erwartet es niemand von mir, das ich geschminkt bin und es setzt auch niemand voraus und wenn ich mich schminke, dann tue ich das in erster Linie für mich oder um meiner Liebsten zu gefallen.

Und der Vorwurf, daß mich ein unterschwelliger Männerhaß dazu verleitet, wie er angeblich allen Lesben eigen sein soll (komisch, ich kenne keine, die Männer haßt) ist auch so nicht wahr. Ich finde es generell unangenehm, wenn Männer mir auf Beine, Po oder Brüste glotzen und ich mag die Vorstellung nicht, daß sie sich dabei allerlei versaute Dinge ausmalen - und daß nicht nur weil ich lesbisch bin... Ich mag es eben generell nicht - ich habe nichts gegen Sex, aber ich möchte gern selbst bestimmen, mit wem ich den habe und wer davon träumt welchen mit mir zu haben - und da kommt mir ja meine Kleidung als Schutz wieder zur Hilfe.


Im Islam gilt die Frau als das schönere Geschlecht und ihr ganzer Körper ist ihr als Schmuck mit auf den Weg gegeben worden und als solcher anzusehen: Haare; Brüste; die Beine; ihre Figur - einfach alles - wohlwissend, was sie mit diesen Reizen bei den Männern auszulösen vermag. Und deswegen ist jede Frau selbst dafür verantworlich, wie sie mit ihren Reizen umgeht und wenn sie nicht will, das Männer sich wegen ihr unkeusche und versaute Gedanken machen oder sie nur als Lustobjekt betrachten, muß sie die Verantwortung für ihre köperlichen Reize übernehmen und diese eben bedecken und genau auswählen wem sie ihre körperlichen Schönheiten und Reize zeigt und präsentiert.

Und diese Verantwortung für meinen Körper und sein (hauptsächlich für die Männer) reizvolles Aussehen möchte ich gern tragen und übernehmen, indem ich mich eben wie eine Muslima kleide.

Sicher macht man es sich da schon einfach, indem man einfach der Frau die Schuld für das Verhalten der Männer gibt und ihr die Verantwortung dafür aufbürdet die Erregung der Männer im Zaum zu halten.... Aber ich trage die Verantwortung dafür gern und kleide mich so wie ich es eben tue - zum einen finde ich die Vorstellung widerlich, dass ich die Hauptrolle in den sexuellen Fantasien eines fremden Mannes spiele und zum anderen lehne ich es ab, mich selbst als Frau zur Schau zu stellen - wozu auch? Ich bin vergeben und suche nicht und die einzige, die ein Recht darauf hat, das ich mich ihr präsentiere und ihr alles von mir zeige, wartet zu Hause und ist meine Freundin, Geliebte, Frau, Herrin und Gebieterin - und noch so vieles mehr. Alle anderen sollen mich als einfache Frau und Person sehen und nicht als Modepüppchen sehen und sollen mich nachdem, was ich sage denke und tue beurteilen und nicht nach meinem Outfit und der Kürze meines Rockes.

Aber wie dem auch sei, in erster Linie ist es nur Kleidung, Klamotten - ein Modestil, den Frau so eben tragen kann oder auch nicht.

Der Islam wäre als Religion zwar nie eine Option für mich, da ich nicht an Gott glaube und mir der Islam einfach zu sehr auf den glauben ausgelegt ist - er ist mir halt einfach zu "fromm". Aber eine andere Sache die ich am Islam mag ist, das er sehr auf Familie, Liebe und Partnerschaft ausgerichtet ist - wobei mir am meisten die Rolle der Frau und ihre Stellung in Familie und Gesellschaft gefällt, da ich mich darin am meisten wiedererkennen und mich am Besten damit identifizieren kann. Die Frau wird als schwach und verletzlich angesehen - ebenso sehe ich mich selbst. Ich mag die Regeln, nach denen Frauen im Islam, besonders in Ehe und Partnerschaft, leben. Vielen mögen diese Regeln als unterdrückund der Frau erscheinen, aber wenn man sich ein wenig damit beschäftigt sind eigentlich alle diese Regeln, klar definiert und eigentlich nur zum Besten der Frau - vor dem Hintergrund, das sie als schwach und verletzlich gilt und ihre Rolle auf das Wohl der Familie Liebe und Partnerschaft ausgelegt ist.
Ich will meine Ansichten dazu jetzt nicht in allen Einzelheiten erläutern, aber selbst wenn es nicht meine Religion ist, so kann es doch nicht schaden, die Regeln, die für Frauen im Islam gelten für mich zu übernehmen und danach, als eine Art Lifestyle zu leben - wozu es dann ja wiederum paßt, daß ich Kopftuch trage ;)
Ich bin damit bisher immer gut gefahren und zufrieden so wie es ist - und meiner Partnerin gafällt es auch, also, was sollte daran falsch sein?! Selbst wenn ich ihr gehorchen muß und sie frei über mich und mein tun bestimmen kann, so sehe ich das nicht als Unterdrückung - sie führt und leitet mich. Und warum sollte eine Frau nicht tun, was der Mensch den sie liebt von ihr will, selbst wenn es eine andere Frau ist?! Sich dem anderen vertrauensvoll und bedingungslos hingeben könne, das wünschen sich doch viele Frauen...

