Ich bin die Diana und wurde streng weiblich erzogen. Ich trage nur Kleider und Röcke - und Kopftuch auch wenn ich keine Muslima bin und nicht vorhabe zum Islam zu konvertieren. Mir gefällt es einfach mich so zu kleiden,... Ich werde hier über alles schreiben, was mich in meiner kleinen Welt so bewegt - ob nun über Kleidung, Liebe oder meine Gedanken und Ansichten.
Hijab
Mittwoch, 27. April 2011
Mein Kopftuch: wie alles Anfing - TEIL 1
Mittwoch, 13. April 2011
Ich bin (k)eine Muslima...
Montag, 28. März 2011
Bin ich "Eine Schande für die westliche Emanzipation der Frau"? ... zu einem Kommentar...
Quoting Kommentar:
Du bist ja absolut verrückt. Eine Schande für die westliche Emanzipation der Frau. Ich verstehe Dich nicht... Wahrscheinlich ist es wohl nur der typische unterbewusste Männerhass, den doch alle Lesben irgendwie in sich tragen... Und dann soll man euch bitteschön nicht lächerlich finden? Lustig.
Ich mußte ja schon schmunzeln, denn was hat es mit Emanzipation zu tun, wenn Frau kurze Röcke, knappe Tops trägt und sich bis zur unkenntlichkeit schminkt? Oder ist es vielleicht emanzipierter hautenge Jeans und Leggings zu tragen?! Ist demnach also JEDE Frau, die Röcke trägt unemanzipiert und eine Schande für die weibliche Emanzipation?! Umso länger der Rock und umso öfter welche getragen werden, desto unemanzipierter und unselbstständiger?! So ein Quatsch....
Gerade, weil ich frei bin, die Kleidung zu wählen, die ich gern tragen möchte, habe ich mich für lange Röcke und Kopftuch entschieden. Gerade weil ich eine Frau bin, trage ich ausschließlich Röcke. Männer tragen Hosen und Frauen Röcke. Für mich ist das zumindest so und ich bin auch so erzogen worden - ich finde nun mal, dass beide Geschlechter sich auch in der Kleidung unterscheiden sollten und deswegen sind für mich Hosen nun mal tabu andere können sie ja gern tragen.
Und was das Kopftuch angeht, so war es meine eigene freie Entscheidung es zu tragen - keiner zwingt mich dazu, weder meine Familie, noch meine Religion oder irgendwelche Traditionen, selbst meine Partnerin verlangt es nicht von mir,...
Die einzige, die mich dazu "zwingt" und die will, daß ich es trage, das bin ich selbst!!! Und das aus den unterschiedlichsten Gründen.
Schon früher fand ich muslimische Frauen mit Kopftuch faszinierend und hübsch anzusehen und wollte selbst irgendwann mal eins tragen und mich so kleiden. Ich dachte nur immer das geht nicht, weil ich ja gar keine Muslima bin und wegen der Kleidung extra die Religion wechseln?! Nein, das kam für mich nicht in Frage, außerdem bin ich nicht wirklich gläubig und der Islam wäre definitiv keine Religion für mich.
Ich hab es aber dann doch mal ausprobiert, mit dem Kopftuch und den langen Röcken und es hat mir gefallen - da ging ich noch zur Schule. Zuerst hab ich mich nur gelegentlich zu Hause so angezogen - später bin ich dann auch so rausgegangen. Und einige Zeit später hab ich dann das Experiment gewagt und über mehrere Wochen hinweg tagein tagaus von morgens bis abends das Kopftuch getragen und es teilweise nur zum Schlafen abgenommen.
Dabei wurde mir sehr schnell klar, das es DAS ist, was ich will. Es fühlt sich so schön an es zu tragen und es ist ein tolles Gefühl, wenn die Menschen um herum mich zwar ansehen können aber keiner mich wirklich "SEHEN" kann. Das ist so ein gewisses Machtgefühl, ich ganz allein bestimme wer wieviel von mir sehen darf, wer mich ohne Kopftuch sehen darf und wer nicht. Ich für mich selbst muß nicht ohne Kopftuch sein, ich weiß wie ich aussehe und von daher stört es mich nicht, es denn ganzen Tag zu tragen und es gibt auch nur sehr wenig Menschen, für die ich es abnehme.
So warf ich dann zum Ende meines Experiments meine bedenken schnell über Bord, denn zum einen ist es doch nur Kleidung und ein bestimmter Modestil und andererseits, wieviele Muslimas gibt es, die zwar Kopftuch tragen, aber ihre Religion nur teilweise oder gar nicht praktizieren? Und so stand dann mein Entschluß schnell fest weiterhin Kopftuch zu tragen und mich zu bedecken - sprich nur lange Röcke und langärmelige Oberteile zu tragen.
Ich habe mich nun mal dafür enschieden und nehme diese Entscheidung auch sehr ernst, denn in meinen Augen gibt es kein zurück mehr, wenn man erst einmal damit angefangen hat. Aber ich habe diese Entscheidung bisher auch noch nie bereut und stehe dazu.
Diese Kleidung gibt mir eine Art von Geborgenheit, sie ist wie ein Schutzschild, der mich vor allzu aufdringlichen Blicken beschützt, meine Privatspähre schützt, meine Sittsamkeit (und die anderer) bewahrt und mich von allerlei Zwängen des Alltags befreit.
So muß ich mir z.B. keine Gedanken um meine Frisur oder Haarfarbe machen, denn meine Haare sieht eh keiner und wenn ich sie mir schön zurechtmache oder färbe, dann tue ich das für mich selbst oder eben für meine Freundin. Im moment sind sie knallrot gefärbt, weil sie das so sehr mag - zwar nicht so ganz mein Fall, weil es mir zu auffällig wäre, aber es sieht ja außer Ihr und mir niemand ;) Und was die Kleidung angeht, so brauch ich mir da auch keine großen Gedanken machen, da es durch den Stil ja sowieso schon fest vorgegeben ist, was ich anziehe: langer Rock (Hosen sind ja tabu und kurze Röcke sowieso), langärmeliges Oberteil - also Bluse oder Shirt bzw. Pullover und das natürlich das Kopftuch. So bleiben nur noch die Auswahl welche Farbe, mit Muster oder ohne, Bluse oder Shirt und ob ich eine Strickjacke oder einen Blazer anziehe.