Und last but not least: ich habe mir das selbst alles so ausgesucht und mache es freiwillig, weil ich es so will, niemand zwingt mich dazu, sei es nun Kopftuch zu tragen oder meiner Freundin zu gehorchen - das mache ich weil ich es so möchte - ich habe es mir selbst so gewählt...

Montag, 17. November 2008

Gründe für eine Frau das Kopftuch auch als Nicht-Muslima zu tragen,...


Viele fragen sich sicher, warum sollte man in unserer modernen Welt Kopftuch tragen - wenn man als Frau nicht gerade dem Islam angehört und Muslima ist?
Genauso könnte man sich aber auch fragen, warum eine Frau Röcke und keine Hosen trägt, oder warum sie die Haare lang statt kurz trägt.
Gründe ein Kopftuch und lange bedeckende Kleidung, wie lange Röcke und langärmelige Oberteile zu tragen kann es für eine Frau viele geben:
  • der Kleidungsstil gefällt Ihr so gut, das sie die Kleidung gern tragen möchte
  • sie gefällt sich mit Kopftuch und findet sich hübsch damit
  • sie trägt es als Accessoire oder anstatt anderer Kopfbedeckung wie Hüte oder Mützen
  • sie zieht sich eher konservativ an und trägt sowieso meist lange Röcke und langärmelige Oberteile und findet daß das Kopftuch dies perfekt abrundet
  • sie will durch ihr Aussehen nicht auffallen
  • sie möchte nicht belästigt werden
  • sie mag die Blicke der Männer auf Beinen, Po und Brüsten nicht, da sie ihr unangenehm sind und versucht sich diesen durch die Kleidung zu entziehen
  • sie zeigt ihren Körper nicht gern
  • sie mag sich nicht zu freizügig kleiden, sondern bevorzugt eher unfreizügige Kleidung
  • sie will nach ihrer Persönlichkeit beurteilt werden und nachdem was sie sagt und denkt - und nicht nach ihrem Äußeren
  • sie möchte das man sie höflich und mit Respekt behandelt
  • sie mag das Gefühl Kopftuch zu tragen und sich verhüllt zu wissen
  • sie ist der Meinung das Ihr Aussehen ihr gehört und möchte ihre vollständige Schönheit nur dem Geliebten Partner und ausgewählten Personen zugänglich machen
  • sie möchte, daß nur der Partner sich an Ihrer Schönheit erfreuen kann
  • Sie trägt es aus Liebe, weil sie ganz dem geliebten Partner gehören möchte und auch Ihr Aussehen und ihre Schönheit ihm allein gehören sollen
  • usw. - es gibt sicher noch viele andere Gründe um das Kopftuch als Kleidungsstück oder Accessoire zu tragen
Es gibt viele Gründe, warum eine Frau ein Kopftuch tragen kann und will - selbst wenn sie keine Muslima ist und es keine religiösen oder traditionellen Gründe dafür gibt. Und ich finde, selbst wenn einer Frau, diese Art Kleidung gefällt - sei es nun, weil sie findet daß sie darin gut aussieht oder weil sie die durchaus praktischen Vorzüge mag - und sie diese Kleidung tragen möchte, sollte sie das tun können.
Ich finde es gibt keinen Grund die Religion zu wechseln, nur weil man eine bestimmte Art von Kleidung und Mode gerne tragen möchte. Und man trägt die Kleidung ja nicht weil man sich damit über die Muslimas lustig machen möchte, man trägt Kleidung und Kopftuch ja teilweise aus den selben Gründen wie eine Muslima. Zudem ist eine Frau, die zwar keine Muslima ist aber trotzdem gerne Kopftuch (Hijab), lange Röcke und langärmelige Oberteile trägt - sich also im selben Stil wie eine Muslima kleidet - doch eine willkommene Unterstützung für alle Muslimas, die es in unserer Gesellschaft leider, auf Grund ihres Kopftuches was ja ein Teil Ihrer Religion und Tradition ist, nicht leicht haben.
Meiner Meinung nach, gehört einer Frau ihr Körper (der ja nun mal mal schöner und erotischer als der eines Mannes ist) - und somit ihr Aussehen, ihr äusseres Erscheinungsbild, ihre Schönheit und Attraktivität - ganz alleine. Und sie selbst entscheidet, was sie damit macht, ob sie dieses Gut nun jeden sehen lässt oder es für sich behält und es mit Kopftuch und langer bedeckender Kleidung verhüllt - und so nur bestimmten Menschen mehr von sich zeigt - oder sich sexy anzieht und Beine und Dekolleté zeigt, das liegt bei jeder Frau ganz alleine.
Ich finde zu entscheiden, was und wieviel jeder von Ihr sehen darf ist das Recht einer jeden Frau und somit hat auch jede Frau ein Recht zu wählen, ob sie Kopftuch tragen möchte - ganz egal, ob sie nun Muslima ist oder nicht.