Selbst das Schminken ist nicht so das Problem - ich schminke mich zwar sehr gerne und versuche mir dabei auch einen leicht orientalischen touch zu geben, damit es nicht ganz so auffällt, das ich keine echte Muslima bin und ich nicht wie eine konvertierte Deutsche aussehe *lach* was ich ja definitiv nicht bin. Aber selbst wenn ich mich mal nicht schminke - who cares? so wie ich mich kleide erwartet es niemand von mir, das ich geschminkt bin und es setzt auch niemand voraus und wenn ich mich schminke, dann tue ich das in erster Linie für mich oder um meiner Liebsten zu gefallen.
Und der Vorwurf, daß mich ein unterschwelliger Männerhaß dazu verleitet, wie er angeblich allen Lesben eigen sein soll (komisch, ich kenne keine, die Männer haßt) ist auch so nicht wahr. Ich finde es generell unangenehm, wenn Männer mir auf Beine, Po oder Brüste glotzen und ich mag die Vorstellung nicht, daß sie sich dabei allerlei versaute Dinge ausmalen - und daß nicht nur weil ich lesbisch bin... Ich mag es eben generell nicht - ich habe nichts gegen Sex, aber ich möchte gern selbst bestimmen, mit wem ich den habe und wer davon träumt welchen mit mir zu haben - und da kommt mir ja meine Kleidung als Schutz wieder zur Hilfe.
Im Islam gilt die Frau als das schönere Geschlecht und ihr ganzer Körper ist ihr als Schmuck mit auf den Weg gegeben worden und als solcher anzusehen: Haare; Brüste; die Beine; ihre Figur - einfach alles - wohlwissend, was sie mit diesen Reizen bei den Männern auszulösen vermag. Und deswegen ist jede Frau selbst dafür verantworlich, wie sie mit ihren Reizen umgeht und wenn sie nicht will, das Männer sich wegen ihr unkeusche und versaute Gedanken machen oder sie nur als Lustobjekt betrachten, muß sie die Verantwortung für ihre köperlichen Reize übernehmen und diese eben bedecken und genau auswählen wem sie ihre körperlichen Schönheiten und Reize zeigt und präsentiert.
Und diese Verantwortung für meinen Körper und sein (hauptsächlich für die Männer) reizvolles Aussehen möchte ich gern tragen und übernehmen, indem ich mich eben wie eine Muslima kleide.
Sicher macht man es sich da schon einfach, indem man einfach der Frau die Schuld für das Verhalten der Männer gibt und ihr die Verantwortung dafür aufbürdet die Erregung der Männer im Zaum zu halten.... Aber ich trage die Verantwortung dafür gern und kleide mich so wie ich es eben tue - zum einen finde ich die Vorstellung widerlich, dass ich die Hauptrolle in den sexuellen Fantasien eines fremden Mannes spiele und zum anderen lehne ich es ab, mich selbst als Frau zur Schau zu stellen - wozu auch? Ich bin vergeben und suche nicht und die einzige, die ein Recht darauf hat, das ich mich ihr präsentiere und ihr alles von mir zeige, wartet zu Hause und ist meine Freundin, Geliebte, Frau, Herrin und Gebieterin - und noch so vieles mehr. Alle anderen sollen mich als einfache Frau und Person sehen und nicht als Modepüppchen sehen und sollen mich nachdem, was ich sage denke und tue beurteilen und nicht nach meinem Outfit und der Kürze meines Rockes.
Aber wie dem auch sei, in erster Linie ist es nur Kleidung, Klamotten - ein Modestil, den Frau so eben tragen kann oder auch nicht.
Der Islam wäre als Religion zwar nie eine Option für mich, da ich nicht an Gott glaube und mir der Islam einfach zu sehr auf den glauben ausgelegt ist - er ist mir halt einfach zu "fromm". Aber eine andere Sache die ich am Islam mag ist, das er sehr auf Familie, Liebe und Partnerschaft ausgerichtet ist - wobei mir am meisten die Rolle der Frau und ihre Stellung in Familie und Gesellschaft gefällt, da ich mich darin am meisten wiedererkennen und mich am Besten damit identifizieren kann. Die Frau wird als schwach und verletzlich angesehen - ebenso sehe ich mich selbst. Ich mag die Regeln, nach denen Frauen im Islam, besonders in Ehe und Partnerschaft, leben. Vielen mögen diese Regeln als unterdrückund der Frau erscheinen, aber wenn man sich ein wenig damit beschäftigt sind eigentlich alle diese Regeln, klar definiert und eigentlich nur zum Besten der Frau - vor dem Hintergrund, das sie als schwach und verletzlich gilt und ihre Rolle auf das Wohl der Familie Liebe und Partnerschaft ausgelegt ist.
Ich will meine Ansichten dazu jetzt nicht in allen Einzelheiten erläutern, aber selbst wenn es nicht meine Religion ist, so kann es doch nicht schaden, die Regeln, die für Frauen im Islam gelten für mich zu übernehmen und danach, als eine Art Lifestyle zu leben - wozu es dann ja wiederum paßt, daß ich Kopftuch trage ;)
Ich bin damit bisher immer gut gefahren und zufrieden so wie es ist - und meiner Partnerin gafällt es auch, also, was sollte daran falsch sein?! Selbst wenn ich ihr gehorchen muß und sie frei über mich und mein tun bestimmen kann, so sehe ich das nicht als Unterdrückung - sie führt und leitet mich. Und warum sollte eine Frau nicht tun, was der Mensch den sie liebt von ihr will, selbst wenn es eine andere Frau ist?! Sich dem anderen vertrauensvoll und bedingungslos hingeben könne, das wünschen sich doch viele Frauen...
Und last but not least: ich habe mir das selbst alles so ausgesucht und mache es freiwillig, weil ich es so will, niemand zwingt mich dazu, sei es nun Kopftuch zu tragen oder meiner Freundin zu gehorchen - das mache ich weil ich es so möchte - ich habe es mir selbst so gewählt...
Freitag, 4. März 2011
Wearing Hijab as a non muslim women?
Can a young non-muslim women wear a headscarf / hijab with long covering skirts and shirts like muslim women do?
I wear Hijab since a few years now - in my opinion it looks very beautiful and nice on me and i like the feeling of covering my body allover except hands and face. I like the modesty look of that fashion and i like it that everyone in puplic sees me, but no one can see how i really look in full. That is the only right of my partner and some good friends are allowed to see me without hijab - it is my body and my head so isn't it my right to choose who can look at it.
I think it is good for me to wear hijab - guys don't look at my legs or breasts and i don't have to think about, that i was attracted to one or maybe aroused some guys. And i like the modestity of that fashion look, it covers my head and i don't have to take part in that daily beauty competition like other women do,...
And in fact at home and in most parts of my daily life i try to live and act like a muslim women does and try to follow their rules and traditions, because i like it - the role and position of the muslim woman in society reflects perfect, how i see myself as a women.
But i never thought about converting to Islam and i never will do, cause i'm not that religious....
But is it allowed for a non muslim woman like me, to wear hijab and dress like muslim women do?
Thanks for your answers
Best Regards Amirah
Eine Frage - Was denkt ihr? Kann man als nicht muslimische Frau ein Kopftuch tragen?
Meiner Meinung nach schon, denn es ist ja nur ein normales Kleidungsstück. Viele sagen zwar, dass das Kopftuch ein religiöses Symbol darstellt, wo das mit dem tragen schon wieder anders aussehen würde, aber ich finde nicht, dass es so ist, die Medien haben es nur zu dem gemacht um muslimische Frauen auszugrenzen.
Zugegeben, die islamische Damenmode hat sich durch die religiösen Vorschriften de Korans zu dem entwickelt, was sie heute ist und da gehört auch der sogenannte Hijab, das Kopftuch mit dazu.
Aber es ist und bleibt ein Modestil, der schon in vielen anderen Kulturen und Epochen populär ist und war.
Und ansonsten muß jede Frau selber wissen, ob sie sich immer und ständig bedeckt zeigen will - das ist denke ich mal eine Art Lebenstil und es muß jede für sich selbst wissen ob es gut so für sie ist. Andere tragen gerne Hüte, Mützen oder Haarbänder - was ist also gegen ein Kopftuch einzuwenden?!
Und wieder andere kleiden sich gern sexy - was ist dagegen einzuwenden, sich in der Öffentlichkeit gern bedeckt und züchtig bekleidet gibt?!
Ich denke mal nichts, wenn man es für sich selbst als besser erachtet und man es von sich aus tut und nicht dazu gezwungen wird.
Und auch wenn man dann aussieht wie eine Muslimische Frau - ich finde diese Mode persönlich schön und viele Muslimas sehen ausgesprochen hübsch aus. Was sollte also verkehrt daran sein sich selbst so zu kleiden?!
Samstag, 20. November 2010
Moderne Kopftücher
Eine niederländische Modedesignerin entwirft Alternativen zum traditionellen islamischen Kopftuch
„Wer turnen will, muss Rollkragenpullover und Badekappe tragen“, heißt es an manchen niederländischen Schulen, wenn muslimische Mädchen nicht ohne Kopftuch sporteln wollen. Weil sie sich mit dem Kleidungsstück verhaken könnten, werden sie aus Sicherheitsgründen vom Unterricht ausgeschlossen. Sport allerdings gilt als wichtig, weil integrationsfördernd.
Das hat auch die niederländische Designerin Cindy van den Bremen erkannt und zu pragmatischen Mitteln gegriffen: Sie hat vier sportliche Alternativmodelle für das traditionelle islamische Kopftuch, den Hijab, entworfen und damit zumindest ein Integrationsproblem gelöst. „Capsters“ nennt die Designerin ihre mützenartigen Exemplare, die sie bis jetzt für sportliche Aktivitäten wie Tennis, Aerobics, Skaten und Outdoor entworfen hat.
Van den Bremen überrascht es nicht, dass die Mädchen den Badekappen-Vorschlag der Schulbehörde nicht angenommen haben und auch weiterhin dem Unterricht fernblieben. „Junge Musliminnen sind ausgesprochen Modebewußt“, weiß die Designerin, „es ist ihnen peinlich, in solch einem Outfit am Unterricht teilzunehmen“.
Die Kopftuch-Alternativen der Designerin aus Eindhoven treffen den modischen Nerv einer Generation, die mit Kapuzenshirts und Baseballcaps aufgewachsen ist. Den verstaubt-traditionellen Charakter ihrer schalartigen Vorgänger haben sie verloren. Das Skate-Modell ist aus grauem Lycra und mit einer neongrünen Linie abgesetzt, die Outdoor-Variante aus Fleece und mit Klettverschluß, und das weiße Aerobics-Modell zieren zwei schwarze Streifen. Den dritten mußte die Designerin aus rechtlichen Gründen entfernen.
Für die optimale Tragbarkeit und die religiöse „correctness“ ihrer Modelle holte Van den Bremen den Rat eines Iman ein und ließ Ihre Prototypen von muslimischen Studentinnen testen. Dabei stellte sich beispielsweise heraus, dass ein Reißverschluß am Hals unangenehm war, weil er kratzte, oder ein bestimmtes Material zu sehr raschelte und damit das Hören erschwerte.
Mittlerweile werden „Capsters“ auch von Nichtmuslimen gekauft. Eine orthodoxe Jüdin, eine Snowboarderin und Motorradfahrer gehören zum nicht muslimischen Kundenstamm der Designerin, die sonst vornehmlich in die USA, nach Australien und in einige arabische Staaten exportiert. Die engagierte Niederländerin hat ihr eigentliches Ziel erreicht, denn neben den funktionalen und modischen Aspekten verfolgt sie mit ihren Modellen das Ziel, die Bedeutungsschwere des Kopftuchs aufzuheben und es zu entideologisieren.
„Kopftuch und fundamentalistishe Gesinnung werden heutzutage in einem Atemzug gedacht“, erklärt die Designerin „wenn in Zukunft auch Nichtmuslimische Capsters tragen, also die gleichen kulturellen Codes benutzen, verschwimmen die Grenzen. Vorurteile verschwinden, wenn nicht mehr klar ist, wer Muslim ist und wer nicht.“
Dass ihre Arbeit kulturelle Grenzen, und sogar die von Staat und Religion, allmählich aufhebt, zeigt ihr neuester Auftrag: Zum Schutz der muslimischen Wächterinnen in den niederländischen Gefängnissen entwirft Van den Bremen derzeit spezielle „Capsters“. Zurzeit sind die Wächterinnen nämlich noch mit Rollkragenpullover und Kopftuch bekleidet. Und das stellt in den Augen der Behörden ein hohes Sicherheitsrisiko dar.