Und genauso handhabe ich es auch - ich bin keine Muslima und würde auch nicht zum Islam übertreten wollen, aber ich mag den Kleidungsstil: lange Röcke, Oberteile mit langen Ärmeln und Kopftuch. Ich finde, das es einfach schön aussieht und fühle mich schön und vor allem wohl darin. Und trage es aus diesen Gründen auch selbst - und das fast immer.
Besonders gut finde ich, das ich von den Männern nicht so begafft werde, das mag ich nämlich überhaupt nicht - und habe auch meine Gründe dafür.
Schön ist das alle Freunde und Bekannte das akzeptieren, das ich mich so kleide - einige finden es gut und es gefällt ihnen, andere finden es eher weniger gut, aber sie akzeptieren es - und das ist doch die Hauptsache, das ich so wie ich bin und sein möchte akzeptiert werde,...




Sonntag, 14. September 2008

Das Kopftuch - nur für Muslimas oder etwas für jede Frau? - Wie ich das sehe...

Das Kopftuch - nur etwas für eine Muslima, oder etwas für jede Frau?
Ich habe dazu mal folgenden Text zusammengestellt und in im Anschluß mit ein paar persönlichen Ansichten und Erfahrungen von mir ergänzt - viel Spaß beim lesen und mal drüber nachdenken.
____ Die Rolle der Frau im Islam ist oft das Angriffsziel der Medien. Der Hijab oder die islamische Kleidung wird als Unterdrückung der Frauen dargestellt. Muslime, die sich zum Islam bekennen, sind verpflichtet, sich an der islamischen Kleiderordnung (Hijab) zu halten. Hier möchte ich erklären, wieso Muslimas einen Hijab tragen müssen. Die Antwort ist eigentlich ganz simpel: Muslimas müssen einen Hijab tragen, weil Allah es ihnen so vorgeschrieben hat. Die Sicht des Islams unterscheidet sich von der Sicht in einigen Gesellschaften, wo Frauen nur aufgrund ihrer physischen Beschaffenheit beurteilt werden. Viele Frauen werden aufgrund ihres äußerlichen Erscheinungsbildes in der Gesellschaft diskriminiert. Diese Entwicklung beginnt in der Schule und setzt sich später noch intensiver in der Arbeitswelt fort. Durch den Hijab wird die Frau geschützt vor den Blicken der Männer. Im Gegenzug lernen die Männer, die Frauen nicht nur auf ihr Äußerliches zu reduzieren. Aus islamischer Sicht soll der Charakter und die Taten einer Frau im Vordergrund stehen und nicht ihre äußerlichen Reize. Die Frau ist kein Lustobjekt, woran sich fremde Männer erfreuen sollen. Wenn eine Frau sich verschleiert, erhöht sie ihre Stellung. Man beurteilt sie aufgrund ihres Wissens, Glaubens und ihrer Persönlichkeit und nicht aufgrund ihrer körperlichen Beschaffenheit. Allah hat alle Frauen mit Schönheit ausgezeichnet. Diese Schönheit darf aber nicht missbraucht werden, daher befiehlt Allah den muslimischen Frauen ihren Körper zu verhüllen. Durch das Tragen des Hijabs zeigt eine Muslima ihre Bereitschaft Allah zu dienen. Der Hijab befreit die Frauen, indem ihr die Würde zurückgegeben wird. Frauen, die den Hijab tragen, werden nicht mehr als Lustobjekte betrachtet. Die Frau wird geschützt vor Unterdrückung und Erniedrigung. Sie wird nicht zum Sex-Symbol degradiert, um Männern zu gefallen. Im Vordergrund stehen ihr Verstand und ihre Persönlichkeit. In vielen westlichen Gesellschaften haben Frauen, die sich freizügiger anziehen, oftmals viel bessere Berufschancen. Der Hijab hindert die Frauen in keinster Weise sich selbst zu verwirklichen oder eine hohe Position in der Gesellschaft zu erreichen. Der Hijab ist für die Öffentlichkeit gedacht! Der Hijab ist daher das genaue Gegenteil von "Unterdrückung". Der Islam betrachtet die Frau in der Gesellschaft wie eine "Nonne". Sie signalisiert durch ihre Kleidung: "Tabu". Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie sie aussieht. Eine muslimische Frau kann innerhalb ihrer eigenen Familie oder unter Frauen, tragen, was sie möchte. Wenn sie jedoch außer Haus ist, muss sie ihre Haare und ihren Körper verdecken, sodass ihre Körperform nicht sichtbar wird. Die Frau gilt im Islam als das eindeutig schönere Geschlecht und wird daher auch stärker ermahnt, ihren "Schmuck nicht zur Schau" zu tragen. Die islamische Kleiderordnung steht im Kontrast zu der Mode der westlichen Welt. In der heutigen Mode-Welt wird die Freizügigkeit jedes Jahr mit immer stärkerem Nachdruck verkündet. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr! Frauen gelten in vielen Gesellschaften nur noch als Sex-Symbole. Junge Mädchen entblößen sich, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Vielen Frauen denken, dass ihr Wert sich nur aus ihrer Schönheit zusammensetzt. In der Werbewelt wird der weibliche Körper missbraucht, um zum Kauf anzuregen. Überall sieht man nackte Frauen. Eine muslimische Frau muss ihren Körper nicht missbrauchen, um sich gesellschaftliche Anerkennung zu verdienen. Ihre Kleidung ist eine Ablehnung des Mode-Diktates. Nicht ihr Kleid ist ihr "Schmuck", sondern das, was sich darunter befindet. Eine Frau, die sich freizügig der Männerwelt präsentiert, erniedrigt sich selber zum Lustobjekt. Muslimas, die sich an den islamischen Kleidungsvorschriften orientieren, provozieren keine männlichen Blicke. Sie stehen für Sittsamkeit und Keuschheit. Eine muslimische Frau, die einen Hijab trägt, gibt ein Statement ab über ihre Identität. Sie vermittelt ihrer Umwelt die Botschaft: „Ich folge den Gesetzen Allahs und bin nicht bereit zu flirten.“ Hijab zu tragen, ist ein Akt des Gehorsams gegenüber Allah. Im Islam steht die spirituelle Schönheit im Vordergrund. Die "islamische Kleidung" für Frauen befreit ihre Trägerinnen vom Zwang, durch teure Kleidung, Kosmetika und Schmuck mit ihresgleichen (hoffnungslos) zu konkurrieren, und gleichzeitig ermöglicht sie die schon äußerlich sichtbare Ablösung von der möglicherweise als drückend empfundenen sozialen Herkunft. Darüber hinaus verhilft sie Mädchen und Frauen in einer Öffentlichkeit, die nach wie vor von Männern dominiert wird, zu einem Anschein sexueller Unangreifbarkeit und erleichtert es ihnen auf diese Weise, ihren Weg in Ausbildung und Beruf einzuschlagen. Unter funktionalen Gesichtspunkten ist es also sehr wohl möglich, das Kopftuch als genaues Gegenteil einer zur Schau getragenen Rückständigkeit, nämlich als Attribut von Modernität, zu verstehen. Die Kleidung darf nicht der Kleidung des anderen Geschlechts ähneln. Männer und Frauen sollten ihre Männlichkeit bzw. Weiblichkeit pflegen. (diese Ansicht gefällt mir sehr, denn ich bin damit quasi aufgewachsen, meine Mutter hat mich sehr konservativ erzogen und ich durfte seit meinem 10. Lebensjahr keine Hosen mehr tragen - stattdessen mußte ich Röcke und Kleider tragen und durfte nur noch betont weibliche Kleidung tragen - meine Mutter meinte immer nur: "Du bist eine Frau, also solltest Du Dich auch so kleiden. Hosen sind für Männer da und Röcke und Kleider für Frauen und deswegen wirst Du auch keine Hosen tragen." Ich hab es dann irgendwann so akzeptiert auch wenn es schwer fiel und bin dann beim tragen von Röcken geblieben - für Hosen hab