Anette Frisch
Erhältlich unter www.capsters.com.
Sonntag, 10. Oktober 2010
Ein Gedanke zum Kopftuch tragen...
Eine muslimische Autorin antwortete in einem Interview, ob sie Kopftuch trage wie folgt:
"Tragen Sie Kopftuch?"
"Nein. Für mich persönlich erfüllt die Verhüllung, die einst für muslimische Frauen vorgesehen war, nicht mehr ihren eigentlichen Zweck. Sie sollte in der Entstehungszeit des Islam Belästigungen durch Männer abwehren, signalisieren, dass man nicht zu den Prostituierten gehörte, und zeigen, dass man Muslima und zu respektieren war. Heute brauchen wir keine Verhüllung, um entsprechend behandelt zu werden. Ein angemessenes Auftreten reicht meines Erachtens völlig aus."
Eine tolle Sichtweise die sie da hat und eine tolle Einstellung. Ich bin auch der Meinung, das eine Muslima nicht unbedingt ein Kopftuch tragen muß und wenn, dann ist es ihre Entscheidung und sie sollte es freiwillig und von sich aus tun, weil sie es eben möchte.
Ich trage es ja auch, weil ich es schön finde und es tragen möchte - ganz freiwillig und von mir aus - auch wenn mir bewußt ist, daß ich weiterhin tragen muß. Es ist nun mal so: hat man einmal damit angefangen, so gibt es kein zurück mehr, aber das war mir auch schon damals vor 10 Jahren, wie ich angefangen habe es zu tragen bewußt.
Wie dem auch sei, sie hat natürlich recht, daß die Gründe ein Kopftuch zu tragen - als Schutz vor der Belästigung durch die Männer und als Zeichen daß man als Frau respektiert werden möchte und zu respektieren ist - mittlerweile ein wenig antiquiert sind. Es stimmt schon: ein angemessenes Auftreten und ein vernünftiges verhalten der Frau - und der Männer - sollte eigentlich ausreichen um als Frau nicht belästigt und respektiert zu werden.
Leider ist dem nicht ganz so, die Männer gaffen den Frauen immer noch hinterher, machen sie dumm an, machen dumme Sprüche und machen die Frauen blöd an. Von daher hat das Kopftuch als Schutz vor Belästigung und als Zeichen, daß man als Frau geachtet und respektiert werden möchte immer noch seine Berechtigung.
Und wenn es aus diesen Gründen getragen wird, dann kann es doch eine nicht-muslimische Frau wie ich auch tragen, wenn sie es denn mag und gern ein Kopftuch tragen möchte.
In diesem Sinne
LG Amirah
Montag, 26. April 2010
Der Frühling kommt - das Kopftuch bleibt,....
Jetzt hatten wir die ersten schönen Tage in diesem Jahr und ich stehe wie schon so oft in den letzten Jahren vor der schweren Entscheidung auch im Sommer Kopftuch zu tragen oder es einfach mal abzulegen und statt langen Röcken auch mal kurze Röcke oder sogar Miniröcke zu tragen,...
Ich weiß, viele Mädchen und junge Frauen in meinem Alter warten immer schon sehnsüchtig auf den Frühling und den Sommer, weil sie dann endlich wieder kurze Röcke und Tops tragen können - zumindest ohne eine dicke Strumpfhose dazu tragen zu müssen.
Das können sie ja auch gerne machen, da hab ich nichts dagegen, ganz im Gegenteil: es freut mich ja auch für sie...
Nur was bringt es mir mich so zu kleiden, außer das es etwas luftiger bei warmen Temperaturen ist, als ein langer Rock und ein langärmeliges Oberteil?
Ich würde mir eher so vorkommen, als ob ich mich zur Schau stellen würde - Wetter bedingte Fleischbeschau sozusagen - ich würde kurze Röcke und ärmellose Tops tragen und die Kerle würden gaffen - auf meine Beine, meine nackten Arme, meine Brüste und wenn der Rock eng genug ist auch auf den Po - widerliche Vorstellung,... einige Frauen mögen das ja und sehen es auch als eine Art Selbstbestätigung, wenn sie gucken - sollen sie ja auch gern, aber ich mach da nicht mit.
Und andere Frauen würden sicherlich mal den einen oder anderen vergleichenden oder gar neidischen Blick auf mich riskieren - der typische tägliche Konkurenkkampf halt - wer ist die Schönste, wer hat das tollste Outfit und das Beste Styling - auch etwas, wobei ich nicht mitmachen möchte,...
Ja sicher, ich könnte mich auch einfach nicht darum scheren und das Kopftuch einfach ablegen, wenn ich wollte - es verpflichtet mich ja schließlich kein Glaube, keine Religion, keine Kultur und auch keine Traditionen dazu es zu tragen - denn ich gehöre ja nicht dem Islam an und bin demzufolge auch keine richtige Muslima - auch wenn ich mich genau wie eine kleide und deswegen auch wie eine aussehe.
Aber, ich habe mich damals ganz bewußt dafür entschieden Kopftuch zu tragen - zum einen weil mir diese Art der Muslimischen Frauen, sprich ihre Mode sehr gefällt, weil es ein tolles Gefühl ist so gekleidet zu sein - zumindest für mich - und weil es für diese Entscheidung Kopftuch tragen zu wollen auch noch viele andere Gründe gibt.
Ich würde mir also selbst untreu werden, wenn ich es ablegen würde nur um dann kurze Röckchen zu tragen und mich aller Welt zu zeigen,...
Viele denken sicher: "Es ist ja nur ein Tuch, ein Stück Stoff,..." aber es bedeutet mir schon sehr viel mehr das Kopftuch zu tragen - ich glaube sogar, das man, wenn man sich einmal dazu entschloßen hat Kopftuch zu tragen es nicht so ohne weiteres wieder ablegen kann und darf - man muß es einfach weiter tragen - es gibt kein zurück mehr, egal, welcher Religion man angehört. Es ist eine endgültige Entscheidung, die man da trifft und man muß diesen Weg weitergehen, ob man will oder nicht.
Ich weiß nicht warum das so ist, aber ich fühle, daß es so ist - das eine Frau, die sich einmal für das Kopftuch entschieden hat es nicht wieder ablegen darf. Das hat nicht unbedingt etwas mit Religion zu tun, es ist eher was persönliches und intimes - und auch etwas besonderes nur bestimmten Personen mehr von seinem Körper als nur das Gesicht zu zeigen.Frau trägt es mit Stolz, weil sie es eben so will.
Von daher wird es das auch für mich nicht geben, es mal zu tragen und mal nicht, so wie ich gerade Lust habe - es gibt nur ein MIT Kopftuch oder ein OHNE Kopftuch aber beides zusammen bzw. abwechselnd geht in meinen Augen - zumindest für mich selbst - nicht.
Ich sehe das Kopftuch auch nicht als religiöses Symbol, wie viele Medien das tun - es zu tragen ist etwas sehr persönliches und reine Ansichtssache und vielleicht auch eine Frage der inneren Einstellung. Und ich kann viele Muslimas sehr gut verstehen, die es nicht ablegen wollen, egal aus welchen Gründen sie das auch immer tun sollten - und es ist doch egal, welchen Haar- oder Kopfschmuck frau trägt - Hauptsache, sie ist unter dem Kopftuch so wie sie ist: Sie selbst - egal ob Muslima oder nicht.
Und was den Sommer angeht, der kann ruhig kommen - wenn man zum langen Rock dünne Strumpfhosen trägt und die Kleidung aus den richtigen Stoffen und locker geschnitten ist, dann wird es auch im Sommer mit langem Rock und langärmeligen Oberteilen oder Blusen nicht zu warm. Und das Kopftuch kann man ja auch mal lässig im Nacken binden, da spricht ja nichts dagegen - es muß ja nicht immer den Hals bedecken.
Und so steht mein Entschluß fest: Ich werde auch weiterhin Kopftuch tragen und mich wie eine Muslima kleiden und meinen ganz persönlichen Muslima-Lifestyle Leben, ob der Sommer nun kommt oder nicht...
In diesem Sinne
Liebe Grüße
Amirah
Samstag, 19. September 2009
Ist es richtig?
Ist es richtig und gut mich als Nicht-Muslima so wie eine Muslima zu kleiden und auch das Kopftuch zu tragen?Ich weiß es nicht, viele werden jetzt sicher sagen: Nein ist es nicht! Aber was sollte daran falsch sein?
Hat nicht jede Frau das recht sich so zu kleiden wie sie will und auch ihr Aussehen und ihr äußeres vor den Blicken Fremder zu schützen und zu verbergen? Doch sicher, das hat sie!!!
Und welche Kleidung wäre geeigneter dafür als die Islamische bzw. arabische Mode?
Aber dem ist nicht so, daß Kopftuch wurde schon in vielen Religionen und Kulturkreisen getragen und immer wieder haben sich Frauen verdeckt und verschleiert, warum also sollte frau es heute nicht auch dürfen? Nur da es in unserem Kulturkreis keine entsprechende Mode und Kleidung gibt muß ich mich der, der islamischen und arabischen Welt bedienen - was ich gern tue und was in meinen Augen auch okay ist solange ich mit meiner Kleidung und meinem Verhalten keiner Muslima Schande mache.
Darum achte ich sehr darauf, daß ich immer korrekt und sittsam gekleidet bin und mich auch sittsam, zurückhaltend und keusch in der Öffentlichkeit verhalte.
Nur überlege ich manchmal, ob es wirklich das ist was ich will,... Nur lange Kleidung zu tragen, meinen Kopf zu bedecken und mein Äußeres zu verbergen. Ich bin doch eine freie, attraktive Frau - sollte ich da nicht zeigen was ich habe, meine Schönheit zur Schau stellen und alle Welt daran teilhaben lassen um jeden Tag aufs neue zu merken, wie hübsch ich bin? Ist das wirklich der Sinn und Zweck des Frauseins: Ein Abziehbild und Modepüppchen zu sein? Sicher nicht.
Ich möchte nicht daran gemessen werden, wie sexy meine Kleidung ist, oder wie attraktiv wirke. Ich möchte lieber das man mir zuhört und mich an dem was ich sage und denke misst und möchte Dinge wie Erotik lieber im privaten ausleben und möchte mein Aussehen und meine Schönheit lieber mit dem Menschen teilen der mir wichtig ist und es nicht in aller Öffentlichkeit zeigen und ausleben.
Eine Möglichkeit mich so zu kleiden und so zu leben, wie ich es für richtig halte habe ich eben in der islamischen Kleidung gefunden,... Sicher, man könnte jetzt sagen, mach es doch einfach nach Lust und Laune und kleide Dich so wie Du Dich gerade fühlst. Klar könnte man das so machen, auch weil ich diesen Kleidungsstil nur als eine Moderichtung sehe. Allerdings steckt für mich hinter dem tragen eines Kopftuches auch zuviel an Bedeutung, als dass man es immer mal wieder ablegen könnte, wie man gerade lustig ist,...
Darum habe ich mir gesagt, wenn ich mich einmal dafür entscheide es zu tragen, dann muß es ständig und für immer sein - auch wenn ich dafür keinen anderen Glauben annehmen möchte. Diese Entscheidung ist mir nicht gerade leicht gefallen und sie fällt mir auch heute oft nicht leicht. Besonders dann nicht, wenn ich andere junge Frauen in schicken outfits mit kurzen Röcken und tollen Frisuren sehe, während ich lange Röcke, langärmelige Oberteile und ein Kopftuch trage - was alles in allem aber auch sehr hübsch aussieht.
Manchmal versuche ich auszubrechen und kleide mich normal und in der Kleidung auf die ich manchmal irgendwie neidisch bin - meine Freundin hat ja genug von dieser Kleidung. Dann gehe ich einfach spazieren oder fahre in die Stadt einen Kaffee trinken - es ist schon eine tolles Gefühl mich so zu kleiden und mal so unterwegs zu sein,.... allerdings plagen mich nach solchen Ausbrüchen immer wieder heftige Gewissensbisse, zum einen mir gegenüber, weil ich mir selbst gegenüber untreu geworden bin und zum anderen meiner Freundin gegenüber, weil ich es zugelassen habe, das andere mich so sehen, wie normalerweise nur sie mich sehen darf,...
Aber diese Ausbrüche sind selten, die meiste Zeit bin ich eigentlich zufrieden, so wie es ist und stolz und glücklich ein Kopftuch zu tragen.
Und auch wenn es damals nur ein Langzeit-Experiment war, daß ich damit angefangen habe es zu tragen (dazu später mal mehr) - so bereue ich es nicht, mich dazu entschieden zu haben es für immer zu tragen,....