ich mittlerweile gar nichts mehr übrig - Röcke sind viel praktischer und schöner - auch wenn meine nun mittlerweile knöchellang sind) Ich mag diese Ansichten über das Kopftuch und lange verhüllend Kleidung - also warum sollte ich nicht als Nicht-Muslima auch von den offensichtlichen Vorteilen, die diese Kleidung in der Öffentlickeit bietet profitieren? Ich mag es nicht von Männer angestarrt und begafft zu werden - es ist mir unangenehm, nicht zuletzt auch, weil ich eher auf Frauen stehe. Diese Kleidung schützt mich perfekt vor diesen Blicken und dern evtl. abschätzenden Blicken meiner Geschlechtsgenossinnen - in dieser Kleidung beurteilt man mich nicht nach der Kleidung, die ich trage, meiner Frisur oder wie ich meine Haare gestylt habe, sondern nur nach dem was ich sage und tue - und so sollte es doch eigentlich auch sein....
Mittlerweile besteht sie sogar drauf, daß ich Kopftuch trage ich könnte sogar fast sagen daß sie mir verboten hat das Haus ohne zu verlassen - aber ich glaube das würde zu weit gehen. Allerdings kommt es selten genug vor, das sie mir erlaubt das Haus ohne zu verlassen, oder gar einen kurzen Rock zu tragen - aber das ist okay, ich bin glücklich so, ich gehöre ihr und ihr Wille ist mein Befehl. Und wenn es Ihr gefällt und sie damit glücklich ist bin ich es auch.
Meiner Meinung nach sollte jede Frau wählen können ob sie ein Kopftuch tragen möchte oder nicht - selbst wenn sie keine Muslima ist. Es ist doch immer noch die entscheidung einer jeden selbst, wer wieviel von Ihrem Körper sehen darf, oder wer gar alles sehen darf. Selbstverständlich sollte auch jedem freigestellt sein, dies von seiner Partnerin zu verlangen - denn wer möchte schon gerne, daß sich andere an der Freundin oder Frau ergötzen und sich heiße Gedanken dabei machen?
Ich auf jeden Fall bin ganz glücklich mit meiner Entscheidung Kopftuch und lange Kleidung zu tragen - auch wenn ich keine Muslima bin. Zum Glück sind die Leute in meinem Freundeskreis sehr tolerant und akzeptieren das - einig bewundern sogar daß ich es von mir aus angefangen habe. Mir macht es auch nichts aus, daß es meine Freundin mittlerweile von mir verlangt im Gegenteil - ich bin sogar stolz drauf, es für sie zu tragen und darauf das sie mich nicht teilen möchte. Zum Glück hab ich eine tolerante Chefin, die das akzeptiert und meine Freundin auch sehr gut kennt. So kann ich das Kopftuch auch im Alltag und Berufsleben tragen, und nicht nur in der Freizeit, und kann so immer meine Vorstellung vom "Kopftuch-tragen" leben und ausleben. Es ist ein schönes Gefühl es zu tragen und ich fühle es bei jeder Bewegung und werde dabei immer daran erinnert, für wen und warum ich es trage. Es ist ein wundervolles Gefühl ganz meiner Freundin zu gehören und ihr Eigentum zu sein - selbst mein Aussehen und mein äußeres Erscheinungsbild gehören Ihr und sind ganz allein ihr vorbehalten. Das Kopftuch sorgt dafür, das es so ist und bleibt und erinnert mich ständig an diese schöne und wie ich finde sehr romantische Tatsache > Das ist das schönste Geschenk, was ich meiner Geliebten aus Liebe machen kann. <

Und auch wenn ich keine richtige Muslima bin, so versuche ich doch für meine Freundin so dazu sein, ihr zu dienen und mich ihr so unterzuordnen, wie es eine brave Muslima für ihren "Mann" tun würde. Meine Geliebte zufrieden zu stellen und glücklich zu machen ist meine wichtigste Aufgabe als ihre Geliebte, denn wenn sie glücklich ist bin ich es auch.