Warum trägt eine Muslima das Kopftuch?
- Sie möchte als Muslima erkannt und nicht belästigt werden - sprich sie setzt damit ein deutliches Zeichen, dass sie nicht zum flirten bereit ist und selber bestimmt, wer sie interessiert und wem sie ihre Aufmerksamkeit schenkt.
- Sie möchte sich nicht zur Schau stellen und nicht nicht nach ihrem äußeren, wie Kleidung, Frisur, Aussehen oder Make-up beurteilt werden, sondern vielmehr nach dem, was sie sagt, tut, denkt, wie sie handelt und wer sie ist.
- Ihr Aussehen gehört ganz ihr allein und Gott und sie allein bestimmt was sie damit tut und wer mehr von ihr sehen darf. Allerdings sind alle Muslimas angehalten ihre Schönheit zu bedecken und es ist nur Ihrem Ehemann, nahen Verwandten und anderen Frauen erlaubt, sie unbedeckt zu sehen.
- Die Kleidung der Frauen soll der, der Männer nicht ähneln, darum sind nur Röcke und Kleider erlaubt.
Was sind meine Gründe dafür es zu tragen?
- Ich mag es nicht von Männern angegafft zu werden, das ist mir unangenehm. Besonders diese Blicke auf Beine, Po und Brüste mag ich nicht. Es ist als würde man förmlich von diesen Blicken ausgezogen - und wenn sie einen dann angrinsen, dann weiß man genau woran sie gerade denken. Deswegen trage ich auch, schon seitdem ich Röcke trage, lieber lange als kurze,... Das Kopftuch schützt mich wenigstens ein wenig vor diesen Blicken und macht mich für die meisten Männer uninteressant,...
- Ich möchte mich auch nicht zur Schau stelle und am täglichen Wettkampf um das tollste Outfit, die schönste Frisur und das tollste Makeup teilnehmen,... Will kein Abziehbild oder Modepüppchen sein,...
- Mein Aussehen gehört mir ganz allein und meiner Partnerin - ich möchte gern selbst bestimmen wer was und wieviel von mir sehen darf und möchte meine Reize nur meiner Partnerin zeigen und alles was damit und mit Erotik zu tun hat gern im privaten ausleben.
- Ich wurde schon früh von meiner Mutter dazu angehalten nur Röcke und Kleider zu tragen, da sie der Ansicht war und ist, das Hosen nur etwas für Jungen sind und Mädchen und Frauen nur Röcke tragen sollten - seit dem ich 12 bin sind Jeans und Hosen für mich, bis auf wenige Ausnahmen, tabu gewesen. Ich kenne es nicht anders und habe es für mich dann später auch so übernommen, weil ich es gut und richtig finde, wenn Männer und Frauen sich schon allein von der Kleidung her unterscheiden,...
In der Islamischen Kleidung sehe ich viele meiner Erwartungen und Vorstellungen erfüllt, bzw. sie kommt diesen sehr entgegen und darum habe ich mich als nicht muslimische Frau für das Kopftuch und die Kleidung der Muslimas entschieden - auch wenn es aus den verschiedensten Gründen kein zurück gibt. Ich bin froh, das alle meine Freunde, Bekannten und Verwandten meine Entscheidung akzeptieren und respektieren und habe sie auch noch nie bereut, auch wenn es mit vielen Einschränkungen und regeln verbunden ist. Außerdem kommt diese Kleidung meiner devoten und unterwürfigen Art sehr entgegen,...
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Montag, 17. November 2008
Gründe für eine Frau das Kopftuch auch als Nicht-Muslima zu tragen,...

Genauso könnte man sich aber auch fragen, warum eine Frau Röcke und keine Hosen trägt, oder warum sie die Haare lang statt kurz trägt.
Gründe ein Kopftuch und lange bedeckende Kleidung, wie lange Röcke und langärmelige Oberteile zu tragen kann es für eine Frau viele geben:
- der Kleidungsstil gefällt Ihr so gut, das sie die Kleidung gern tragen möchte
- sie gefällt sich mit Kopftuch und findet sich hübsch damit
- sie trägt es als Accessoire oder anstatt anderer Kopfbedeckung wie Hüte oder Mützen
- sie zieht sich eher konservativ an und trägt sowieso meist lange Röcke und langärmelige Oberteile und findet daß das Kopftuch dies perfekt abrundet
- sie will durch ihr Aussehen nicht auffallen
- sie möchte nicht belästigt werden
- sie mag die Blicke der Männer auf Beinen, Po und Brüsten nicht, da sie ihr unangenehm sind und versucht sich diesen durch die Kleidung zu entziehen
- sie zeigt ihren Körper nicht gern
- sie mag sich nicht zu freizügig kleiden, sondern bevorzugt eher unfreizügige Kleidung
- sie will nach ihrer Persönlichkeit beurteilt werden und nachdem was sie sagt und denkt - und nicht nach ihrem Äußeren
- sie möchte das man sie höflich und mit Respekt behandelt
- sie mag das Gefühl Kopftuch zu tragen und sich verhüllt zu wissen
- sie ist der Meinung das Ihr Aussehen ihr gehört und möchte ihre vollständige Schönheit nur dem Geliebten Partner und ausgewählten Personen zugänglich machen
- sie möchte, daß nur der Partner sich an Ihrer Schönheit erfreuen kann
- Sie trägt es aus Liebe, weil sie ganz dem geliebten Partner gehören möchte und auch Ihr Aussehen und ihre Schönheit ihm allein gehören sollen
- usw. - es gibt sicher noch viele andere Gründe um das Kopftuch als Kleidungsstück oder Accessoire zu tragen
Ich finde es gibt keinen Grund die Religion zu wechseln, nur weil man eine bestimmte Art von Kleidung und Mode gerne tragen möchte. Und man trägt die Kleidung ja nicht weil man sich damit über die Muslimas lustig machen möchte, man trägt Kleidung und Kopftuch ja teilweise aus den selben Gründen wie eine Muslima. Zudem ist eine Frau, die zwar keine Muslima ist aber trotzdem gerne Kopftuch (Hijab), lange Röcke und langärmelige Oberteile trägt - sich also im selben Stil wie eine Muslima kleidet - doch eine willkommene Unterstützung für alle Muslimas, die es in unserer Gesellschaft leider, auf Grund ihres Kopftuches was ja ein Teil Ihrer Religion und Tradition ist, nicht leicht haben.
Meiner Meinung nach, gehört einer Frau ihr Körper (der ja nun mal mal schöner und erotischer als der eines Mannes ist) - und somit ihr Aussehen, ihr äusseres Erscheinungsbild, ihre Schönheit und Attraktivität - ganz alleine. Und sie selbst entscheidet, was sie damit macht, ob sie dieses Gut nun jeden sehen lässt oder es für sich behält und es mit Kopftuch und langer bedeckender Kleidung verhüllt - und so nur bestimmten Menschen mehr von sich zeigt - oder sich sexy anzieht und Beine und Dekolleté zeigt, das liegt bei jeder Frau ganz alleine.
Ich finde zu entscheiden, was und wieviel jeder von Ihr sehen darf ist das Recht einer jeden Frau und somit hat auch jede Frau ein Recht zu wählen, ob sie Kopftuch tragen möchte - ganz egal, ob sie nun Muslima ist oder nicht.
Und genauso handhabe ich es auch - ich bin keine Muslima und würde auch nicht zum Islam übertreten wollen, aber ich mag den Kleidungsstil: lange Röcke, Oberteile mit langen Ärmeln und Kopftuch. Ich finde, das es einfach schön aussieht und fühle mich schön und vor allem wohl darin. Und trage es aus diesen Gründen auch selbst - und das fast immer.
Besonders gut finde ich, das ich von den Männern nicht so begafft werde, das mag ich nämlich überhaupt nicht - und habe auch meine Gründe dafür.
Schön ist das alle Freunde und Bekannte das akzeptieren, das ich mich so kleide - einige finden es gut und es gefällt ihnen, andere finden es eher weniger gut, aber sie akzeptieren es - und das ist doch die Hauptsache, das ich so wie ich bin und sein möchte akzeptiert werde,...
Sonntag, 14. September 2008
Das Kopftuch - nur für Muslimas oder etwas für jede Frau? - Wie ich das sehe...
____ Die Rolle der Frau im Islam ist oft das Angriffsziel der Medien. Der Hijab oder die islamische Kleidung wird als Unterdrückung der Frauen dargestellt. Muslime, die sich zum Islam bekennen, sind verpflichtet, sich an der islamischen Kleiderordnung (Hijab) zu halten. Hier möchte ich erklären, wieso Muslimas einen Hijab tragen müssen. Die Antwort ist eigentlich ganz simpel: Muslimas müssen einen Hijab tragen, weil Allah es ihnen so vorgeschrieben hat. Die Sicht des Islams unterscheidet sich von der Sicht in einigen Gesellschaften, wo Frauen nur aufgrund ihrer physischen Beschaffenheit beurteilt werden. Viele Frauen werden aufgrund ihres äußerlichen Erscheinungsbildes in der Gesellschaft diskriminiert. Diese Entwicklung beginnt in der Schule und setzt sich später noch intensiver in der Arbeitswelt fort. Durch den Hijab wird die Frau geschützt vor den Blicken der Männer. Im Gegenzug lernen die Männer, die Frauen nicht nur auf ihr Äußerliches zu reduzieren. Aus islamischer Sicht soll der Charakter und die Taten einer Frau im Vordergrund stehen und nicht ihre äußerlichen Reize. Die Frau ist kein Lustobjekt, woran sich fremde Männer erfreuen sollen. Wenn eine Frau sich verschleiert, erhöht sie ihre Stellung. Man beurteilt sie aufgrund ihres Wissens, Glaubens und ihrer Persönlichkeit und nicht aufgrund ihrer körperlichen Beschaffenheit. Allah hat alle Frauen mit Schönheit ausgezeichnet. Diese Schönheit darf aber nicht missbraucht werden, daher befiehlt Allah den muslimischen Frauen ihren Körper zu verhüllen. Durch das Tragen des Hijabs zeigt eine Muslima ihre Bereitschaft Allah zu dienen. Der Hijab befreit die Frauen, indem ihr die Würde zurückgegeben wird. Frauen, die den Hijab tragen, werden nicht mehr als Lustobjekte betrachtet. Die Frau wird geschützt vor Unterdrückung und Erniedrigung. Sie wird nicht zum Sex-Symbol degradiert, um Männern zu gefallen. Im Vordergrund stehen ihr Verstand und ihre Persönlichkeit. In vielen westlichen Gesellschaften haben Frauen, die sich freizügiger anziehen, oftmals viel bessere Berufschancen. Der Hijab hindert die Frauen in keinster Weise sich selbst zu verwirklichen oder eine hohe Position in der Gesellschaft zu erreichen. Der Hijab ist für die Öffentlichkeit gedacht! Der Hijab ist daher das genaue Gegenteil von "Unterdrückung". Der Islam betrachtet die Frau in der Gesellschaft wie eine "Nonne". Sie signalisiert durch ihre Kleidung: "Tabu". Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie sie aussieht. Eine muslimische Frau kann innerhalb ihrer eigenen Familie oder unter Frauen, tragen, was sie möchte. Wenn sie jedoch außer Haus ist, muss sie ihre Haare und ihren Körper verdecken, sodass ihre Körperform nicht sichtbar wird. Die Frau gilt im Islam als das eindeutig schönere Geschlecht und wird daher auch stärker ermahnt, ihren "Schmuck nicht zur Schau" zu tragen. Die islamische Kleiderordnung steht im Kontrast zu der Mode der westlichen Welt. In der heutigen Mode-Welt wird die Freizügigkeit jedes Jahr mit immer stärkerem Nachdruck verkündet. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr! Frauen gelten in vielen Gesellschaften nur noch als Sex-Symbole. Junge Mädchen entblößen sich, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Vielen Frauen denken, dass ihr Wert sich nur aus ihrer Schönheit zusammensetzt. In der Werbewelt wird der weibliche Körper missbraucht, um zum Kauf anzuregen. Überall sieht man nackte Frauen. Eine muslimische Frau muss ihren Körper nicht missbrauchen, um sich gesellschaftliche Anerkennung zu verdienen. Ihre Kleidung ist eine Ablehnung des Mode-Diktates. Nicht ihr Kleid ist ihr "Schmuck", sondern das, was sich darunter befindet. Eine Frau, die sich freizügig der Männerwelt präsentiert, erniedrigt sich selber zum Lustobjekt. Muslimas, die sich an den islamischen Kleidungsvorschriften orientieren, provozieren keine männlichen Blicke. Sie stehen für Sittsamkeit und Keuschheit. Eine muslimische Frau, die einen Hijab trägt, gibt ein Statement ab über ihre Identität. Sie vermittelt ihrer Umwelt die Botschaft: „Ich folge den Gesetzen Allahs und bin nicht bereit zu flirten.“ Hijab zu tragen, ist ein Akt des Gehorsams gegenüber Allah. Im Islam steht die spirituelle Schönheit im Vordergrund. Die "islamische Kleidung" für Frauen befreit ihre Trägerinnen vom Zwang, durch teure Kleidung, Kosmetika und Schmuck mit ihresgleichen (hoffnungslos) zu konkurrieren, und gleichzeitig ermöglicht sie die schon äußerlich sichtbare Ablösung von der möglicherweise als drückend empfundenen sozialen Herkunft. Darüber hinaus verhilft sie Mädchen und Frauen in einer Öffentlichkeit, die nach wie vor von Männern dominiert wird, zu einem Anschein sexueller Unangreifbarkeit und erleichtert es ihnen auf diese Weise, ihren Weg in Ausbildung und Beruf einzuschlagen. Unter funktionalen Gesichtspunkten ist es also sehr wohl möglich, das Kopftuch als genaues Gegenteil einer zur Schau getragenen Rückständigkeit, nämlich als Attribut von Modernität, zu verstehen. Die Kleidung darf nicht der Kleidung des anderen Geschlechts ähneln. Männer und Frauen sollten ihre Männlichkeit bzw. Weiblichkeit pflegen. (diese Ansicht gefällt mir sehr, denn ich bin damit quasi aufgewachsen, meine Mutter hat mich sehr konservativ erzogen und ich durfte seit meinem 10. Lebensjahr keine Hosen mehr tragen - stattdessen mußte ich Röcke und Kleider tragen und durfte nur noch betont weibliche Kleidung tragen - meine Mutter meinte immer nur: "Du bist eine Frau, also solltest Du Dich auch so kleiden. Hosen sind für Männer da und Röcke und Kleider für Frauen und deswegen wirst Du auch keine Hosen tragen." Ich hab es dann irgendwann so akzeptiert auch wenn es schwer fiel und bin dann beim tragen von Röcken geblieben - für Hosen hab ich mittlerweile gar nichts mehr übrig - Röcke sind viel praktischer und schöner - auch wenn meine nun mittlerweile knöchellang sind) Ich mag diese Ansichten über das Kopftuch und lange verhüllend Kleidung - also warum sollte ich nicht als Nicht-Muslima auch von den offensichtlichen Vorteilen, die diese Kleidung in der Öffentlickeit bietet profitieren? Ich mag es nicht von Männer angestarrt und begafft zu werden - es ist mir unangenehm, nicht zuletzt auch, weil ich eher auf Frauen stehe. Diese Kleidung schützt mich perfekt vor diesen Blicken und dern evtl. abschätzenden Blicken meiner Geschlechtsgenossinnen - in dieser Kleidung beurteilt man mich nicht nach der Kleidung, die ich trage, meiner Frisur oder wie ich meine Haare gestylt habe, sondern nur nach dem was ich sage und tue - und so sollte es doch eigentlich auch sein....
Mittlerweile besteht sie sogar drauf, daß ich Kopftuch trage ich könnte sogar fast sagen daß sie mir verboten hat das Haus ohne zu verlassen - aber ich glaube das würde zu weit gehen. Allerdings kommt es selten genug vor, das sie mir erlaubt das Haus ohne zu verlassen, oder gar einen kurzen Rock zu tragen - aber das ist okay, ich bin glücklich so, ich gehöre ihr und ihr Wille ist mein Befehl. Und wenn es Ihr gefällt und sie damit glücklich ist bin ich es auch.
Meiner Meinung nach sollte jede Frau wählen können ob sie ein Kopftuch tragen möchte oder nicht - selbst wenn sie keine Muslima ist. Es ist doch immer noch die entscheidung einer jeden selbst, wer wieviel von Ihrem Körper sehen darf, oder wer gar alles sehen darf. Selbstverständlich sollte auch jedem freigestellt sein, dies von seiner Partnerin zu verlangen - denn wer möchte schon gerne, daß sich andere an der Freundin oder Frau ergötzen und sich heiße Gedanken dabei machen?
Ich auf jeden Fall bin ganz glücklich mit meiner Entscheidung Kopftuch und lange Kleidung zu tragen - auch wenn ich keine Muslima bin. Zum Glück sind die Leute in meinem Freundeskreis sehr tolerant und akzeptieren das - einig bewundern sogar daß ich es von mir aus angefangen habe. Mir macht es auch nichts aus, daß es meine Freundin mittlerweile von mir verlangt im Gegenteil - ich bin sogar stolz drauf, es für sie zu tragen und darauf das sie mich nicht teilen möchte. Zum Glück hab ich eine tolerante Chefin, die das akzeptiert und meine Freundin auch sehr gut kennt. So kann ich das Kopftuch auch im Alltag und Berufsleben tragen, und nicht nur in der Freizeit, und kann so immer meine Vorstellung vom "Kopftuch-tragen" leben und ausleben. Es ist ein schönes Gefühl es zu tragen und ich fühle es bei jeder Bewegung und werde dabei immer daran erinnert, für wen und warum ich es trage. Es ist ein wundervolles Gefühl ganz meiner Freundin zu gehören und ihr Eigentum zu sein - selbst mein Aussehen und mein äußeres Erscheinungsbild gehören Ihr und sind ganz allein ihr vorbehalten. Das Kopftuch sorgt dafür, das es so ist und bleibt und erinnert mich ständig an diese schöne und wie ich finde sehr romantische Tatsache > Das ist das schönste Geschenk, was ich meiner Geliebten aus Liebe machen kann. <
Und auch wenn ich keine richtige Muslima bin, so versuche ich doch für meine Freundin so dazu sein, ihr zu dienen und mich ihr so unterzuordnen, wie es eine brave Muslima für ihren "Mann" tun würde. Meine Geliebte zufrieden zu stellen und glücklich zu machen ist meine wichtigste Aufgabe als ihre Geliebte, denn wenn sie glücklich ist bin ich es auch.
